Meine Pläne für 2017


Das Jahr 2017 steht vor der Tür und damit auch ein neues Laufjahr mit vielen tollen Events. Meine nächsten Highlights für das kommende Jahr verrate ich euch hier.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, bin ich die letzten Tage und Wochen etwas ruhiger Unterwegs. Sowohl Lauftechnisch als auch online. Für mich ist derzeit Off-season angesagt und damit Erholung von den letzten anstrengenden Monaten, bevor ich mich auf neue Bestleistungen vorbereite.

Start in die Saison


Den Auftakt in das Laufjahr 2017 soll für mich eine der schönsten Städte machen. Deshalb geht es Mitte Februar nach Barcelona. Dort findet nämlich am 12.02. der Barcelona-Halbmarathon statt, bei dem es dann mit ca. 14.000 anderen Läufern durch die schöne Hauptstadt Kataloniens geht.

Frühjahr in Berlin


Beinahe schon wie gewohnt steht dann als nächstes der 37. Berliner Halbmarathon am 02. April an. Sonst immer mein erster Halbmarathon in der Laufsaison, wird es diesmal fast eine Generalprobe. Generalprobe? Ja, denn denn Ende April folgt noch etwas viel cooleres.

42.195m durch die Perle an der Elbe


Jaja, so wie das immer ist.. Eigentlich wollte ich nur einen Marathon laufen. Und jetzt? Steht Hamburg auf dem Plan und damit mache ich das halbe Dutzend voll. Nachdem ich bereits diesen März in Hamburg war (und verletzungsbedingt nicht laufen konnte), freue ich mich dann endlich nächstes Jahr in Hamburg laufen gehen zu können und mit vielen anderen tollen Läufern die 42km zu rocken.
Hamburger Hafen

Sanssouci lässt grüßen


Als nächstes Highlight geht es nach Potsdam. Keine weite Anreise und doch immer wieder etwas besonderes. Im Juni laufe ich auf den Spuren des UNESCO-Welterbes den Potsdamer Schlösserlauf durch Potsdam. Der führt mich durch den Park Sanssouci, am Cecilienhof vorbei und noch an vielen anderen wunderschönen Orten vorbei.
Ja, ich weiß.. Das hier ist nicht Sanssouci und auch nicht im Park. Aber die räumliche Nähe ist da. Ich hab leider kein Foto von Sanssouci auf der Festplatte gefunden ;-)

Und Stuttgart auch?


Letztes Jahr (wie so einige Läufe) ebenfalls verletzungsbedingt ausgefallen ist für mich der Stuttgart-Lauf Ende Juni. Hoffentlich klappt es dieses Jahr mal mit dem Marathon.

Berliner Generalprobe


Mittlerweile fast schon traditionell für mich sind der Sportscheck Stadtlauf und Mercedes-Benz Halbmarathon Ende August. Diese beiden Läufe sind eine gute Möglichkeit den aktuellen Trainingsstand zu testen und nochmal ein paar Punkte auszuloten, um der Marathonvorbereitung den letzten Schliff zu geben, bevor dann der Höhepunkt des Jahres kommt.

Berlin x 5


Oh ja, 2017 möchte ich zum fünften Mal in Folge den Berlin-Marathon finishen. Irgendwie melde ich mich doch jedes Jahr wieder an. Vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Jubilee-Club :D Aber wenn der Berlin-Marathon geschafft ist, dann mache ich drei Kreuze.
Berlin-Marahton Nike Run Club
Foto: Nike

Wie sieht eure Saison aus? Sieht man sich bei dem einen oder anderen Lauf? Schreibt mir doch einfach eine Nachricht oder kommentiert hier drunter.

Auf eine Verletzungsfreie Saison mit viele schönen Laufkilometern ;-)
Crete Running Mediterranean Sea
Auf Kreta diesen Sommer

Hier findet ihr in Kürze meine Laufhighlights 2016.

TomTom Touch im Test


Schritte, Kalorien, Schlafenszeit, Körperfettanteil und Muskelmasse. Seit über einem Monat tracke ich nun täglich diese Daten mit meinem neuen TomTom Touch und kann jede Bewegung meines Körpers auf Schritt und Tritt verfolgen.
Doch welche Vorteile bringen mir Fitness-Tracker und was zeichnet den Fitness-Tracker TomTom Touch aus?
TomTom Touch


Wofür braucht man bitte einen Fitness-Tracker? Ehrlich gesagt hab ich mich das lange nicht gefragt. Einfach, weil ich so schon aktiv bin und meine Laufeinheiten und Radtouren eh schon mit Pulsuhr und tollem Radcomputer begleite. Und dann noch täglich im wahrsten Sinne extra jeden Schritt aufzeichnen, wozu das denn bitte?
Irgendwann im Sommer kam mir dann aber doch mal die Frage, ob das nicht ganz cool wäre. Auf die Frage, wozu ich das denn nun brauchen würde, hat mir eine Freundin die lustigste Antwort geliefert, die zum Schluss aber doch einen ernsten Kern hat. "Das brauchst du eigentlich nicht, das ist nur was für dicke Menschen wie mich," sagte sie, "weil ich dadurch den Überblick behalten und mich motivieren kann, aktiv zu sein."
Und dieser Gedanke  hat mich mittlerweile auch gepackt, die Motivation täglich aktiv zu sein. Aber dazu später mehr.

TomTom Touch im Überblick


Seit einigen Wochen ist der neue Touch von TomTom auf dem Markt. Wie der Großteil der aktuellen Tracker zeichnet auch er die Schritte auf, berechnet den Kalorienbedarf, zeigt dir deine Gesamtzeit an Aktivitäten und Schlaf über den Tag hinweg sowie eingehende SMS und Anrufe an. Als besonderes Feature und auch Alleinstellungsmerkmal kannst du dir sogar damit deine Körperzusammensetzung berechnen lassen, will heißen wie hoch der prozentuale Anteil an Körperfett und Muskelmasse ist.
Aber nehmen wir diese Funktionen mal einzeln unter die Lupe.

Die Herzfrequenz


TomTom TouchDie Herzfrequenz wird über einen optischen Sensor direkt am Handgelenk gemessen und wie ich festgestellt habe, sind die Messwerte ziemlich genau. Ich hab sie zum Beispiel mit den Ergebnissen meiner TomTom Runner inkl. Brustgurt und Garmin Edge 520 inkl. Brustgurt bei meinen Aktivitäten verglichen und die Ergebnisse waren jeweils annähernd identisch. Das funktioniert also super.

Die Schrittanzahl


Die Schrittanzahl ist wie ich finde ebenfalls verblüffend genau. Zumindest solange ich nur laufe und nichts anderes mache. Leider können die angezeigten Werte durch Radfahren, Tanzen etc. verfälscht werden. Aber hey, da ist man ja auch aktiv.

Die Kalorien


Der tägliche Kalorienbedarfe ist meiner Ansicht nach immer nur ein grober Richtwert. Zumindest kenne ich bisher kein Wearable, das wirklich 1:1 den Tagesbedarf aufzeigen kann. Aber da lasse ich mich auch gerne eines besseren belehren.

Die Schlaf- und Aktivitätszeiten


Sehr schön finde ich, dass die Schlafenszeiten ziemlich genau sind. Ich hab es über eine Tage überprüft und abzüglich einer kleinen Toleranz kommen die Werte zwischen Einschlafen und Aufwachen recht gut hin. Das erkennt er also ordentlich und lässt sich so auch gut in der App verfolgen.

Die SMS- und Anrufanzeige


TomTom TouchDie Überschrift ist hier Programm und funktioniert auch, sofern der TomTom Touch per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist. Von mir aus dürften gerne auch noch die Namen der Leute im Display angezeigt werden, die mich zum Beispiel gerade beim Radfahren stören ;-)


Die Körperzusammensetzung


Da war ich echt gespannt. Denn das ist etwas, was den Touch von anderen Fitness-Trackern unterscheidet. Nach einer Tragezeit von 15 Minuten steht die Funktion zur Verfügung, sich den Körper auf Herz und Nieren bzw. Fett und Muskeln zu durchleuchten. Super ist, dass das extrem leicht funktioniert. Einfach die Funktion auf dem Touchscreen auswählen, mit dem Zeigefingern den Knopf unter dem Touch-Display berühren und die Analyse startet. Leider sind die Werte aber meiner Ansicht nach ziemlich ungenau. Denn bei aller Liebe, die auf der Wage im Fitnesstudio ermittelten 8% Körperfettanteil sind zwar sicher nicht korrekt, aber auch nicht die 19,5% Körperfettanteil, die der Touch für mich ermittelt hat. Ich denke die auf die gute alte Art und Weise mit der Zange ermittelten 14,5% kommen noch am ehesten hin. Für den Muskelanteil von 46,5% hab ich leider keinen Vergleich. Das wird wahrscheinlich aber demnach auch nicht ganz der Realität entsprechen. Summa summarum also eine schöne Idee, leider aber nicht gut umgesetzt. Schade, aber so kann man sich das auch sparen.

Das Touchdisplay

.. hat mich ehrlich gesagt positiv überrascht. Denn auch bei leichter Feuchtigkeit konnte ich es ohne Probleme benutzen. Das geht bei den meisten Smartphones und Tablets mit feuchten Fingern nicht.

Der Sportmodus


Dieser Modus zeichnet auf Knopfdruck die genaue Belastung zur anschließenden Analyse in der App auf. Somit ist auch im Nachhinein die ganze Belastung inkl. Zeitangaben nachzuvollziehen.

Ziele


Damit du deine sportlichen Ziele im Überblick behalten kannst, kannst du einfach im Display die tägliche bzw. wöchentliche Anzahl an gewünschten Schritte eingehen. Somit hast du mit einem Blick auf den Desktop den Überblick, wie viele Schritte du schon getan hast und noch zum Ziel fehlen.
Ich hab mir zum Beispiel die von vielen Gesundheitsorganisationen genannten 10.000 Schritte als tägliches Minimum für einen gesunden Lebensstil als Ziel gesetzt. Manche Tage komme ich nur auf 6.000 oder 7.000 (was mich dann ziemlich ärgert), aber andererseits gibt es auch wieder Tage, an denen 20.000 bis 30.000 Schritte dank Lauftraining easy erreicht sind. Zum Schluß zählt für mich die Wochenleistung und noch mehr der Spaß an der Freude.

Die App


TomTom Touch TestFunktioniert an sich super. Aber nur, solange man nicht mehr als ein Gerät von TomTom damit synchronisieren möchte. Da ich aber auch meine Läufe mit der TomTom Runner und meinem Smartphone synchronisieren möchte, hab ich ein kleines Problem. Denn die App erkennt immer nur ein Gerät und sobald ich das andere benutzen möchte, muss ich das erstere wieder entfernen und das neue Gerät neu koppeln. Zeitraubend und nervig. Damit fällt die App auf dem Smartphone für mich durch. Denn meine Läufe nach einem Lauf zu synchronisieren ist mir wichtiger, als ständig den Tracker gekoppelt zu haben. Ohne Koppelung läuft aber auch die SMS- und Anrufanzeige nicht mehr. Doof!
Also muss ich den Touch zum Synchronisieren immer mit dem Computer verbinden. Ein weiteres Manko ist, dass sich Smartphone und Tracker nur über Bluetooth koppeln lassen, sofern der Tracker an einer Stromquelle ist. Ich hoffe, dass die beiden genannten Punkte gaaaaanz schnell durch ein Softwareupdate behoben werden.
TomTom Mysports

Design und Verarbeitung


Das Design gefällt mir richtig gut. Besonders cool ist, dass man den Tracker selber ganz einfach aus dem Armband herausdrücken und dann in ein anderes setzen kann. Somit kann man ganz easy das Armband tauschen. Ich trage zum Beispiel gern das rote Armband in meiner Freizeit und beim Sport und das schwarze Band zum Anzug auf Arbeit.
Der Verschluss ist etwas friemelig. Bisher ist er nur beim Fußball ungewollt aufgegangen, weil der Gegner an meinem Arm gezogen hat. Ansonsten hält der Verschluss aber sehr gut.
Die Verarbeitung macht für mich grundsätzlich auch einen sehr vernünftigen Eindruck. Halt so, wie man es von einem Produkt aus dem Hause TomTom gewohnt ist und auch erwartet.
TomTom sagt selber, dass der Tracker nicht Wasserdicht ist. Demnach sollte man damit nicht schwimmen, tauchen oder sonst wie lange in Kontakt mit Wasser sein. Spritzwasser, leichten Regen und Schweiß hält es aber aus. Ich war damit die ersten drei Wochen täglich duschen und geschadet hat es bisher offensichtlich nicht. Nun mache ich es aber immer ab. Sicher ist sicher ;-)
TomTom Touch
TomTom Touch

Mein Fazit


Mittlerweile bin ich ganz verzaubert von dem TomTom Touch. Denn entgegen der Meinung meiner Freundin ist das nicht nur etwas für vielleicht etwas korpulentere Menschen wie sie. Ich finde es auch immer spannend zu schauen, wie viele Schritte ich schon gegangen bin und wie viele ich wohl Tag für Tag erreiche. Das gibt dem gesunden Aspekt etwas spielerisches. Denn zum Beispiel haben wir auf Arbeit derzeit auch eine Challenge, bei der wir gegenseitig unsere tägliche Schritte sammeln, um gemeinsam unser Ziel (die Welt zu Umrunden) in einer gewissen Zeit zu schaffen.
Qualitativ bin ich sehr begeistert von dem Tracker und genauso auch von dem sportlichen und dennoch schicken Design. Ich hoffe, dass sich ein Großteil der hier Aufgelisteten Kritikpunkte durch Softwareupdates (die wie ich finde doch recht häufig vorkommen) behoben werden und so das Band noch stärker seine Stärken ausspielt. Für mich ist sicher, dass so ein Tracker eine ziemlich interessante Spielerei ist und ich meinen TomTom Touch nicht mehr missen möchte.
TomTom Touch



- Anzeige: Dieser Tracker wurde mir freundlicherweise von TomTom zur Verfügung gestellt -

11 Gründe warum Laufen dich glücklicher macht


Es ist kalt draußen, der Wind peitscht die Regentropfen gegen die Fensterscheiben, aber die Heizung macht es wohlig warm am Schreibtisch. Der Duft von Tee und Keksen liegt in der Wohnung und der innere Schweinehund lockt aufs Sofa. Wer hat da noch Lust laufen zu gehen?

Ehrlich gesagt fällt es mir bei solchen Gedanken auch schwer aufzustehen und mich zu bewegen. Aber es gibt gute Gründe auch im Herbst und Winter laufen zu gehen.

12 Gründe warum Laufen dich glücklicher macht


1. Du lebst gesünder
Die Bewegung bringt deinen Kreislauf in Schwung, das Immunsystem wird angeregt und ganz nebenbei trainierst du auch noch dein Herz. Was willst du mehr?

2. Du hast mehr Energie
Natürlich ist man nach einem Lauf erstmal k.o. Aber Laufen macht dich fit. Das Ausdauertraining aktiviert deinen Körper und jedes Training macht dich für kommende Belastungen stärker.

3. Du erlebst Glücksgefühle
Das Runnershigh lässt grüßen. Außerdem wirst du dich verbessern und immer wieder neue Bestleistungen erleben, das motiviert. Mal abgesehen von dem guten Gefühl sich selber etwas gutes zu tun.

4. Du kannst die herrliche Natur genießen
Egal ob Herbstlaub oder Winterwunderlandschaft, die Natur belohnt dich mit einem grandiosen Anblick. Da kann kein Fernseher der Welt mithalten.

5. Du erlebst quality time 
Ob nur für dich alleine oder mit Freunden in eurer Laufgruppe unterwegs du nimmst dir Zeit für dich. Du lernst neue Leute kennen und triffst alte bekannte. So lassen sich soziale Kontakte, Entspannung und sportliche Ziele verknüpfen.

6. Du kannst mehr essen ;-)
Netter Nebeneffekt, denn mehr Sport = höherer Kalorienbedarf = mehr essen. Im Prinzip ganz einfach und doch genial.

7. Du kannst deine Gedanken schweifen lassen
Das Runnershigh lässt erneut grüßen. Lass dein Handy einfach mal zuhause. Nimm dir Zeit für dich, du musst nicht immer erreichbar sein. Einfach abschalten und eins mit deiner Umwelt werden. Lass dich darauf ein und du wirst merken, wie schnell du deine Gedanken frei bekommst. Dafür kannst du hinterher umso konzentrierter ans Werk gehen.

8. Du wirst besser schlafen
Körperliche Aktivität lässt uns besser schlafen. Gibst du alles im Training, brauchst du auch Zeit zum Erholen. Dein Körper holt sich die Pausen, die er braucht.

9. Du lernst deinen Körper besser kennen
Wo sind deine Grenzen? Bis wohin kannst du gehen? Und welche Hürden kannst du überwinden? Du wirst ein viel besseres Körpergefühl bekommen und auch merken, dass viele Grenzen nur im Kopf bestehen. Du wirst Hürden überwinden und dich selbst besiegen. Beim Sport ist durchaus oft genug der Kopf dein größter Gegner. Wenn du mit negativen Gedanken beim spielst, lernst du sie zu überwinden. Die Ausdauer und mentale Stärker kannst du auf fast alle Lebenslagen anwenden.

10. Du wirst zum Champion
Wer weiß, welches Talent in dir schlummert? Auf jeden Fall bist du besser als noch ein paar Tage, Wochen, Monate oder Jahre zuvor. Du wirst Bestleistungen erreichen.

11. Du verdienst dir deine Anerkennung selbst
Du hast ein Ziel vor Augen? Egal ob du endlich 30 Minuten am Stück laufen können möchtest oder einen Marathon als Ziel hast, du kommst deinem Ziel Stück für Stück näher. Du verdienst dir deine Leistung, du bist eine Granate. Und du wirst merken, wie du von Woche zu Woche besser wirst.

Natürlich ist diese Auflistung nicht abschließend und erst recht nicht endlich. Es gibt noch sooooo viele gute Gründe laufen zu gehen. Also nichts wie raus! Und du wirst einfach merken, wie gut es tut, aktiv zu sein.

Was motiviert dich? Verrate es mir doch in den Kommentaren :)

Warm-up vor dem Laufen - sinnvoll?


Laufschuhe an und direkt los? Oder doch lieber erst dem Körper etwas Zeit geben, um auf Betriebstemperatur zu kommen? Nachdem ich vor kurzem hier schon darauf eingegangen bin, warum Dehnübungen nach dem Sport sinnvoll sind, geht es in diesem Artikel nun darum, ob und warum ein kleines Warm-up vor dem eigentlichen Workout sinnvoll ist.

Grundsätzlich kann man sagen: Wer alles geben will - egal ob im Training oder Wettkampf - der kommt um ein Warm-up nicht herum. Aber wie so oft lässt sich auch beim Thema Warm-up nur schwer ein Richtig und Falsch ausmachen. Warum? Wir sind Hobbysportler und machen unseren Sport aus Freude daran. Unsere Motivation besteht womöglich in den gesundheitlichen Vorteilen, weil es unserem Kopf gut tut, vielleicht weil wir Zeit mit Freunden verbringen wollen oder warum auch immer. Denn Sport ist nicht nur schwarz-weiß. Sport sollte im Hobbybereich vor allem Freude machen.
Grundsätzlich kann man aber sagen: Wer ballern will, der muss sich warm machen. Wer aber gemütlich startet, der wird durchs Laufen automatisch warm und der muss nicht zwingend vorher noch die Übungen machen. Zeit ist ja mit eines der knappsten Güter, die wir haben und wem es an jeder Minute fehlt, der hat mehr davon ohne Warm-up zu laufen, als zum Beispiel überhaupt nicht.

Warum sollte man sich überhaupt erwärmen?


Das Warm-up sorgt dafür, dass sich deine Muskeln, Bänder, Gelenke, etc. in Stimmung bringen können. Du sorgst dafür, dass dein Körper auf Betriebstemperatur kommt, bevor du richtig Gas gibst. Doch warum muss der Körper warm sein? Durch das Warm-up kannst du dich schon einmal an die Bewegung gewöhnen. Die leichte Vorbelastung bringt deinen Körper in Schwung, dein Herz-Kreislauf-System wird angeregt und die Durchblutung gefördert. wodurch der Sauerstoff besser zu den Muskeln transportiert wird. Generell kommt dein Stoffwechsel in Fahrt, wodurch dein Körper besser mit Nährstoffen versorgt wird und auch die Entsorgung besser klappt, also die Stoffwechselprodukte besser abtransportiert werden können (Z.B. Schutz vor Übersäuerung).
Das ist aber noch nicht alles. Deine Gelenke werden besser geschützt, da dein Körper durch die Bewegung Gelenkflüssigkeit produziert. Deine Gelenke werden quasi geölt und so hast du eine bessere Schmierung. Andererseits dämpft das auch besser bei Stößen auf ein Gelenk. Genauso werden Sehnen und Bänder durch die erhöhte Körpertemperatur elastischer. Deine Atmung wird auf die hohe Belastung vorbereitet, das schützt vor Seitenstechen.  Und zudem kommt noch, dass u.a. eine norwegische Studie von 2005 bei über 1.800 Handballspielern gezeigt hat, dass durch ein
vernünftiges Aufwärmprogramm die Verletzungsgefahr deutlich reduziert werden kann und das ist natürlich mit einer der größten Vorteile. Denn im Rahmen der Studie traten die Vorteile besonders in Bezug auf Knie- und Sprunggelenksverletzungen hervor und beide Körperteile sind am Laufen ja nicht ganz unwesentlich beteiligt.
Autumn RunningAls letzter Punkt darf aber auch nicht vergessen werden, dass das Warm-up auch den Kopf fit macht. Du bereitest dich mental vor, fokussierst dich auf die Leistung und wirst schon einmal im Kopf unbesiegbar. Besser kann es doch gar nicht beginnen. ;-)
Und diese Aufzählung könnte noch erweitert werden. Es gibt also diverse gute Gründe sich nicht vor dem Warm-up zu drücken.

Wie sollte das Warm-up ablaufen?


Zuerst einmal sollte das Warm-up ruhig beginnen. Hektische Bewegungen können zu Verletzungen führen. Außerdem willst du dich ja nicht schon vor dem eigentlichen Workout völlig auspowern, sondern lediglich darauf vorbereiten. Natürlich sollte das Warm-up auf den individuellen Leistungsstand abgestimmt sein, nimm also für dich Zeit.

Egal welche Sportart du betreibst, zu Beginn sollten die Übungen die großen Muskelgruppen ansprechen und den Körper auf Betriebstemperatur bringen, bevor du dich auf die für deine Sportart besonders benötigten Körperregionen fokussierst.
Will heißen, dass sowohl Fuß- als auch Basketballer durchaus mit einer kleinen Laufrunde das Warm-up starten, sich dann aber auf Übungen für Beine/Füße bzw. Arme/Hände konzentrieren.

Da sich mein Blog aber besonders mit dem Laufen beschäftig, fokussieren sich die Beispiele nun auf das Laufen:
Du könntest locker Einlaufen und die Arme je nach Belastung unterschiedlich intensiv mit bewegen. Dazu bietet sich auch ein ganz entspannter Hopserlauf, leichtes Anfersen und ein Kniehebelauf an. Du könntest deine Arme beim Laufen, genauso aber auch im Stand die Hüfte, Knie- und Sprunggelenk kreisen lassen und deinen Körper so mobilisieren. Auf keinen Fall solltest du beim Warm-up deinen Oberkörper vernachlässigen, da dieser für einen sauberen und damit effizienten Laufstil von enormer Bedeutung ist (man will ja beim Laufen nicht wie ein nasser Sack durchhängen).
Außerdem bieten sich vor dem Laufen nur bedingt Dehnübungen an. Dehnübungen bergen bei kalten Muskeln ein erhöhtes Verletzungsrisiko und die Dehnung zieht die Muskelfasern auseinander, wodurch die Muskelspannung verloren geht.

Damit kann nichts schief gehen:
- 10 bis 15 Minuten Warm-up reichen aus
- eine zu schnelle Belastung vermeiden
- den Körper nicht zu stark belasten
- schnell zum eigentlichen Training übergehen

Hier findest übrigens nochmal meinen Artikel zum Dehnen nach dem Sport.

Forrest Running Run Autumn


Quellen:


Focus-Online Artikel "Sportverletzungen - Aufwärmen bringt’s" vom 02.06.2005
Studie von Odd-Egil Olsen: Exercises to prevent lower limb injuries in youth sports: cluster randomised controlled trial
"Aufwärmen" von netdoktor.de
"Richtig aufwärmen vor dem Sport" von fitforfun.de

Nike Air Zoom Structure 20 im Test


Wer kennt das nicht? Man steht im Laden vor den Regalen, probiert diverse neue Laufschuhe an, läuft drei Meter in den Schuhen und wippt vielleicht noch mehrmals, um die Dämpfung zu testen. Manche (Lauf-)Läden bieten einem bei guter Ausstattung auch ein Laufband an, damit man seine zukünftigen treuen Begleiter vorher noch etwas besser kennenlernen kann. Und das war's dann. An sich ja schön und gut, aber für mich sind das doch eher immer Laborbedingungen. Wie oft hab ich schon einen Laufschuh im Laden für optimal gehalten und ihn hinterher verflucht, denn auf Waldboden, Asphalt oder Feldwegen fühlt sich jeder Laufschuh doch nochmal ganz anders an. Also wird aus all den gut gedachten Ansätzen zur Kaufentscheidung doch wieder eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Aber was hat das jetzt mit dem neuen Nike Air Zoom Structure 20* zu tun?
Nike Air Zoom Structure 20 Review

Lange Rede, kurzer Sinn: Der neue Nike Air Zoom Structure 20* ist überraschend anders. Ganz anders, als ich es erwartet hatte (und ich den Schuh noch vom Air Zoom Structure 18 kenne). Und auch ganz anders, als es mein erstes Schlupfen in den Schuh suggeriert hat.

Ich hatte eigentlich einen recht starren (halt stabilen) Schuh erwartet, bei dem der Schuh die Haltung des Fußes vorgibt und nicht umgekehrt, der eine viel zu weiche Sohle hat und vielleicht auch noch ein hohes Gewicht mit sich bringt.

Das erste Tragegefühl


Beim ersten anziehen hatte ich leicht das Gefühl, ich würde auf einem Keil stehen. Klar, 10mm Sprengung bleiben nicht unbemerkt. Dieses Gefühl hatte ich aber nur am Anfang beim Stehen oder langsamen Gehen. Sobald ich losgelaufen bin, war dieses Gefühl weg. Insgesamt fühlt sich der neuen Air Zoom Structure deutlich weniger nach Stabilschuh an, als es für mich beim eingangs erwähnten Air Zoom Structure 18, den ich als Vergleich für mich mit herangezogen hab und mittlerweile gut eingelaufen habe, der Fall ist. Natürlich merkt man auch hier, dass man etwas stabileres und schwereres an den Füßen hat als ein Lightweight-Schuh.
Zum Vergleich: Dieser Schuh wiegt bei Größe 44 ca. 322g, der Air Zoom Structure 18 338g, mein Marathonschuh Pegasus 33 308g und der Flyknit Racer* 173g.
Aber dennoch fühlt sich der Schuh nicht aufdringlich an. Die Kilometer liefen eher recht unauffällig vor sich hin.

Die Sohle

Nike Air Zoom Structure 20 Test
Die Außensohle hat natürlich wieder das altbekannte Wabenmuster (auch als Wafferskin bekannt). Dynamic Support in der Mittelsohle soll trotz weichem Abrollverhaltens für Stabilität sorgen. Neben der Air Zoom Kissen im Vorfuß und der Ferse ist die OrthoLite-Sohle für die Dämpfung verantwortlich, die in der Tat nicht zu weich ist und dennoch sehr gut abfedert.

Das Obermaterial & die Schnürung


Nike Air Zoom Structure 20Das Flymesh-Material hilft das Gewicht zu reduzieren und behält dabei gut seine Form und gibt dem Fuß festen halt. Das liegt zudem auch an der Dynamic Fit-Technologie, die gemeinsam mit der Flywire-Schnürung für zusätzlichen halt sorgen soll. Besonders positiv ist mir das Mesh-Material im Innenschuh aufgefallen. Hier schmiegt es sich sehr bequem an den Fuß und sitzt wie eine zweite Haut, ohne dass etwas drückt.

Fazit

Als bekennender Verfechter von Lightweight-Schuhen habe ich wie zu Beginn beschrieben nicht all zu viel von den neuen Nike Air Zoom Structure 20* erwartet. Doch hier wurde mir mal wieder bewusst, wie trügerisch der erste Eindruck sein kann. Mit einer für einen Stabilschuh meiner Meinung nach recht festen Sohle, laufen sich die Kilometer wie auf Wolken. Natürlich ist der Schuh nichts für Sprints (das haben mir die Fahrtspiele im Training bewiesen). Dafür trumpft der Nike Air Zoom Structure 20* meiner Ansicht sehr gut auch auf etwas derberem Terrain auf. Stock und Stein können den Füßen nichts anhaben, da die Dämpfung nicht nur die Stöße der Laufbewegung absorbiert, sondern auch kleinere Unebenheiten schlucken. Das geht natürliche zu lasten des Bodengefühls und dessen muss man sich bewusst sein. Ansonsten bleibt für mich nur noch das Design als letzter Punkt offen. Ich finde den Nike Air Zoom Structure 20* fast zu schade, um ihn als Laufschuh zu benutzen, denn auch als Freizeitsneaker macht er meiner Ansicht nach eine gute Figur.
Nike Air Zoom Structure 20 Test

Nike Air Zoom Structure 20 Test

Nike Air Zoom Structure 20 Test

- Anzeige: Dieser Schuh wurde mir freundlicherweise von Nike zur Verfügung gestellt -