Apple Watch Ultra im Test - eine vollwertige Laufuhr?


Anzeige: Die Apple Watch Ultra wurde mir netterweise von Apple zur Verfügung gestellt.


Apple Watches erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit - auch unter Läufern. Gleichzeitig konnten (und wollten) sie als Smartwatches Laufuhren nie vollständig ersetzen. Die neue Apple Watch Ultra richtet sich nun komplett an Outdoor-Sportler. 

Wie gut ist die neue Apple Watch Ultra für Läufer geeignet? Und kann sie als gleichwertiger Laufuhrersatz dienen? Dem gehe ich in diesem Test auf die Spur.

Apple Watch Ultra Testbericht Laufen Review


In meinen Tests vorheriger Versionen der Apple Watch gab es wiederholt ähnliche Kritikpunkte, aufgrund derer die Apple Watch meiner Ansicht nach Laufuhren einfach nicht ersetzen konnte. Dazu zählten die verhältnismäßig kurze Akkulaufzeit, der eingeschränkte Funktionsumfang in Bezug auf Lauftrtainings und die beim Laufen erschwerte Bedienung mangels Knöpfen. Auf all das will die im September 2022 vorgestellte Apple Watch Ultra zusammen mit dem neuen Betriebssystem watchOS 9 eine Antwort haben. 

Apple bewirbt die Watch Ultra als robusteste und leistungsfähigste Apple Watch aller Zeiten. Unter anderem sollen das widerstandsfähige Titangehäuse, präzises Dual-Frequenz GPS und bis zu 36 Stunden Batterielaufzeit die Uhr „perfekt für Sport und Abenteuer jeder Art“ machen. Also auch fürs Laufen? 


Apple Watch Ultra: Neues Design, Action Button und Funktionsupdates


Packt man die 999 € teure Uhr aus, fällt gleich das neue Design auf. Während sich die Apple Watch 8 und seine Vorgänger oder auch die Apple Watch SE aufgrund ihres schlanken und abgerundeten Designs ähneln, hebt sich die Apple Watch Ultra optisch deutlich ab. Das Gehäuse der Apple Watch Ultra* ist auf 49 mm angewachsen und deutlich höher. Das Displayglas wird zum Schutz vor Stößen eingerahmt und ist nicht mehr gewölbt. Gleichzeitig findet sich auf der rechten Seite eine eine Erhöhung rund um die digitale Krone und Seitentaste, sodass die digitale Krone nicht mehr einzeln hervorsteht. Das beugt einer versehentlichen Bedienung vor. 

Ganz neu ist zudem eine Taste auf der linken Seite des Gehäuses - der sogenannte Action Button. Der Action Button hebt sich optisch durch seine knallorange Färbung hervor. Je nach App kann seine Funktion unterschiedlich belegt werden, sofern die jeweilige App das unterstützt. Endlich. Ich bin ehrlich: der Action Button ist für mich dadurch mit der größte Gamechanger der Apple Watch Ultra, wenn es ums Laufen geht. Dadurch wird insbesondere bei (und der nächste Gamechanger…) Intervalltrainings die Apple Watch endlich intuitiv und angenehm bedienbar. Statt auf dem Display rumzutatschen, um die nächsten Segmente / Intervalle zu starten, kann man das sehr intuitiv und angenehm mit dem Action Button. Hand in Hand damit geht, dass man durch gleichzeitiges Drücken von digitaler Krone und normaler Seitentaste Trainings starten und stoppen kann. Das war zwar auch schon vorher möglich, aber in Summe wird die Apple Watch dadurch deutlich leichter bedienbar. Mehr zu den Lauffunktionen folgt.

Apple Watch Ultra Test Laufen Running Action Button


Äußere Werte: Wenig Konfigurationsmöglichkeiten, aber viele Armband-Optionen


Während sich bei anderen Modellen der Apple Watch immer mehr Möglichkeiten zur Gestaltung durch Größen, Materialien und Farben bieten, ist die Apple Watch Ultra* aktuell wenig konfigurierbar. Die 61,3 Gramm schwere Smartwatch gibt es lediglich mit dem 49 mm Gehäuse. Das könnte insbesondere für schlanke Handgelenke ziemlich groß und ggf. auch unbequem sein. Zudem gibt es das Gehäuse nur in einer Ausführung aus gebürstetem Titan. Hierdurch ist es relativ kratzfest.

Etwas mehr Individualität lässt sich durch die Wahl des passenden Armbands ins Spiel bringen. Apple bietet passend zur Watch Ultra drei neue Arten von Armbändern an: Trail Loop, Alpine Loop und das Ocean Band. Durch das jeweilige Armband und die verschiedenen Farben lässt sich die Apple Watch zumindest ein Stück weit den eigenen Vorlieben anpassen. An dieser Stelle ein Kompliment an Apple: Auch für die Apple Watch Ultra lassen sich wie gewohnt die alten Armbänder verwenden. Es kann sein, dass diese an der Aufnahme minimal schmaler sind, was jedoch kaum auffällt. Ich habe mittlerweile unzählige Armbänder aus verschiedenen Materialien und in diversen Farben, damit ich meine Apple Watch je nach Einsatzgebiet und Outfit anpassen kann. Deshalb bin ich sehr happy, dass ich diese weiterhin problemlos nutzen kann.

Darüber hinaus gibt es unzählige Armbänder von Drittanbietern für noch mehr Individualität. Wie gewohnt kann man auch das Ziffernblatt recht individuell gestalten.

Apple Watch Ultra Test Armbänder Loops
Foto: Apple

 
Auf der Unterseite befinden sich wie bereits bei vorherigen Modellen der optische Herzfrequenz- und der Blutsauerstoffsätiggungssensor. 



Kratzfestes OLED-Display: 2-mal heller als alle anderen Apple Watche Modelle


Das kratzfeste OLED-Display ist mit seinen bis zu 2.000 Nits 2-mal so hell wie das jeder anderen Apple Watch zuvor. In der Praxis bedeutet das meiner Erfahrung nach, dass es auch bei größerer Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist. 

Dadurch, dass das Display ringsum vom Gehäuse eingerahmt ist, wirkt die Apple Watch Ultra* wesentlich wuchtiger als zum Beispiel die Series 8 und Vorgängermodelle. Das ist auf jeden Fall Geschmacksache. Gleichzeitig wird das flache Displayglas dadurch jedoch besser geschützt. Nach vier Monaten Nutzung sehen Gehäuse und Display bei mir noch wie neu aus.

Apple Watch Ultra Test Laufen Display
Foto: Apple



Los geht's mit dem Training - Multisportuhr mit integrierter Training-App


Die Apple Watch Ultra* richtet sich besonders an Athleten und Menschen, die viel Outdoor unterwegs. Dafür bringt die bereits vorinstallierte App Training eine Menge Rüstzeug mit und macht sie zur Multisportuhr. Sie ermöglicht neben Laufen das Tracking dutzender anderer Sportarten Radfahren, Freiwasserschwimmen, Beckenschwimmen, HIIT-Training, Yoga, Core-Training, Wandern, Pilates, Tai-Chi, Badminton, uvm. Der ab Werk integrierte Umfang ist enorm und lässt sich durch unzählige Apps von Drittanbietern noch erweitern. 

Ganz neu ist die Unterstützung beim Tauchen inkl. automatischer Taucherkennung. Sie ist Wassergeschützt bis 100 Meter und tatsächlich auch bis 40 Meter Tauchtiefe geeignet. 

Zudem bietet Apple mit dem kostenpflichtigen Fitness+ Abo Tausende Video- und Audioworkouts. Für 9,99 € pro Monat (bzw. 70,99 € im Jahr - Stand 01/2023) kannst du per Kopfhörer geführte Lauftrainings absolvieren, bei denen dich professionellen Coaches quasi auf eine Reise durch fremde Städte mitnehmen und du gleichzeitig direkte Anleitungen und Inspiration zum Training erhältst. Es gibt Touren durch Miami Beach, New York City, Los Angeles, London und viele andere Städte. Bei diesen Touren erfährst du einerseits, was diese Städte so besonders macht. Du bekommst beim Laufen kurz Fotos von den jeweiligen Sehenswürdigkeiten auf dem Display angezeigt (du kannst dir diese Fotos natürlich auch nach dem Laufen noch etwas ausgiebiger angucken). Und andererseits wirst du akustisch durchs Training begleitet. Du bekommst zum Beispiel die Ansagen fürs Intervalltraining auf die Ohren oder auch worauf du für einen guten Laufstil achten solltest.

Darüber hinaus gibt es unzählige virtuelle Trainingsvideos mit HIIT-Einheiten, Yoga, Krafttrainings und geführten Meditationen, sodass neben dem Laufen der Ausgleich nicht zu kurz kommt. Diese Workouts stehen jedoch nur in englischer Sprache und teilweise mit deutschen Untertiteln zur Verfügung.

Apple Watch Test Laufen Fitness+
Foto: Apple // Kombination aus Apple Watch Series 8 und iPhone mit Fitness+



Laufen mit der Apple Watch Ultra 


Uns interessiert in diesem Test aber vor allem das Laufen mit der Apple Watch Ultra*. Und hier gibt‘s einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Mit dem neuen Betriebssystem watchOS 9 hat Apple die App Training überarbeitet. Das ist die zentrale App für deine Workouts, mit denen du deine Läufe aufzeichnest - sofern du nicht die App eines Drittanbieters nutzt. 

Apple Watch Ultra Test Laufen Running



Mit der überarbeiteten App Training wird die Apple Watch Ultra zu einer hervorragenden Wahl fürs Lauftraining. Du kannst nun problemlos sehen, in welcher Herzfrequenzzone du dich bewegst. Diese kannst du individuell auf deinen Körper bezogen festlegen und siehst auch, wie viele Minuten du in welchem Bereich aktiv bist. Leider gibt es hier noch nicht die Möglichkeit einen optischen oder akustischen Alarm zu setzen, solltest du eine Zone ungewollt verlassen. 

Intervalle kannst du nun endlich problemlos laufen. Warm-up, Trainingsintervalle, Erholungspausen und Cool-down können vorab festgelegt werde. Während des Trainings bekommst du dann die nötigen Hinweise und kannst dich voll und ganz aufs Laufen konzentrieren. Darauf habe ich gewartet. Zusammen mit dem orangenen Action Button fühlt sich die Apple Watch Ultra damit ein deutliches Stück mehr nach Laufuhr an. Ich habe es lange vermisst.

Apple Watch Ultra Test Laufen Running Intervalle



Wie gewohnt kannst du vor dem Lauf weiterhin Ziele definieren. Distanz, Zeit, Kalorienverbrauch oder auch ein Pace-Alarm - kein Problem. Das Dual-Frequenz GPS funktioniert gut und die Herzfrequenzmessung erfolgt in den allermeisten fällen zuverlässig. In unregelmäßigen Abständen musste ich allerdings immer mal wieder Aussetzer feststellen. Da das mit der Apple Watch Ultra sehr selten vorkommt, stört mich das nicht sonderlich. Schön ist es jedoch nicht. Allerdings kann das durch diverse Umstände ausgelöst werden, die nicht immer zwingend mit der Uhr zusammenhängen. Relativ gut umgehen lässt sich das, indem man die Apple Watch Ultra mit einem Bluetooth-Brustgurt verbindet, der die Herzfrequenz misst. 

Apple Watch Ultra Test Laufen Running Ziele



Einschränkungen beim Laufen


Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen, die beim Lauftraining mit der Apple Watch Ultra* zu beachten sind. Da ich in der Regel in gewohnten Terrain oder auf ausgeschilderten Routen unterwegs bin, ist mir persönlich eine Navigation beim Laufen nicht so wichtig. Da zu der Zielgruppe der Apple Watch Ultra auch Trailrunner gehören, will ich nicht verschweigen, dass es mit Navigation auf der Ultra eher mau aussieht. Das kann für Trailläufer problematisch sein. Ein vorheriger Upload von vordefinierten Strecke etc. ist mit Bordmitteln nicht möglich. Abhilfe kann aber beispielsweise die App WorkOutDoors Abhilfe schaffen. Diese kostet einmalig 7,99€ (Stand 01/2023).

Die Messungen der Apple Watch Ultra sind sehr detailliert, jedoch sind nicht alle Daten für Laien sofort verständlich. Ohne Erklärungen bringen die nicht wirklich viel. Das betrifft zum Beispiel die Möglichkeit den Laufstil auszuwerten, wenn von vertikaler Oszillation, Bodenkontaktzeit und Schrittlänge gesprochen wird. Was mache ich mit diesen Infos als Läufer? Hier würde ich mir für den Nicht-Profi mehr Unterstützung durch Erklärungen wünschen. Es gibt auch kein Feedback zu Erholungszeiten oder dem Trainingszustand. Hier kann die App Athlytic weiterhelfen, allerdings ist diese nur im kostenpflichtigen Abo für 3,99 €/Monat oder 31,99 €/ Jahr erhältlich. Zudem gibt es keinen Datenexport. Ein Upload von Lauftrainings in Strava geht zum Glück jedoch.

Ein weiteres Problem ist die Kopplung von anderen Geräten oder Gadgets, die nur über Bluetooth möglich ist. ANT+ wird nicht unterstützt, sodass man bei Pulsgurten etc. aufpassen muss, wenn man externe benutzen will. 

Trotz dieser Einschränkungen ist die Apple Watch Ultra meines Erachtens eine hervorragende Wahl fürs Lauftraining.



Sicherheitsfeatures der Apple Watch Ultra


Die Apple Watch Ultra* bietet einige nützliche Funktionen zur Sicherheit beim Lauftraining. Eine davon ist die optimierte Sturzerkennung, die mithilfe von Beschleunigungssensoren und dem internen Gyroskop funktioniert.

Wenn die Uhr einen Sturz registriert, wird automatisch ein Alarm ausgelöst und du bekommst eine Benachrichtigung, dass du dich möglicherweise verletzt hast. Wenn du nicht innerhalb von 60 Sekunden reagierst, wird automatisch ein Notruf an die gespeicherten Kontakte verschickt, die darüber informiert werden, dass ein Sturz erkannt wurde und dein Aufenthaltsort mit ihnen geteilt. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Notrufe über Satellit abgesetzt wird, wenn das normale Handynetz nicht erreichbar ist.

Außerdem können dank eSim Telefonate geführt werden und dementsprechend auch Notrufe in bedrohlichen Situationen abgesetzt werden. Dank der 3 Mikrofone und 2 Lautsprecher an allen Seiten ist der Klang deutlich besser und man wird auch besser verstanden.

Darüber hinaus verfügt die Apple Watch Ultra auch über eine integrierte 85dB starke Sirene, die bis zu 180 Meter weit hörbar ist. Diese Funktion kann nützlich sein, falls man sich in einer gefährlichen Situation befindet oder bedroht wird.

Eine weitere Funktion ist die "Backtrack". Diese ermöglicht es dir, deinen Weg zurück zu einem zuvor aufgezeichneten Punkt zu verfolgen. Das kann nützlich sein, falls du dich in einer unbekannten Umgebung verläufst.



Gesundheitsfeatures der Apple Watch Ultra


Die Apple Watch Ultra* bietet dir eine Vielzahl an Gesundheitsfeatures, die dein Lauftraining und deine allgemeine Fitnessüberwachung unterstützen. Eines der wichtigsten Features ist die Blutsauerstoffmessung, die es dir ermöglicht, die Sauerstoffsättigung deines Blutes zu überwachen. Dies kann besonders für Ausdauersportler von Vorteil sein, da es ein Indikator für die Leistungsfähigkeit des Körpers ist.

Ein weiteres nützliches Feature ist die Temperaturerkennung am Handgelenk. Diese ermöglicht es dir, deine Körpertemperatur zu überwachen und kann für die Erkennung von Zyklusveränderungen bei Frauen nützlich sein. Dadurch kannst du dein Training an deine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Die automatische Schlaferkennung ist ebenfalls ein wertvolles Feature. Diese erkennt, wann du schläfst und gibt Auskunft über die erkannten Phasen und deren Gesamtdauer. Leider gibt es jedoch keine Informationen über die Schlafqualität.

Die EKG-Funktion ermöglicht es dir, Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern zu erkennen. Dies kann besonders für Menschen mit Herzproblemen von Vorteil sein. Die Lautstärkemessung ermöglicht es dir, die Umgebungslautstärke zu überwachen und gegebenenfalls einzugreifen, um dein Gehör zu schützen.

Die Health-App bietet dir eine Vielzahl an Auswertungen, jedoch fehlt oft eine Erklärung, was die erfassten Daten bedeuten. Insgesamt bietet dir die Apple Watch Ultra jedoch viele nützliche Funktionen für die Gesundheitsüberwachung und dein Lauftraining.

Apple Watch Test Schlafen Sleep
Foto: Apple // Schlaferkennung und Auswertung auf Apple Watch und iPhone



Akkuleistung in der Praxis


Die Apple Watch Ultra* hat eine beeindruckende Akkulaufzeit von bis zu 36 Stunden im normalen Modus und sogar bis zu 65 Stunden im Energiesparmodus. Diese Leistung macht sie auch geeignet für Sportler, die lange Läufe unternehmen möchten.

Mit vorherigen Versionen der Apple Watch konnte ich bereits problemlos Marathons laufen. Ausgedehnte Marathontrainings (>3,5 Stunden Laufzeit) mit gleichzeitigem Musikstreaming haben den Akku dann aber langsam an seine Grenzen gebracht. Viel mehr Reserve war dann oft nicht. Hier durfte nun deutlich mehr möglich sein, was ich allerdings nicht ausprobieren konnte.

Apple selbst sagt, dass der Akku ausreichend für einen Langdistanz-Triathlon ist - also über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und eine komplette Marathonstrecke von 42,195 Kilometer.

Bei moderaten Trainingszeiten hielt der Akku meiner Apple Watch Series knapp über einen Tag. Bei gleicher Nutzung komme ich mit meiner Apple Watch Ultra i.d.R. zwei Tage aus, sodass ich bis auf wenige Ausnahmen nur noch jeden 2. Tag aufladen muss. Damit sind sogar mehr als 36 Stunden möglich. 

Im Vergleich zu anderen Laufuhren hält die Apple Watch Ultra jedoch nicht so lange. Manche rein Laufuhren halten durchaus eine Woche und länger. Für jemanden, der bereits eine Apple Watch besitzt, ist die Akkulaufzeit eine deutliche Steigerung und kann durchaus ausreichend sein. Der Blickwinkel und die Bedürfnisse setzen also den Maßstab.

Ein weiteres Plus ist die schnelle Aufladung der Uhr. In nur einer Stunde kann sie zu 80% geladen werden. Einmal von 0% auf 100 % laden dauert ca. 1,5 Stunden.



Weitere Features der Apple Watch Ultra


Neben den Lauffunktionen bietet dir die Apple Watch Ultra* eine Vielzahl nützlicher Funktionen, die dein tägliches Leben erleichtern. Eine der wichtigsten ist der Sprachassistent Siri. Mit Siri kannst du Fragen stellen, Erinnerungen setzen und vieles mehr. Und das auch beim Laufen. Mir kommen da meist so viele Gedanken, dass Siri auch beim Laufen wertvoll ist. Eine weitere nützliche Funktion ist Apple Pay, mit der du bargeldlos bezahlen kannst, indem du einfach deine vorher eingerichtete Kredit- oder Girokarte verwendest (abhängig von der Bank). Praktisch, wenn du unterwegs was zu Trinken, Snacks oder einen Fahrschein für die Öffis kaufen willst, wenn du den Rückweg nicht mehr schaffst. :)

Ein weiteres Highlight der Apple Watch Ultra sind die unzähligen Apps von Drittanbietern. Diese Apps bieten dir eine Vielzahl von Funktionen wie Schlafaufzeichnung, Training, etc.. Manche Apps sind aufgrund ihrer Spezialisierung besser als die vorinstallierten und bringen die Apple Watch quasi auf ein neues Level.

Insgesamt bietet dir die Apple Watch Ultra eine Vielzahl von nützlichen Funktionen, die dein tägliches Leben erleichtern und dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen.



Fazit zur Apple Watch Ultra als Laufuhr


Insgesamt lässt sich sagen, dass die Apple Watch Ultra* vermutlich die beste Apple Watch aller Zeiten ist. Sie bietet einen ordentlichen Fortschritt im Vergleich zu den vorherigen Apple Watches und hat durch das watchOS Update mehr Lauffunktionen. Ob die Ultra die richtige Wahl für dich ist, hängt jedoch von deinen Anforderungen ab. Viele der Verbesserungen sind für die meisten Läufer nützlich, aber einfachere Modelle wie die Apple Watch Series 8 oder Vorgängermodelle können auch genügen. Gleichzeitig kann es für sehr ambitionierte Sportler sinnvoller sein, eine reine Laufuhr zu kaufen. Das musst du für dich gut abwägen. Schließlich ist die Apple Watch Ultra mit einem Preis von 999 € (Stand 01/2023) kein Schnäppchen. Für diesen Preis gibt es Laufuhren, die mehr bieten können. Die Akkuleistung ist jedoch gut und am Ende transportieren Apple-Produkte auch ein Lebensgefühl. Letztendlich hängt die Entscheidung dafür oder dagegen also von deinen Erwartungen und dem Geldbeutel ab.

Die Apple Watch Ultra ist leicht und intuitiv zu bedienen und bietet den Komfort einer robusten, voll ausgestatteten Smartwatch. Wer alle Sport-, Gesundheits- und Sicherheitsfeatures haben möchte, bekommt mit der Apple Watch Ultra aktuell das perfekte Tool. Für Taucher ist die Uhr ohnehin ideal. Sie ist zwar Größer als die Apple Watch SE oder Series 8, aber gleichzeitig durch den ausdauerderen Akku für mich die erste Wahl. 

Aus preislichen Gründen lohnt es sich aber dennoch die neueste Apple Watch SE oder die Modelle Series 7 und 8 zu checken. Je nach Bedürfnissen findest du hier eine Apple Watch mit super Preis-Leistungs-Verhältnis, die auch für Läufer sehr praktisch sein können.

Insbesondere durch die neuen Lauffeatures in der Training App dank watchOS 9 und dem Action Button kann die Apple Watch Ultra für meinen Geschmack in den meisten fällen eine reine Laufuhr ersetzen - ohne dass man verzichten muss.

Weitere Infos und einen Produktvergleich der Apple Watch Modelle findest du direkt hier auf der Website von Apple









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Hier findest du meine Testberichte zu den AirPods und zu Vorgängermodellen der Apple Watch Ultra:




Mit der Apple Watch Ultra laufen - Apples Top-Smartwatch im Test





Test: Apple Watch Series 7 als Laufuhr


Anzeige: Die Apple Watch wurden mir netterweise von Apple zur Verfügung gestellt.

Die Apple Watch gilt als beliebteste Smartwatch weltweit. Apple selbst bewirbt seine neueste Watch als unentbehrlichen Begleiter, der einen dabei unterstützt, aktiv zu sein und mehr aus seinen Workouts herauszuholen. Grund genug zu checken, wie sich die neueste Apple Watch Series 7 beim Laufen macht.

Apple Watch Series 7 Laufen Running Test


Updates der Apple Watch Series 7


Der Fokus dieses Testberichts liegt darauf, wie sich die neue Apple Watch Series 7 beim Laufen macht. Ich werde hier zwar auch auf einige allgemeine Daten und Features rund um die Watch eingehen, interessierst du dich aber eher für allgemeine Infos zur Uhr, dann empfehle ich dir zusätzlich andere Testberichte zu lesen. In meinem Test zur Apple Watch Series 6 erfährst du, worin sich Smartwatches wie die Apple Watch von reinen Lauf-/Sportuhren unterscheiden.

Tatsächlich sind viele Neuerung der Apple Watch 7 auch für uns Läuferinnen und Läufer spannend. Die Gehäuseform wurde optimiert. Durch die Überarbeitung des Gehäuses und den schmaleren Rand bietet die neue Watch ein größeres Display, was sich besser ablesen und bedienen lässt. Hierbei hilft auch, dass das Display bei gesenkter Hand heller geworden ist. Meine Erfahrung zeigt, dass gerade das etwas größere Display tatsächlich auch beim Laufen praktischer ist, weil man einen besseren Überblick hat und leichter tippen kann.

Apple Watch Series 7 Display Größe Vergleich
Vergleich der Displaygrößen I Screenshot: apple.com

Zudem wirbt Apple damit, dass die Series 7 Watch noch robuster geworden sei. Das Frontglas ist 50 % dicker und an der höchsten Stelle sogar mehr als doppelt so dick wie das Frontglas der Apple Watch Series 6. Gleichzeitig ist die neue Apple Watch mit IP6X Zertifizierung staubgeschützt und Schwimmfest mit WR50 Wasserschutz (also bis 50 Meter tiefe). Ich habe darauf verzichtet meine Apple Watch mutwillig zu beschädigen. Allerdings laufe ich seit 2018 mit diversen Apple Watches, hatte bereits die Series 3, 4, 5 sowie 6 und war mit denen in den Bergen laufen, in salzigem Meerwasser schwimmen und konnte so über 4 Jahre meine Erfahrungen sammeln. Ich hatte noch nie ein störendes Staubkorn unter dem Display, noch nie einen Wasserschaden oder grobe Kratzer im Display, auch wenn ich schon mehrfach aus Versehen mit dem Display im Treppenhaus am Rauputz langekratzt habe. Versteht mich bitte nicht falsch, ich will nicht sagen, dass die Watch niemals Kratzer abkriegt oder nicht kaputtgehen könnte. Sie hält jedoch mega viel aus. Und gerade das Edelstahlgehäuse ist meiner Erfahrung nach noch einmal deutlich kratzfester als das Alugehäuse. Das ist für mich ein großer Pluspunkt.

Apple Watch Series 7 Display
Foto: Apple

Eine der für mich wichtigsten und besten Neuerungen betrifft die Stromversorgung der Apple Watch. Über die Jahre habe ich mich daran gewöhnt, dass meine Watch einmal am Tag ans Ladekabel muss. Während die Akkus vieler Laufuhren tagelang und teilweise auch über Ultradistanzen halten, sieht das bei der Apple Watch etwas anders aus. Einen Marathon kann man locker damit laufen. Das reicht für mich aus. Allerdings empfinde ich das tägliche Laden manchmal schon als lästig. Besonders dann, wenn ich es abends vergessen habe und der Strom nicht mehr über Nacht reicht. Diesbezüglich hat Apple nun ein Stück weit für Abhilfe geschaffen. Mit dem neuen USB-C-Netzteil lädt die Watch laut Apple von 0% auf 80% in 45 Minuten und 8 Minuten laden würden wohl für 8 Stunden Schlaftracking reichen. Was soll ich sagen? Das Laden funktioniert mit der neuen Apple Watch Series 7* tatsächlich schneller. Ich lade meine Apple Watch meistens auf, wenn der Akkustand bei 5 bis 10% ist. Brauchte die Apple Watch Series 6 circa anderthalb Stunden, um wieder auf 100% zu kommen, schafft das meine neue Series 7 in rund einer Stunde. Klar kann man auch eine halbe Stunde länger warten. Aber Bock habe ich darauf nicht. Vor allem wenn ich wirklich mal das Laden vergesse habe und meine Uhr einen "Powernap" braucht, damit ich weiter mit ihr Spaß haben kann. Das ist ein klarer Pluspunkt der neuen Series 7.

Apple Watch Series 7 Laden
Foto: Apple


So läuft es sich mit der neuen Apple Watch


Die bereits vorinstallierte App Training bringt an sich alles mit, was man zum Laufen braucht. Sie ist sehr einfach verständlich und übersichtlich aufgebaut. Bevor man ein Training startet, kann man Ziele wie eine bestimmte Distanz, Zeit oder auch ein Kalorienziel voreinstellen. Genauso ist auch ein Pacehinweis möglich, wenn man eine bestimmte Pace nicht über- oder unterschreiten will.

Startet man das Training, läuft ein kurzer Countdown von 3 bis 1 ab. Dieser lässt sich mit kurzem Tippen aufs Display überspringen und das Tracking startet sofort. Während des Trainings sieht man auf der Hauptseite bis zu fünf Messwerte zum aktuellen Training. Ich lasse mir zum Beispiel immer die Trainingsdauer, meine aktuelle Herzfrequenz, die Pace rollend über die letzten 1.000 Meter und die Pace seit Trainingsbeginn sowie die Distanz anzeigen. Das lässt sich über das iPhone individualisieren. Beispielsweise kann man sich auch die aktuelle Höhe, Höhenmeter oder Schrittfrequenz (Kadenz) anzeigen.

Apple Watch Series 7 Laufen Running Display


Neben dieser Hauptseite stehen noch zwei weitere Seiten zur Verfügung. Wischt man nach links, kommt man zur aktuellen Medienwiedergabe, kann die Playlist steuern, Musik starten und stoppen, skippen oder auch die Lautstärke regeln.

Mit wisch nach rechts kann man das Training anhalten, beenden oder auch das Display sperren. Dann muss man zuerst die digitale Krone drehen, um das Display wieder freizuschalten. Diese Funktion ist zum Beispiel praktisch, wenn man beim Training eine Jacke oder ein langes Shirt trägt und der Ärmel aus Versehen am Display was verstellen könnte. Durch das Sperren ist das dann nicht mehr möglich.

Apple Watch Series 7 Training
Foto: Apple

Tippt man während des Trainings auf das Display, erfasst die Training-App das als neue Runde. Das ist praktisch, wenn man tatsächlich auf einer Bahn Runden oder draußen individuell Intervalle laufen möchte.

Die Auswertung des Trainings kann hinterher entweder in Kurzform direkt auf der Apple Watch* oder etwas übersichtlicher auf dem iPhone erfolgen. Hier sieht man neben den wichtigsten Werten wie vergangener Zeit, Distanz, Pace, Höhenmeter und Kalorienverbrauch auch den durchschnittlichen Puls inkl. Bereich vom min. bis max. Wert.

Apple Watch Series 7 Training Laufen Running Auswertung


Auf dem iPhone wiederum kann man deutlich besser noch die Rundenzeiten auswerten, den Verlauf seiner Herzfrequenz checken und noch einmal auf der Karte sehen, wo man langgelaufen ist. Meine Erfahrung zeigt, dass die GPS-Erfassung sehr genau ist. Schaut man sich zum Beispiel den Streckenverlauf auf der digitalen Karte an, sieht man so gut wie nie geschnittene Kurven oder sonst wie Aussetzer und die Distanzen decken sich auch mit den vergleichsweise von mir ermittelten Werten meines Garmin-Radcomputers. Am Ende kann man die getrackten Trainingseinheiten auch in Strava importieren, sofern man nicht eh gleich die Strava-App nutzt. 

Die Herzfrequenzerfassung hat sich meiner Erfahrung nach verbessert. Bei der Apple Watch Series 6 hatte ich mit der Zeit festgestellt, dass sie immer wieder Aussetzer beim Erfassen des Pulses hatte. Das war vor allem hinterher in der Auswertung sichtbar - auch wenn Apple diese Aussetzer bei der Auswertung durch Rundungen minimiert hat. Diese Aussetzer kann ich mit der Apple Watch Series 7 nicht mehr feststellen.

In Summe deckt dieser Funktionsumfang meiner Ansicht nach den Bedarf der meisten Läuferinnen und Läufer gut ab. Aber wenn die Apple Watch am Ende vielleicht auch ernsthaft eine Laufuhr ersetzen soll, muss sie noch etwas mehr bieten.

Mehr Laufspaß durch mehr Apps


Das geht zum Glück durch diverse Apps von Drittanbietern, die sich in vielen Fällen kostenfrei im AppStore finden. Strava, Running von Adidas, die Nike Run Club-App oder MapMyRun von Under Armour sind da nur eine kleine Auswahl. 

Mit MapMyRun lassen sich Laufschuhe von Under Armour per Bluetooth koppeln. Sofern gewünscht, bekommt man direkt beim Laufen ein Live-Feedback zum Laufstil und wie man diesen optimieren kann. Darüber hinaus kann man nach dem Training die erfassten Laufdaten wie Schrittfrequenz, Auftrittswinkel des Fußes etc. analysieren und bekommt direkt Tipps, wie man sich verbessern kann.

Mit der kostenpflichtigen App WorkOutDoors können z. B. GPX-Routen auf die Apple Watch geladen und beim Laufen angezeigt werden.

Die Nike Run Club-App bietet sich für meinen Geschmack besonders gut für Intervall-Trainings an.

Und seit einiger Zeit bietet Apple mit einem Abo seines kostenpflichtigen Dienstes Fitness+ geführte Läufe an. Hierbei wird man von professionellen Coaches quasi auf eine Reise durch fremde Städte mitgenommen und bekommt direkte Anleitungen und Inspiration zum Training. Beispielsweise gibt es Touren durch Miami Beach, New York City, Los Angeles oder auch London. Hier erfährt man einerseits, was diese Städte so besonders macht, bekommt beim Laufen kurzzeitig Fotos von jeweiligen Sehenswürdigkeiten auf dem Display angezeigt (diese kann man sich natürlich auch nach dem Laufen noch etwas ausgiebiger angucken). Andererseits wird man durchs Training begleitet, erfährt, wann bspw. ein Tempointervall beginnt oder worauf man für einen guten Laufstil achten sollte.

Vorteil: Die geführten Touren machen echt Lust aufs Laufen, selbst wenn man eigentlich nicht so motiviert ist.

Nachteil: Leider steht der Dienst, der 9,99 € pro Monat bzw. 79,99 € bei jährlicher Abbuchung kostet (Stand April 2022), bisher nur auf Englisch zur Verfügung. Wenn man nicht halbwegs gutes Schulenglisch spricht, hält sich der Mehrwert zumindest bei den geführten Läufen eher in Grenzen. 

Neben geführten Läufen gibt es auch geführte Spaziergänge mit Promis, die aus ihrem Leben berichten und virtuelle Trainingsvideos mit HIIT-Einheiten, Yoga, Krafttrainings und geführte Meditationen. Auch hier beschränkt sich das Angebot auf Englisch sprechende User.

Apple Watch Series 7 Fintess+ Running
Einblick in das Apple Fitness+ Angebot und in Fotos des geführten Laufs in London

Eine kostenfreie Alternative findet man in der Nike Run Club-App. Diese bietet ebenfalls geführten Läufe an. Diese unterscheiden sich jedoch inhaltlich von den geführten Läufen von Apple Fitness+. Während die Touren mit Fitness+ ähnlich einem Hörspiel sehr kurzweilige Reisen in fremde Städte sind, die gleichzeitig mit einer Trainingsanleitung kombiniert werden, liegt der Fokus der geführten Trainings in der App von Nike eher auf dem Training selbst. Hier wird man begleitet, wenn man nach längerer Laufpause wieder ins Training einsteigen will, wenn man Tipps braucht, um eine bestimmte Distanz oder Pace hinzukriegen oder um achtsam zu laufen. 

Support beim Sport - Multisport kann sie


Neben dem Laufen unterstützt die integrierte Training-App das Tracking dutzender anderer Sportarten wie Radfahren, HIIT-Training, Yoga, Core-Training, Freiwasserschwimmen, Beckenschwimmen, Wandern, Pilates, Tai-Chi, Badminton, uvm. Alleine der ab Werk integrierte Umfang ist also schon enorm, lässt sich durch massenweise Apps von Drittanbietern aber noch erweitern. 

Besonders schätze ich, dass man mit einem Spotify Premium Abo mittlerweile auch Songs auf der Apple Watch* speichern und damit offline hören kann. Ich nutze zwar die Cellular-Version der Apple Watch und könnte unterwegs streamen, allerdings Laufe ich viel in Brandenburg und da hat man nicht immer Netz. Insofern ist das ein großer Vorteil, wenn die Lieblingssongs auch offline zur Verfügung stehen. Zumal - wie weiter am Anfang bereits erwähnt - die Wiedergabe-Steuerung beim Training total easy ist.

Apple Watch Series 7 Laufen Running Berlin


Extras für Gesundheit und Sicherheit


Apple bewirbt seine Watch gern mit dem Fokus auf den Nutzern auf die Gesundheit seiner Nutzer. Deshalb hat die Watch bereits ab Werk eine Reihe an Features dafür mit an Bord. Unter anderem misst die Watch sowohl beim Sport als auch im Alltag die Herzfrequenz. Ist sie zu niedrig oder zu hoch, bekommt man einen Warnhinweis. Darüber hinaus kann man bei Bedarf den Herzrhythmus per Ein-Kanal-EKG checken und die ermittelten Daten auch als PDF-Datei an seinen Arzt schicken. Das ist ein spannendes Feature. 

Zudem ist auch mit der Apple Watch 7 wieder eine Blutsauerstoffmessung möglich. Theoretisch könnte der Blutsauerstoffgehalt sehr viele Infos über den aktuellen Gesundheitszustand sowie mögliche Erkrankungen liefern. Allerdings schreibt Apple auf seiner Website selbst, dass Messungen mit der Blutsauerstoff-App nicht für die medizinische Verwendung, einschließlich Selbstdiagnosen oder ärztlichen Beratungen, vorgesehen seien, sondern lediglich der Nutzung für Zwecke der allgemeinen Fitness und des allgemeinen Wohlbefindens dienen. Dementsprechend misst die Watch den Blutsauerstoffgehalt - mal mit mehr, mal mit weniger Schwankungen - und gibt als einzigen Hinweis, dass ca. 95 bis 100 % normal wären. Bedenke ich, dass die Werte bei mir oft zwischen 80 und 100 % schwanken und Werte unter 90% laut verschiedenen Websites als kritisch anzusehen sind, Frage ich mich aktuell noch, was mir dieser Wert bringen soll und fällt für mich in die Kategorie Spielerei ohne wirklichen Mehrwert für mich. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Apple diesbezüglich auch in Zukunft noch mehr geplant hat. 

Interessant finde ich den integrierten Schlaftracker. Hat man seinen individuellen Schlafplan definiert, erinnert einen die Uhr 45 Minuten vor dem Zubettgehen daran, dass man bald schlafen will. Es stellt iPhone und Watch auf den Fokusmodus "Schlaf", was Benachrichtigungen individuell reduziert oder ausstellt, sodass man abends nicht mehr so abgelenkt und nachts nicht gestört wird. Am nächsten Morgen wird man zur gewünschten Zeit geweckt und kann in der App „Schlaf“  auf der Apple Watch sehen, wie viele Stunden man in der vergangenen Nacht geschlafen hat. Zudem sieht man seine durchschnittliche Schlafdauer in den letzten 14 Tagen. Meiner Erfahrung wird der Schlaf hierbei recht genau getrackt. Allerdings ist die Übersicht auch recht oberflächlich. Wer eine detaillierte Aufschlüsselung seiner Schlafphasen etc. wünscht, braucht tiefergehende Apps, die im AppStore von Drittanbietern angeboten werden. Ich persönliche nutze die Premiumversion von Sleep Cycle und bin damit sehr zufrieden.

Apple Watch Sleep Tracking Schlaftracking
Einblick in das Schlaftracking mit der Apple Watch I Foto: Apple


Hilfreich vor dem Schlafengehen sowie tagsüber ist die App Achtsamkeit. Diese unterstützt einen dabei, sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um sich mithilfe von Atem- und Reflexionsübungen zu konzentrieren, seine innere Mitte zu finden und ganz bewusst zu atmen. Auch hier lassen sich Benachrichtigungen aktiveren, die einen in stressigen Momenten oder zu festgelegten Zeiten daran erinnern, sich einen Augenblick für Achtsamkeitsübungen zu nehmen.

Gesundheitstrends und Challenges mit der Watch


Zwei weitere Funktionen will ich hier nicht unerwähnt lassen: Die Trendanalysen in der Health-App und die Trainingsringe. All die Daten rund um die Herzfrequenz, den Schlaf, Aktivitätszeiten, Gehdistanzen etc., die die Watch sammelt, werden in der Health-App auf dem iPhone gebündelt und in Trendanalysen für über 20 Arten von Daten übersetzt. So kann man auf einen Blick sehen, wie sich der eigene Schlaf, der VO2max-Wert, etc. in den letzten Woche und Monaten entwickelt haben.

Zudem hilft einem die Watch durch die bekannten Ringe dabei aktiv zu bleiben. In der App Aktivität sieht man jederzeit welche Fortschritte man täglich bei seiner Bewegung macht. Die App Aktivität zeigt dabei drei Ringe.

 - Der rote Ring Bewegen zeigt an, wie viele Kalorien man aktiv verbrannt hat
 - Der grüne Ring Trainieren zeigt an, wie viele Minuten man trainiert hat
 - Der blaue Ring Stehen zeigt an, wie oft man am Tag mindestens eine Minute pro Stunde gestanden und sich bewegt hat

Ziel ist es alle drei Ringe am Tag zu schließen, indem man die individuell definierten Ziele erreicht. Braucht man bei einem Ring noch etwas, um diesen zu schließen, erinnert und ermutigt einen die Watch, dass man sich beispielsweise noch ein paar Minuten am Tag ins Zeug und bspw. spazieren gehen sollte. Gleichzeitig kann man sich in der App Aktivität mit Freunden connecten. Dadurch kann man sich gegenseitig anfeuern und loben oder aber auch gemeinsame Challenges starten.

Apple Watch Series 7 Running Laufen


Sicherheit beim Laufen ganz oben


Was ich an der Apple Watch* sehr schätze, ist das Gefühl der Sicherheit, das ich quasi beim Laufen mit mir herumtrage. Welche Sicherheit? 

Einerseits kann ich mit der Cellular-Version der Watch jederzeit telefonieren und spare mir so ein Handy beim Laufen mitzunehmen. Sollte ich mal Hilfe benötigen, kann ich einfach Familie oder Freunde (und natürlich auch den Rettungsdienst) anrufen. Und das in Kombination mit der integrierten Sturzerkennung gibt mir noch ein besseres Gefühl. Die Apple Watch erkennt nämlich, wenn du gestürzt bist. Das hat bei mir bisher immer gut geklappt, auch wenn die Stürze nur leicht waren. Löst die Sturzerkennung aus, ertönt ein Alarmsignale und die Uhr fängt an zu vibrieren. Innerhalb von 30 Sekunden kann man nun entscheiden, ob man fit ist oder Hilfe benötigt. Reagiert man nicht, wird automatisch ein Notruf getätigt und der Rettungsdienst benachrichtigt. Zudem können vorher definierte Notfallkontakte automatisiert benachrichtigt werden. Gerade wenn man mal etwas länger oder in den Bergen unterwegs ist, finde ich dieses Feature mega gut. Leider funktioniert das aufgrund gesetzlicher Regelungen in Deutschland und Japan nur mit aktivierter eSim. Im Ausland kann der Notruf mit der Cellular-Variante auch ohne aktivierte eSim benachrichtigt werden. 


Die Qual der Wahl


Was die Optik und Technik angeht, steht die Apple Watch Series 7 in einer ganzen Reihe von Varianten zur Verfügung. Zunächst einmal stehen zwei Gehäusevarianten mit 41 und 45 mm Größe zur Auswahl. Das ist abhängig vom eigenen Handgelenk und Geschmack. Hat man sich hier entschieden, gibt es drei Materialien für das Gehäuse zur Auswahl: Aluminium, Edelstahl oder Titan. Zudem kann man wählen, ob mit Mobilfunkverbindung (Cellular - extra Mobilfunktarif notwendig) oder ohne. Und dann stehen je nach Material auch nochmal diverse Farben zur Auswahl. Und hier ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Armbänder von Apple gibt es aus Silikon, Nylon, Leder, Edelstahl und mehr Materialien. Und bei Bedarf gibt es auch noch viel mehr Armbänder von Drittanbietern. Zusätzlich bietet Apple die Watch Series 7 mit besonderen Armbändern und Watch Faces (so nennen sich die Zifferblätter bei Apple) in Kollaboration mit Nike und Hermès an. Diese sorgen nochmal für einen optischen Hingucker, sind funktional aber nicht besser oder schlechter als die "regulären" Versionen der Apple Watch Series 7. Puh. Ehrlich gesagt wird es dadurch nicht leichter. Wie gesagt: Die Qual der Wahl.

Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten das digitale Zifferblatt individuell zu konfigurieren. Und wem die Apple Watch Series 7 zu teuer ist oder wer nicht den vollen Funktionsumfang braucht, der findet mit der Apple Watch SE oder Vorgängermodellen weitere günstiger Alternativen. Die sich durchaus auch zum Laufen eignen.

Die Preise für die Apple Watch Series 7 beginnen (Stand April 2022) je nach Material bei:
  • Aluminium: 429 €
  • Edelstahl: 729 €
  • Titan: 829 €
Foto: Apple


Mein Fazit zur neuen Apple Watch 7


Die Apple Watch Series 7* lohnt sich meiner Ansicht nach vor allem für Läuferinnen und Läufer, die gern einfach loslaufen und ihr Training tracken wollen, ohne sich viele Gedanken darüber machen zu müssen. Die Watch ist eine praktische Ergänzung, wenn man sonst immer mit seinem iPhone läuft und eine übersichtliche Auswertbarkeit seiner Trainings bevorzugt.

Wirklich vorteilhaft finde ich die Gesundheits- und Sicherheitsfeatures, die über das Laufen hinausgehen. Sie ist halt eine Smartwatch und das möchte ich nicht missen. Ich finde es sehr praktisch, dass ich nicht im Tagesverlauf die Uhr wechseln muss, sondern in der Freizeit, zur Arbeit und beim Sport dieselbe Uhr tragen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass sie komisch aussieht. Laufuhren finde ich halt nicht immer "schön". 

Zudem funktioniert der Upload der Aktivitäten immer reibungslos. Das Apple-Ökosystem ist einfach genial. Und dass ich meine alten Armbänder der Apple Watch Series 3 von 2018 noch vier Modellupdates später problemlos mit der neuesten Watch nutzen kann, finde ich auch mega praktisch. 

Im Vergleich zu reinen Laufuhren fehlt aber doch ein bisschen was. Vorab programmierbare Intervalltrainings, Ultradistanzen und ein individueller Datenexport sind nicht ohne weiteres möglich, weil spezielle Apps nötig sind, der Akku für solche Distanzen nicht ausreicht oder das der Funktionsumfang nicht hergibt.   

Nachteilhaft finde ich, dass man eine Apple Watch nur nutzen kann, wenn man auch ein iPhone hat. Ansonsten lässt sich die Uhr gar nicht erst einrichten. 

In Summe bin ich dennoch überzeugter Nutzer der Apple Watch und Laufe nicht ohne Grund seit 2018 fast ausschließlich mit ihr. Am Ende ist sie unheimlich praktisch, vielfach individualisierbar und langlebig. Dazu gehört nämlich auch, dass Apple regelmäßige Updates und Upgrades für das Betriebssystem der Uhr - das watchOS - zur Verfügung stell und dadurch auch für ältere Varianten der Uhr eine ganze Zeit lang immer wieder neue Sicherheits- und Funktionsupdates zur Verfügung gestellt werden. Langlebigkeit können die Produkte von Apple halt.


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Hier findest du meine Testberichte zu den AirPods und zum Vorgängermodell der Apple Watch Series 7:




Mit der Apple Watch Series 7 laufen - Apples Smartwatch im Test


Apple Watch Series 7 Laufen Running Guten Morgen Good Morning



Mall of Berlin Run - Indoor-Run mitten durchs Shoppingcenter




Am 07. November 2021 findet der erste Mall of Berlin RUN statt. Und der Name ist Programm. In einmaliger Atmosphäre geht's indoor mitten durchs Shoppingcenter, denn mit Startnummer vor der Brust verwandelt sich die Mall of Berlin zwischen 9 und 14 Uhr zur Laufstrecke. Mit Start und Ziel auf der Piazza geht es hoch und runter durch die Mall, durchs Parkhaus und auch über den Foodcourt+. Das wird auf jeden Fall spannend.

Dabei kannst du zwischen den Distanzen 4,5 km und 9 km wählen, bei denen 2 bzw. 4 Runden durch die Mall of Berlin gedreht werden, bevor im Zielbereich ein reichhaltiges Verpflegungsangebot wartet. Für Kinder gibt es den Mall of Berlin RUN Kids, der auf 1,2 km eine Runde durch die Mall führt.

Dazu bekommst du ein Funktionsshirt, im Ziel eine Medaille und kannst hinterher ab 13 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag durch die Mall of Berlin bummeln.


Der Plan für das Wochenende sieht wie folgt aus

Samstag, 6. November 2021

14:00 bis 20:00 Uhr Startunterlagenausgabe (SportScheck Filiale in der Mall of Berlin)


Sonntag, 7. November 2021

08:00 bis 12:30 Uhr Startunterlagenausgabe (Piazza)

9:45 Uhr Warm-Up in der Startgasse (Piazza) powered by AllStar Gym

10:00 Uhr Start Mall of Berlin RUN short á 2 Runden (Einzel und Team)

10:45 Uhr Warm-Up in der Startgasse (Piazza) powered by AllStar Gym

11:00 Uhr Start Mall of Berlin RUN long á 4 Runden (Einzel und Team)

12:30 Uhr Warm-Up in der Startgasse (Piazza) powered by AllStar Gym

12:45 Uhr Start Mall of Berlin RUN Kids

13:00 Uhr Beginn Verkaufsoffener Sonntag + Siegerehrungen

14:00 Uhr Veranstaltungsende


Weitere Infos findest du direkt auf mallofberlinrun.de. Hier kannst du dich auch für den Lauf anmelden.

Zudem darf ich 5 Freistarts für den Mall of Berlin RUN verlosen. Alle Infos dazu findest du im folgenden Instagram Post:


Ich hoffe wir sehen uns am 07. November in der Mall of Berlin.



Tschirgant Sky Run - Die nächste Trailpremiere in Imst

Ach ist das ein schönes Gefühl endlich wieder eine Starnummer zu tragen. Nachdem ich bereits im September letzten Jahres in Imst bei der Premiere des Starkenberger Homeruns am Start sein konnte (den Rennbericht findest du hier) , ließen aufgrund der Corona-Pandemie weitere „richtige“ Läufe eine ganzen Weile auf sich warten. Zumindest sofern man nicht virtuell rennen wollte.

Nach der langen coronabedingten Rennpause - immerhin fast neun Monate - war die Vorfreude auf das nächste Rennen riesig. Endlich wieder mit anderen Leute gemeinsam an einer Startlinie stehen und eine Medaille ergattern. Doch so klar, ob das Rennen wirklich stattfinden könnte, war es bis kurz vor unserer Abreise aus Berlin nicht.

Tschirgant Sky Run Medaille Medal Imst


Premiere des Tschirgant Sky Run


Die Jungs und Mädels vom Veranstalter TrailMotion Tirol, einem begeisterten Trailrunningverein aus Imst, kämpften bis zuletzt bei den Behörden, damit die Premiere des Tschirgant Sky Runs am 12. Juni 2021 steigen durfte. Mit Erfolg. Zum Glück ließ die Pandemiesituation in Tirol das Rennen dann unter Hygieneauflagen doch zu. 

Namensgebend für das Rennen ist der 2.370 Meter hohe Berg Tschirgant, über dessen Gipfel gelaufen werden sollte und an dessen westlichen Fuß Imst liegt, wo im Stadion Imst das Race starten und enden sollte. Vier Distanzen standen bei der Premiere des Tschirgant Sky Run zur Auswahl, sodass für jeden etwas dabei war. Gelaufen werden konnte über 16 km, 26 km, 42 km oder 52 km, wobei die Rennen mit 800 HM bis 3.500 HM einiges an Aufstieg und noch viele bessere Ausblicke zu bieten hatten. Dabei waren die 16 km- und 42 km-Strecke jeweils mit etwas einfacheren Untergründen versehen, während die 26 km- und 52 km-Strecke deutlich anspruchsvollere Laufuntergründe zu bieten hatten.


Schnell noch etwas Bergluft schnuppern


Als Berliner fallen die Höhenmeter im Training für gewöhnlich recht gering aus. Deshalb konnten wir es nicht sein lassen und sind gleich am Donnerstagnachmittag kurz nach der Anreise die ersten Kilometer über die Trails geheizt. War das ein gutes Gefühl. Aber natürlich darf man es nicht übertreiben. Deshalb haben wir es am Freitag etwas gemütlicher Angehen lassen, um am Samstag zum Rennen fit zu sein. 

Die Startunterlagenausgabe am Freitag im Stadion Imst war gut organisiert, sodass wir alles notwenige innerhalb von wenigen Minuten hatten. Neben einigen Gutscheinen und Snacks war der Startbeutel mit einem Raceshirt und passenden Socken vom Tschirgant Sky Race gut gefüllt. Damit wir uns am Samstag im Start- und Zielbereich aufhalten durften, musste zudem eines der drei Gs nachgewiesen werden - genesen, geimpft oder getestet. Wer das erste oder zweite nicht vorweisen konnte, konnte sich problem- und kostenlos an einer von vielen Teststationen in Imst testen lassen. Bis zum Start war also alles super organisiert.


Endlich wieder Raceday


Es ist soweit - Tag X. Da der Start für die 26 Kilometer-Distanz um 7:30 Uhr geplant war, klingelte mein Wecker bereits um 5:00 Uhr. Nach einem gemütlichen Frühstück wurde noch schnell der Laufrucksack bestückt, bevor es in Richtung Startbereich ging. Damit dort genug Abstand gehalten werden konnte, wurden wir nach und nach in Startwellen zu je 10 Personen auf die Strecke geschickt.

Tschirgant Sky Run Trailrun Imst


Die ersten Kilometer verliefen recht flach, bevor es dann nach etwa 6 Kilometern aufwärts ging und nach und nach immer steiler wurde, schließlich wollten rund 1.900 Höhenmeter bewältigt werden. Aufgrund von Schneefeldern waren leider kurzfristig kleine Streckenänderungen notwendig (es wurde auf die Sicherheitsroute zurückgegriffen), was dazu führte, dass nach ca. 13 Kilometern nicht der Grat mit dem Gipfelkreuz erklommen wurde, sondern die Strecke einige Höhenmeter tiefer über den Sattel des Tschirgant führte. Natürlich schade, aber am Ende tat das der Schönheit der Strecke keinen Abbruch. Denn von oben hatte man einen wunderschönen Ausblick ins Gurgltal und ins gegenüberliegende Inntal, wirklich traumhaft!

Tschirgant Sky Run Peak Gipfel


Doch ein Spaziergang war der Aufstieg nicht, maximal beim Tempo bergauf. Vorbereitung auf solch ein Rennen ist in Berlin kaum möglich, weshalb ich bereits zur Hälfte ganz schön erschöpft war. Doch oben angekommen wurde es nicht unbedingt leichter. Insbesondere die ersten ein, zwei Kilometer bergab waren sehr steil und extrem technisch, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war, wenn der Veranstalter folgendes auf seiner Website zur Strecke schreibt: „Ebenso der Technische Downhill lässt Trailrunning Herzen höherschlagen, ehe es wieder auf sanften Wiesen von Karres Richtung Karrösten geht.“

Teilweise mit Drahtseilen versehen war der erste Downhillpart sehr alpin, teilweise ohne festen, felsigen Boden und für meine (doch eher amateurhaften) Skills an der grenze des für mich machbaren. Ein Erlebnis war es allemal. Beim nächsten Mal sollte ich ggf. der Vernunft zuliebe doch eher die 16 km- oder 42 km-Distanz wählen, da diese vergleichsweise deutlich weniger technisch und dadurch auch für weniger erfahrene Trailläufer wie mich besser geeignet sein sollen. Doch in etwas langsamerem Tempo ging es auch für mich sicher bergab und einige Zeit später wurden die Wege immer breiter und besser, sodass ich es richtig rollen lassen und Gas geben konnte. AUA! :D Die Oberschenkel hatten in den nächsten Tage deutlich gezeigt, was sie davon hielten. Doch die atemberaubende Strecke war es allemal wert. Da ich gut versorgt war - ich halte unterwegs ungern an - konnte ich die ersten drei Verpflegungsstationen getrost auslassen, bevor ich an der vierten Station doch einmal Halt machte. Hier gab es Wasser und Iso zur Auswahl - feste Nahrung konnte aufgrund von Corona leider nicht geboten werden.

Doch nach der kleinen Stärkung mit leckerem Isodrink konnte ich auch die letzten Kilometer auf asphaltierter Strecke durch Imst bis zum Stadion laufen und mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden. Zwischen 3:30 h und 4:00 h war mein Wunsch, am Ende standen im Ziel  3:45:50 h auf der Uhr. Erschöpft, aber glücklich konnten ich die Premiere des Tschirgant Sky Run bei herrlichem Wetter sehr genießen. Circa. 400 Läuferinnen und Läufer waren über die vier Distanzen verteilt mit dabei und die gute Organisation hat den Lauf wirklich zu einem Genuss gemacht. Dafür hat sich der Weg aus Berlin gelohnt, um mit Susi, Daniel und Sven endlich mal wieder gemeinsam an den Start zu gehen.

Tschirgant Sky Run Sports Insider Magazin Happy Moving Outdoors


Imst hat für Trailläufer einiges zu bieten


Sind wir ehrlich, ich habe noch eine Rechnung mit dem Tschirgant Sky Run offen. Denn aufgrund des Schnees konnten wir nicht ganz bis auf den Gipfel in 2.370 Metern Höhe. Das will ich nächstes Jahr ändern. Hast du auch Lust? Dann sei doch am 11. Juni 2022 mit am Start, wenn die zweite Auflage des Tschirgant Sky Runs auf dem Plan steht.

Darüber hinaus hat die Outdoorregion Imst als Trailparadies noch einiges mehr zu bieten. Neben dem Tschirgant Sky Run finden hier auch der Gletschermarathon, die Salomon 4 Trails und das Trail Triple mit dem Starkenberger Homerun statt. Vor allem aber gibt es den besten Kaiserschmarrn einfach nur in den Bergen - auch wenn mein selbstgemachter Schmarrn ebenfalls ganz passabel ist. 

Als Ausgleich zum Laufen bietet die AREA 47 in der Nähe eine Reihe von Actionhighlights wie Raftingtouren und auch eine Wake Area. Zudem kann man mit dem kostenlosen Imster Urlaubspass eine Reihe von Highlights kostenlos oder stark vergünstigt nutzen. Unter anderem gibt es kostenlosen Eintritt in die Water Area der AREA 47, einmal kann man pro Person pro Tag kostenlos mit der Imster Bergbahn fahren und noch viel mehr. Damit kann man gleich morgens mit der Bergbahn hoch in die Berge und die Wandertouren gleich mit mega Ausblicken genießen.

Ich komme auf jeden Fall wieder. Übrigens haben wir diesmal im frisch renovierten Stadthotel Eggerbräu gewohnt. Das war super mit seinem netten Personal und gerade einmal 10 Gehminuten vom Start- und Zielbereich entfernt. Zentraler geht’s kaum. 


Tschirgant Sky Run Medal Medaille


Anzeige I Bei der Reise handelt es sich um eine vom Tourismusverband Imst unterstützte Pressereise


Under Armour FLOW Velociti Wind im Test

 Anzeige: Der UA FLOW Velociti Wind wurde mir netterweise von Under Armour zur Verfügung gestellt.


In den letzten Wochen war ich rund 80 Kilometer mit dem neuen Fliegengewicht FLOW Velociti Wind von Under Armour unterwegs. Diese 241 Gramm (US 9) leichte Rennmaschine ist besonders für schnelle Trainingseinheiten und Rennen gemacht. Und natürlich lässt sich auch der neue FLOW mittels Live-Feedback zum Laufstil von Under Armour MapMyRun zu einem super Coach fürs Training machen 

Meine Erfahrungen mit dem Schuh findest du im hier verlinkten YouTube-Video.




Details zum FLOW Velociti Wind


Für Damen und Herren erhältlich.
- Sprengung: 8 mm
- Gewicht: 241 g
- Preis: ca. 160 €


Hast du Bock dir den neuen Under Armour HOVR Sonic zu kaufen? Dann findest du ihn unter anderem hier bei amazon*.

 


Hier findest du noch ein paar Impressionen zum neuen Under Armour FLOW Velociti Wind im Test:

Under Armour FLOW Velociti Wind Test Review

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