Inside Tour de France - Zeitmessung beim größten Radsportevent der Welt

Anzeige - Mein Besuch bei der 6. und 7. Etappe der 106. Tour de France wurde netterweise von Tissot unterstützt.
Im Ziel der 6. Etappe der Tour de France // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)
Heute ist es soweit: Nach drei spannenden Wochen endet mit der 21. Etappe die diesjährige Tour de France. Der 22-jährige Kolumbianer Egan Bernal fährt in Gelb die 128 km lange Etappe von Rambouillet nach Paris und wenn er nicht noch stürzt oder aus einem anderen Grund aufgeben muss, dann ist ihm der Sieg der Tour eigentlich nicht mehr zu nehmen. Traditionell wir der Gesamtführende auf der letzten Etappe nicht mehr attackiert und auch in der Sprint- und Bergwertung wird sich heute nichts mehr rühren, viel Spannung ist deshalb heute Abend also nicht mehr zu erwarten.

Dafür waren für mich dieses Jahr ganz andere Etappen besonders spannend. Und das hat einen ganz simplen Grund - bei diesen durfte ich das Rennen nämlich live vor Ort verfolgen und die Fahrer teilweise Hautnah kennenlernen. Und dazu gehörte neben dem Grand Depart in Brüssel am 6. Juli (hier kommst du direkt zum Beitrag) auch die 6. Etappe von Mulhouse zur Planche des Belles Filles am 11. Juli. Denn dank Tissot durfte ich bei dieser nicht einfach nur vor Ort sein, sondern selber über die Strecke befahren und kurz vor den Profis die Ziellinie queren, einen Einblick in das Chronopole bekommen und am nächsten Tag auch noch das Fahrerlagen besuchen. Aber fangen wir am Anfang an.

Eine Menge Aufwand


Bekanntlich startet und endet die Tour bis auf wenige Ausnahmen täglich an einem anderen Ort. Das bedeutet neben vielen schönen Strecke in den unterschiedlichsten Regionen Frankreichs vor allem einen hohen organisatorischen und logistischen Aufwand. Denn tonnenweise Equipment wollen bei diesem Rennzirkus jeden Tag bewegt und neu auf- und später wieder abgebaut werden. Dazu gehört neben der Bühne für das Siegerpodest, all den Werbebanden, Zäunen eben auch die Technik für die Zeitnahme. Und damit dabei nichts schief geht, erfolgt die Zeitmessung auf jeder Etappe mit Netz und doppeltem Boden. Das heißt, dass sämtliches Equipment doppelt vorhanden ist und die Zeitnahme doppelt erfolgt, damit beim Ausfall des einen Systems noch das andere System weiterarbeitet. Und damit jeden Tag alles rechtzeitig aufgebaut ist, gibt es diesen ganzen Zirkus nicht nur einmal, sondern ebenfalls doppelt. Somit bleibt immer ein Tag zum Aufbauen der nächsten Etappe, während die aktuelle gerade gefahren wird. Und was dafür alles so aufgebaut wird, konnten wir live vor Ort begutachten. Dafür war aber ganzer Körpereinsatz gefragt, denn wer sich die Technik im Ziel anschauen will, muss auch zum Ziel kommen und das haben wir auf dem Rad erledigt.

 Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Einmal im Leben ein Etappe der Tour de France fahren


Das konnten wir. Zumindest teilweise. Denn Teil der Inside Tour de France Radtour sind eben auch die letzten 30 km der Etappe des jeweiligen Tages. Und das war für uns die Strecke von Servance zur Planche des Belles Filles mit mit fast 1.300 positiven Höhenmetern. Auf jeden Fall knackig. Wäre da nicht der Schummelmotor des E-Bikes gewesen. Das war natürlich etwas schade, denn richtig cool wäre es erst recht gewesen den Anstieg mit dem Rennrad aus eigener Kraft zu bewältigen. So schwitzte man zwar weniger, dadurch hatte die Fahrt aber auch nicht ganz so das Radsportfeeling, wie es möglich gewesen wäre. Und vor allem war man auch der Häme des französischen Publikums ausgeliefert, die uns (natürlich auch ein Stück weit zurecht wie ich finde) mit allerhand kritischen Bemerkungen und teilweise auch üblen Beleidigungen (das muss wiederum nicht sein) und Buhrufen übersäten, während sich andere neben uns die Berge mit ihren Rennrädern hoch quälten. Aber gut, das ist nunmal so und da stehe ich drüber. Erst recht wenn ich keine anderen Wahl habe. Spaß hat es nämlich trotzdem gemacht. Und da einen die Bikes nur bis 25 km/h unterstützt haben, musste man bei dem schweren Gewicht umso mehr treten, wenn man ein bisschen Tempo extra raufkriegen wollte. Bergab zog einen das Gewicht des Rennrads umso mehr. Da waren sogar 74,2 km/h in der Spitze auf der abgesperrten Strecke für mich möglich. Da hat das Citybike aber ganz schön geflattert, ähnlich wie meine Nerven. Mit Klickern im Roadbike wäre bestimmt noch einiges mehr möglich gewesen, da ich mich darauf einfach sicherer fühle. Nichtsdestotrotz will ich euch ein paar coole Shots aus den Bergen nicht vorenthalten.


 Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Die Strecke gleicht einem extrem langen Campingplatz  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Mit bis zu 74 km/h bergab  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)
Kurz vor der Ziellinie  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Auf ins Chronopole 


Nach einer kleinen Erfrischung in Plancher-les-Mines ging es weiter mit dem Rad in Richtung Zielankunft. Insbesondere die letzten 1.000 Meter hatten es in sich. Denn hier ging es nicht nur mit bis zu 24% Steigung hoch, sondern auch noch auf festgefahrenem Schotter, der sich beim rüberfahren als gar nicht mal so fest erwiesen hat. Und das verlangte nicht nur uns alles von uns ab, sondern auch den Profis. Andre Greipel musste beispielsweise sogar sein Rad nach den 160,5 km über die Ziellinie tragen. 😄


Doch nachdem wir diesen Kraftakt bewältigt hatten, durften wir endlich einen Einblick in das Chronopole erhalten. So nennt sich das kleine Häuschen an der Ziellinie, in dem alle Fäden der Zeitmessung zusammenlaufen. Hier steht quasi das Hirn der Tour, denn hier sitzen die Kollegen von Swiss Timing, einer Schwestergesellschaft von Tissot, die sich um die Zeitmessung kümmern. Und diese haben nicht nur die Gesamtwertung im Blick, sondern auch die Berg- und Sprintwertungen mitten im Rennen.
So sieht das Chronopole an der Ziellinie aus // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)


Wie Funktioniert die Zeitmessung bei der Tour de France?


Swiss Timing misst die Zeiten der Fahrer mittels eines ausgeklügelten Computersystems, dass die Fahrer anhand der Transponder an ihren Rädern, genau wie über Kameras und Lichtschranken erfasst. Und wie bereits eingangs erwähnt, erfolgt die gesamte Zeitmessung zweifach und mit Notstromaggregaten gesichert, damit nichts schiefgehen kann.

Bereits während des Rennens versorgt das Signal von Swiss Timing die TV-Sender, Internetportale, etc. mit der Zeitmessung in Echtzeit. Das erfolgt vor allem über die Transponder an den Bikes der Fahrer, die regelmäßig durch Antennen entlang der Strecke erfasst werden und die aktuelle Reihenfolge der Fahrer anzeigen.

Blick aus dem Chronopol  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)
Aber im Radsport geht es bekanntlich nicht nur um Sekunden, sondern um Millisekunden. Und dafür reicht das Transpondersystem nicht aus. Da Zielankünfte manchmal um Millimeter entschieden werden, hat sich bereits seit den 1940er Jahren die Fototechnik durchgesetzt. Über die Jahrzehnte wurde die Technik immer weiterentwickelt, sodass Tissot heute hochmoderne Kameras einsetzt, die 10.000 Fotos pro Sekunde schießen. So können auch die knappsten Zieleinfahrten genau ausgewertet und der Sieger gekürt werden. Und das in atemberaubender Geschwindigkeit und überragender Präzision. Bereits wenige Sekunden  nach der Zieleinfahrt steht das vorläufige Ergebnis fest, dass wir zum Beispiel auf den Fernsehbildschirmen sehen können und genauso geht es auch an die Jury der A.S.O (Veranstalter der Tour), die diese vorläufigen Ergebnisse offiziell bestätigt und anschließend den Sieger kürt.
Techniker an einer der Hochgeschwindigkeitskamera  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Diese Technik ist vor allem für die Etappensiege wichtig, bei dem es um jeden Millimeter geht. Da am Ende alle im Peloton die gleiche Zeit bekommen, ist diese Technik für den Gesamtsieg nicht ganz so entscheidend.

Beispielsweise trennten Marcel Kittel und Edvald Boasson Hagen bei der 7. Etappe der Tour 2017 lediglich 6 mm. Dass das nahezu nichts ist, zeigt das folgende Foto von der Zieleinfahrt.
6 mm Trennen den siegenden Marcel Kittel und Edvald Boasson Hagen beim Fotofinish // Foto: Tissot

Wieder etwas anders ist die Technik beim Zeitfahren. Denn hier geht es - egal ob Einzel- oder Mannschaftszeitfahren - rein um die Zeitnahme. Dennoch überqueren i.d.R. nicht mehrere Fahrer gleichzeitig die Ziellinie. Deshalb wird hier vor allem mit fotoelektronischen Zellen gearbeitet. Einfach ausgedrückt also mit Lichtschranken, die die genaue Zielzeit einfangen. Während des Zeitfahrens sorgen wieder Transponder für die Liveergebnisse beim Zeitfahren.

Spannende Technik also, die von Situation von Situation durchaus unterschiedlich ist.
Blick ins Chronopole 

Endlich ist Spitzensport angesagt

Nach dem Besuch im Chronopole ging es zurück an die Strecke. Circa einen Kilometer vor der Zielankunft standen wir dann nun direkt vor der Großbildleinwand und konnten das Rennen verfolgen, bevor die Fahrer an uns vorbeifuhren und sich noch einmal über den richtig krassen Schotteranstieg hoch zur Planche des Belles Filles quälen durften. Was für eine Stimmung bei dieser krassen Etappe. Lasst die Bilder der 160,5 km langen 6. Etappe einfach auf euch wirken, die der Belgier Dylan Teuns in 4:29:03 h für sich entscheiden konnte.
Blick auf die Schotterpiste 500 Meter vor der Zielankunft

Mit Sabine an der Strecke die Fahrer anfeuern  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

 Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

 Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Auf ins Fahrerlager


Doch bevor ich mich von der Tour de France verabschieden musste, hatte Tissot noch ein kleines Highlight für uns parat - einen Besuch im Paddock vor dem Start der 7. Etappe von Belfort nach Chalon-sur-Saône. Hier konnte ich endlich mein Trikot vom gesamten Katusha Alpecin Team signieren lassen (habe ich eine Woche zuvor in Belgien leider vergessen), einige Fahrer im wahrsten Sinne hautnah erleben, die Räder der Pros genauestens inspizieren und eine Führung durch den Teambus von Katusha Alpecin bekommen. Das war ein absolutes Gänsehauterlebnis. Und ein schöner Abschluss meines zweiten Besuchs bei der diesjährigen Tour de France, die heute in Paris ihr Finale findet. Insofern werde ich auch heute Nachmittag wieder gespannt vorm Fernseher das Rennen verfolgen und bin Tissot sehr dankbar für diesen spannenden Einblick hinter die Kulissen des größten jährlich stattfindenden Sportevents der Welt.

Peter Sagan wurde wie ein Rockstar am Bus von den Fans in Empfang genommen

Die Bikes vor dem Start // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Rick Zabel unterschreibt mein Trikot  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)

Im Bus von Katusha Alpecin  // Foto: Lars Wehrmann (Tissot)



Gewinne ein komplettes Laufoutfit von arena


Dieser Blogpost wird unterstützt von arena
Auch im Monat Juli darf ich wieder gemeinsam mit arena ein komplettes Laufoutfit verlosen. Diesen Monat für Männer, im August dann wieder für Frauen. Es gibt also keine Ausreden im Sommer keinen Sport zu machen. 😉

Gewinne ein komplettes Laufoutfit von arena


Das Outfit besteht aus einem Shirt, einer Shorts, einer Jacke und einer Cap (Abb. ähnlich).
Das Gewinnspiel selbst läuft über Instagram. Checke einfach das hier verlinkte Gewinnspielfoto.



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Werbung | Moin Raketen 🚀 Es ist wieder soweit. Zusammen mit @arenagermany darf ich dein Training auf das nächste Level heben. Denn du hast diesen Monat zum dritten und letzten Mal die Chance bei mir ein komplettes Laufoutfit für Männer von #arenasportswear zu gewinnen. 😱🔥 Neben Tank, Shorts und Cap wartet auch noch eine dünne Sportjacke für kühle Abende auf den Gewinner. (Ähnlich Foto 2). Und so kannst du gewinnen: 1️⃣ Folge @arenagermany agermany 2️⃣ Verlinke hier in einem Kommentar einen Laufbuddy 3️⃣ Und verrate mir gleichzeitig, bei welchem Lauf du gern als nächstes das neue Outfit einweihen möchtest. Das Gewinnspiel läuft bis Mittwoch (31.07.19 um 19:59 Uhr). Es gelten bestimmte Bedingungen siehe: www.runwithlars.de/2019/07/arena-Gewinnspiel.html Viel Glück 😊 #arenarunningcrew
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Teilnahmebedingungen


1. Das Gewinnspiel wird von mir - Lars Sonnemann (Kontaktdaten siehe Impressum) - mit freundlicher Unterstützung von arena veranstaltet und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram, außer, dass Instagram die Plattform für das Gewinnspiel stellt.
2. Zu Gewinnen gibt ein Männer-Laufoutfit bestehend aus einem Shirt, einer Hose, einer Jacke und einen Paar Socken.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 26.07.2019 und endet am 31.07.2019, 19:59 Uhr. Der/ die Gewinner/in wird zeitnah bekanntgeben. 
4. Teilnehmen darf, wer älter als 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. 
5. Um zu gewinnen, muss am Gewinnspiel wie oben beschrieben teilgenommen werden.
6. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem kann der Gewinn nicht überreicht werden. 
7. Wenn sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin nicht innerhalb 14 Tage meldet, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der/die nächste Gewinner/in wird gezogen.
8. Eine Barauszahlung erfolgt nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
9. Änderungen oder ein kurzfristiger Abbruch des Gewinnspiels behalte ich mir als Veranstalter vor.
10. Die im Rahmen des Gewinnspiels notwendigen Daten werden nur zur Gewinnübergabe genutzt. Diese werden nur so lange aufbewahrt, wie für das Gewinnspiel notwendig und anschließend gelöscht.
Viel Erfolg.



Grand Départ 2019 – zu Gast bei der Tour de France in Brüssel


Anzeige - Meine Reise zur Tour de France wurde von Alpecin Cycling unterstützt.

Am Samstag war es endlich soweit. Das weltweit größte jährlich stattfindende Sportereignis – die Tour de France - ging los. 3.480 Kilometer härtester Wettkampf liegen bei der 106. Auflage der Tour in 21 Etappen vor den 176 Rennfahrern der 22 Teams. Und dieses Jahr gibt es gleich mehrere historische Momente zu feiern.
Auf der Muur van Geraardsbergen kurz vor dem Rennen - Foto: Stefan Rachow // Alpecin

Allen voran gibt es dieses Jahr nämlich 100 Jahre Gelbes Trikot zu feiern. Aber auch der erste Tour de France-Sieg der belgischen Radlegende Eddy Merckx jährt sich zum 50. Mal. Insofern passt es natürlich besonders gut, dass der diesjährige Start der Tour in Brüssel stattfinden sollte.


Drei Tage Radsport pur



Nachdem sich meine Anreise etwas chaotisch gestaltete (u.a. Flug gecancelt) kam ich in der Nacht von Donnerstag zu Freitag in Brüssel an. Von Brüssel aus ging es direkt weiter in das verträumte Dörfchen Goeferdinge bei Geraardsbergen in Ostflandern, wo der Rest des Teams schon ab Donnerstag den ersten Tag im Sattel genießen konnte.

Ohne viel Zeit zu verschwenden ging es morgens um 9:00 Uhr direkt raus zur ersten Ausfahrt. Das war allerdings schon recht knapp, denn der örtliche Bäcker macht immer erst um 8 Uhr auf, weshalb es in unserem B&B auch immer erst ab 8:15 Uhr Frühstück gab – Landleben halt. 😉

Nach einem kurzen Bikefitting war ich dann aber bereit für die erste Tour mit den Jungs. Mein Rad für dieses Wochenende sollte ein all black Canyon Aeroad mit Ultegra Di2-Gruppe sein, also ganz nach meinem Geschmack.
Mein Bike für das Wochenende

Direkt runter vom Hof unseres schönen Hotels begannen die wunderschönen Strecken. Und hier muss ich direkt sagen: Belgien hat mich überrascht. Sehr sogar. Sehr positiv. Ich muss gestehen, dass ich - mal abgesehen von Schokolade, Bier und Fritten - bisher nicht viel über Belgien wusste. Aber dieses Land ist landschaftlich ein Traum. Unendliche Felder, ein paar Hügel und Anstiege, schöne Häuser und Gärten – unsere Fahrt durch Flandern war einfach nur ein Traum. Und zusammen mit all den anderen Jungs hat es noch mehr Spaß gemacht, denn im Peloton wird Radfahren immer noch einmal auf ein ganz anderes Level gehoben. Radfahren ist am Ende des Tages halt ein Teamsport.
Das Team vor dem Rathaus von Geraardsbergen - Foto: Stefan Rachow // Alpecin


Zu Besuch bei den Profis



Der Vélo Barber am Start - Foto: Stefan Rachow // Alpecin
Nach einer kurzen Erfrischung ging es direkt weiter, da unser Besuch im Fahrerlager anstand. Nächster Stopp war der Parkplatz eines Hotels nahe des Brüsseler Flughafens Zaventem, wo neben dem Team Katusha Alpecin auch noch ein paar andere Teams Halt gemacht und sich auf die Tour vorbereitet haben. Neben dem Team um Rick Zabel, Nils Politt und Mads Würtz war unter anderem auch Julien Howard aka. The Vélo Barber aus New York City am Start (thevelobarber.com), der seine Kunden normalerweise auf dem Rennrad besucht und dieses Wochenende exklusiv allen Profis vom TKA sowie allen Interessierten die Haare in Form gebracht hat.

Nach dem kurzen Meet & Greet mit den Profis und einer Tour durch den Mannschaftsbus ging es dann wieder Richtung Hotel, wo die nächste Radtour auf uns wartete. Und nachdem wir schon am Morgen einmal die berüchtigte Mauer von Geraardsbergen (Muur van Geraardsbergen) erklommen hatten, sollte die Muur noch einmal folgen, bevor es auch noch auf den Bosberg ging. WAS EIN GEFÜHL, diese legendären Anstiege der Flandernrundfahrt selbst zu erklimmen, bevor am nächsten Tag die Fahrer der Tour daran ihren Spaß haben sollten. Da fühlt man sich selbst wie ein halber Profi – insbesondere bei den rasanten Abfahrten.
Foto: Stefan Rachow // Alpecin


Grand Départ der Tour de France



Endlich! Schon der erste Tag war gespickt mit Highlights, aber am Samstag ging es dann so richtig los. So richtig richtig, der Grand Départ in Brüssel stand nämlich auf dem Plan und für uns eine riesengroße Party. Da die Muur von Geraardsbergen ein richtiges Highlight ist und auch abseits von Events wie der Flandernrundfahrt oder der Tour de France in diesem Jahr mehr als nur beliebt ist, mussten wir früh da sein. Denn frühes Kommen sichert bekanntlich die besten Plätze. Und die hatten wir tatsächlich. Alpecin Cycling hat das volle Programm mit TV Übertragung der Tour, DJ, Barber Shop, Essen & Getränken und Co. aufgefahren. Und so wurde der Grand Départ zu einem richtigen Spektakel für uns. Denn sowohl die Zeit in der Area von Alpecin Cycling, als auch direkt an der Kapelle auf der Spitze der Muur, war unvergesslich. Die Leute haben sich schon Stunden vor der Durchfahrt der Fahrer auf der Muur gestapelt – unter anderem auch um die Werbekarawane zu erleben und die Jungs von Guilty 76 haben für die passenden Graffiti auf der Straße gesorgt.
Die Muur geschafft, da sind selbst die Profis außer Atem - Foto: Stefan Rachow // Alpecin


Jetzt aber selbst in die Pedale treten 



Team Katusha Alpecin Torte
So viel Radsport macht aber auch Hunger. Hunger auf leckere Fritten (naja und auch etwas Bierdurst), vor allem aber Hunger auf Radfahren. Und das war nicht nur bei mir so, sondern beim gesamten Team. Also haben wir uns am Abend noch eine Ausfahrt gegönnt und sind zum Ende unserer Ausfahrt hin schön noch einmal nach Geraardsbergen reingefahren, um die Muur kurz nach den Profis selbst zu befahren. Tja, was soll ich sagen… Sie wird auch b
eim vierten Versuch nicht leichter, ganz im Gegenteil. Dafür nimmt aber auch der Fahrspaß kein Bisschen ab und das ist ja das Wichtigste. Leider bedeutete diese Ausfahrt und das langsame Ausklingen des Abends bei leckerer TKA-Torte (schaut euch mal das Foto an) jedoch, dass dieses schöne Wochenende kurz vor seinem Ende stand. Doch so einfach geben wir uns nicht geschlagen und erst recht hauen wir nicht ab, ohne auch am letzten Tag noch einmal gefahren zu sein. Egal wie kurz die Zeit auch sein mag,
Immer ballern. Keine Ausreden! Foto: Stefan Rachow // Alpecin


Die zweite Etappe – TTT am Atomium



Nach 194,5 Kilometern endete die erste Etappe wieder in Brüssel mit dem niederländischen Sieger Mike Teunissen vom Team Jumbo-Visma, der sich hauchdünn gegen den Slowaken Peter Sagan und den Australier Caleb Ewan durchsetzte.
Bevor sich die Tour von Belgien Richtung Frankreich verabschiedete und für drei weitere Wochen Fahrspaß und Spannung sorgt, war es noch einmal Zeit für eine zweite Etappe in Belgien - das Mannschaftszeitfahren bzw. TTT (Team Time Trial). Hierbei kämpfen alle 22 Mannschaften über 27,6 km gegeneinander. Beim TTT geht es um alles. Keine Zeit für gemütliches Einrollen, Stürze oder sonst irgendwelche Spielereien, die das Team ausbremsen. Go Hard or Go Home halt. 27,6 Kilometer durch die Brüsseler Innenstadt bedeuten aber auch ein mittelgroßes Verkehrschaos.


Im Stau stehen? Nicht mit uns.



Mit Daniel am Atomium
Und darauf hatten wir mal so gar keinen Bock. Dafür hatten wir aber noch einmal richtig Bock auf Radfahren und nachdem wir in den letzten Tagen schon einige Teile der Flandern-Rundfahrt kennenlernen wollten und viel auf dem Land unterwegs waren, wollten wir jetzt noch einmal Brüssel sehen. Gesagt, getan. Da Daniel (sports-insider.de) und ich den gleichen Flieger zurück nach Berlin kriegen wollten, konnten wir gemütlich gemeinsam von unserem Hotel in Goeferdinge aus Richtung Brüssel starten, um das Ziel vom Mannschaftszeitfahren am Atomium zu sehen. Und das hat sich mehr als nur gelohnt. Wir haben die Strecke ein wenig auf knapp über 70 Kilometer ausgeweitet und konnten einen Großteil der Strecke wunderschön entlang des Dender-Radweges (die Dender ist ein Fluss in Belgien) radeln, sodass wir inkl. Kaffeepause sehr stressfrei in Brüssel ankamen. Ohne ballern ging es aber auch nicht, weshalb zum x-ten Mal die Muur mit in die Streckenplanung eingebaut wurde. Danach noch kurz frisch gemacht, umgezogen und ab zum Flughafen. So schnell wären wir niemals mit dem Shuttle nach Brüssel gekommen. So schnell vergeht aber leider auch ein wunderschönes Wochenende. Zum Glück warten noch ja drei Wochen Tour de France auf uns Radsportbegeisterte.
Dender-Radweg Richtung Brüssel


Und solltet ihr noch auf der Suche nach einem nächsten Urlaubsziel sein, dass nicht zu weit weg ist, dann kann ich euch echt Region Ostflandern empfehlen. Ruhige (und recht gut ausgebaute) Straßen, schöne Natur, flache Etappen, die sich gern auch um knackige Anstiege ergänzen lassen und nicht zuletzt ist man bspw. von Geraardsbergen aus in unter 60 km an der Nordsee, aber auch in Roubaix. Das bietet sich super für Tagestouren an. Vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr zufälligerweise dort. Ich will auf jeden Fall wieder nach Belgien. Und zur Tour nach Frankreich. 😉

Belgien, du warst mir eine große Freude!





Radklassiker Eschborn-Frankfurt – die schönsten 100 km durch den Taunus

Anzeige - Die Reise (und damit auch dieser Blogpost) wurde von Alpecin Cycling unterstützt.

Zuerst einmal: Keine Sorge. Auch wenn man mich in den letzten Wochen bei weitem häufiger im Sattel als in den Laufschuhen gesehen hat, werde ich auch weiterhin Laufen. Und da im Herbst noch die Marathons in Berlin und Chicago auf dem Plan stehen, werde ich bald auch wieder anfangen mehr zu laufen. Radfahren macht mir mittlerweile aber fast genauso viel Spaß und das wird sich hoffentlich auch nicht mehr ändern.

Foto: Stefan Rachow // Alpecin

Umso glücklicher war ich deshalb, als das Team von Alpecin Cycling mich vor wenigen Wochen gefragt hat, ob ich nicht ihr Jedermann-Team zum Radklassiker Eschborn-Frankfurt begleiten möchte. WOW! Was für eine Möglichkeit. Gerade, da die Enttäuschung über die Absage des Velothons mich als Berliner immer noch ein bisschen traurig macht. Anstelle von Havelchaussee, Brandenburger Feldern und Siegessäule also Alte Oper, Großer Feldberg und Mammolshainer Stich dieses Frühjahr.


Team Alpecin – das Jedermann-Team



Neben den Radsportprofis im Team Katusha Alpecin untersützt Alpecin bereits seit 2007 ein Jedermann-Team für leidenschaftliche Hobbyradsportler, das Team Alpecin.
Dieses besteht aus Menschen, die eine große Leidenschaft für den Radsport haben und gern darüber in diversen sozialen Netzwerken berichten. Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich cool. Denn die Liebe zum Radsport ist meiner Ansicht nach kaum in Rennergebnissen, Zielzeiten oder Trainingskilometern abzulesen.
Damit die Mitglieder des Jedermann-Teams - für das man sich jedes Jahr auf‘s Neue bewerben kann - gut ausgestattet trainieren und an den Start gehen können, werden sie für die Zeit ihrer Mitgliedschaft komplett von Radtrikot bis Spitzenrad von Alpecin ausgestattet. Nähere Infos zum Jedermann-Team von Alpecin Cycling findest du hier.

Das Team Alpecin vor dem Start (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)

Der Radklassiker



Der seit 1962 ausgetragene Radklassiker Eschborn-Frankfurt beinhaltet neben dem in diesem Jahr 187,5 km (3.222 HM) langen Elite- und diversen Juniorenrennen auch drei sogenannte Jedermann-Rennen unter dem Namen Skoda Velotour. Hier haben Einsteiger wie Ambitionierte die Möglichkeit zwischen den Varianten Skyline (40 km, 350 HM - auch ohne Zeitmessung möglich), Express (87km, 1.450 HM) und Classic (100km, 1.700 HM) zu wählen.
Dabei führt jede Strecke zunächst von Eschborn aus ins wenige Kilometer entfernt liegende Frankfurt, wo man durch die Häuserschluchten der Bankenstadt heizt. Nach einer Runde um die Alte Oper geht es raus aus der Stadt in Richtung Taunus.
Bereits nach 31km trennt sich in Oberursel zum ersten Mal die Strecke, sodass die Fahrer der 40 km langen Skyline-Tour ohne große Anstiege zurück nach Eschborn rollen können.
Für die Fahrer der Express- und Classic-Tour geht es weiter in Richtung Großer Feldberg, wo ordentlich Höhenmeter gesammelt werden. Und davon gibt’s auf den beiden langen Strecken wirklich viele, insbesondere bei der 100er Strecke, die den Mammolshainer Stich beinhaltet. Doch dafür entschädigt die Strecke mit beeindruckenden Panoramen von Rapsfeldern, Wäldern und hübschen kleinen Dörfern. Und wen doch die Kräfte verlassen, der kann bei den Streckentrennungen bei Kilometer 31 und 79 auch kurzentschlössen „abkürzen“ und über die jeweils kürzere Strecke ins Ziel fahren.


Die Reise beginnt



Da der traditionell am 1. Mai stattfindende Radklassiker dieses Jahr auf einen Mittwoch fiel, begann meine Reise schon am Dienstag. Dank ICE-Sprinter bin ich in weniger als vier Stunden von Berlin in Frankfurt angekommen und von dort aus war Eschborn dann ein Katzensprung. Praktischerweise war die Startunterlagenausgabe direkt auf dem Gelände des Hotels untergebracht und so konnte ich direkt meine Bib abholen. Wirklich cool fand ich, dass der Startbeutel echt prall gefüllt war, denn das kenne ich von den meisten Laufevents in Deutschland nicht. Gefüllt war dieser mit Trinkflasche, Wasser, Apfelschorle, alkoholfreiem Bier, Red Bull und einem Bremslicht von Sigma.

Nachdem ich die Startnummer in den Händen hielt, ging es zum Bikefitting. Durch Alpecin hatte ich die Möglichkeit mit einem mega Rad von Canyon an den Start zu gehen. Shoutout an Sascha und das Team von Alpecin. Meiner Meinung nach ein echt geiles Gerät. Was meint ihr dazu?

Mein Bike für das Rennen

Um sicher mit dem Rad unterwegs sein zu können, stand anschließend eine kleine Ausfahrt mit dem Team an. Schön schon einmal den Mammolshainer Stich abchecken und dann über die letzten Kilometer der Rennstrecke zurück nach Eschborn. Und dieser Ausflug hatte es für mich als Flachlandtiroler schon ganz schön in sich. Denn als Berliner kann ich im Training relativ wenig Höhenmeter sammeln, weshalb ich schon ziemlich gespannt auf die 1.700 HM des Rennens war. Und als ich dann den legendären Mammolshainer Stich kennenlernen durfte, konnte ich ein erstes Gefühl dafür gewinnen, was mich am nächsten Tag 12 Kilometer vor dem Ziel erwarten würde. Denn bis zu 23% Steigung haben es echt in sich!

Zurück am Camper von Alpecin wurde dann der entspannte Ausklang des Abends mit Pasta und letzter Teambesprechung eingeläutet, bevor es ins Bett ging. Und da der Wecker um 5:45 Uhr klingeln sollte, wollte ich nicht zu spät schlafen gehen.


Blick von Mammolshain Richtung Frankfurt

Endlich Raceday



5:43 Uhr. Bevor der Wecker klingelte, stand ich schon im Bett. Die Nacht war mehr als schlecht. Aber ich bin on fire. Hab‘ Bock. Richtig Bock!
Deshalb schnell ins Outfit gehüpft, ab zum gemeinsamen Frühstück und die letzten Carbs getankt.

Der Start war für 8:45 Uhr angesetzt und gerade einmal 350 Meter von unserem Hotel entfernt. Damit wir ganz vorne aus unserem Startblock 2 starten konnten, ging es schon um 7:30 Uhr los zum Startbereich, da der Startblock ab 7:45 Uhr geöffnet war.
Noch eine Stunde Vorfreude. Und Zittern. Das aber weniger aufgrund der Aufregung, sondern weil es morgens doch noch recht frisch war und ich im Schatten stand. Zum Glück verging diese Stunde aber in entspannter Gesellschaft wie im Flug und mit dem Startschuss brachen die Dämme.

Voll Bock auf den Start! (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)
Durch die flache Strecke zu Beginn ging es gleich mit Vollgas Richtung Frankfurt und die erste Gruppe in ähnlichem Tempo war schnell gefunden. Ehrlich gesagt waren wir sogar so schnell unterwegs, dass ich von Frankfurt gar nicht viel mitbekommen konnte und wir die ersten 30 Kilometer hinter uns gebracht hatten, bevor ich so richtig auf Betriebstemperatur war. Das war aber auch nicht schlimm, denn für Sightseeing hatte ich weder Zeit noch Augen. Dafür ging es Laufrad an Laufrad über die Piste.


Hoch hinaus!



Und dann kam schon der Anstieg zum 879 Meter hohen Großen Feldberg, vor dem ich richtig Respekt hatte. Und auch noch habe. Allerdings hatte ich mir diesen doch noch wesentlich anstrengender vorgestellt und so kam es, dass ich mit wesentlich mehr Körnern als gedacht in die zweite Hälfte des Rennens gehen konnte. Und die war neben einigen kurzen Anstiegen vor allem durch viele Abwärtspassagen und Serpentinen geprägt, auf denen man mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwand richtig Gas geben und Minuten gut machen konnte, die man bergauf verloren hatte.

Dadurch kam auch der Mammolshainer Stich immer näher. Bei dem Anblick ist mir das Herz richtig in die Hose gerutscht. <<Ob ich das wohl schaffe oder mein Rad doch hochschieben muss? Egal, wat mutt, dat mutt. Tritt in die Pedale, Lars!>>
Doch das war richtig hart. Denn nach bald 90 Kilometern sind meine Beine doch schon recht müde gewesen. Zum Glück haben die Leute am Streckenrand für geile Stimmung gesorgt, was es ein kleines Bisschen erträglicher gemacht hat. Und sind wir doch mal ehrlich, vor den hübschen Mädels will sich doch keiner die Blöße geben.

Langsam waren meine Beine aber richtig kaputt. Zum Glück ging es nach weiteren zwei Kilometern Anstieg dann endgültig Richtung Ziel und nur noch bergab – und das dank Gefälle auch verdammt schnell. Endspurt. Da die Truppe mit der ich unterwegs war ziemlich entspannt und sicher gefahren ist, sind wir alle sicher im Ziel angekommen.

Durch das Ding. Medaille um den Hals. Bier in den Körper. Und das bei bestem Sonnenschein.

Eschborn-Frankfurt, wie geil bist du denn? Ich hatte und habe großen Respekt vor der Strecke. Vor allem aber habe ich richtig Bock hier noch einmal an den Start zu gehen. Immerhin habe ich jetzt eine Benchmark von 3:13h, die ich Unterbieten will. Nächstes Mal mit vernünftiger Vorbereitung, am besten ohne Marathontraining vorab. Und dann wird das Ding in unter drei Stunden gerockt.

Bis dahin schwelge ich aber gern in Erinnerungen und freue mich über die schönen Erlebnisse. In diesem Sinne: Vielen Dank noch einmal an das Team von Alpecin. Die beiden Tage mit euch waren ‘ne Mordsgaudi.

Bestes Wetter - beste Stimmung (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)


Cäsar auf der Spur - Am Start beim 25. Rom-Marathon + Gewinnspiel

Anzeige - Dieser Blogpost wird von arena unterstützt.

Seit meiner ersten Reise nach Rom vor drei Jahren stand für mich fest: In dieser Stadt will ich irgendwann auch mal den Marathon laufen. Denn Rom ist eine der geschichtsträchtigsten sowie kulturell beeindruckendsten Städte der Welt. Deshalb musste ich nicht lange Überlegen, als arena ich fragte, ob ich dort bei der 25. Ausgabe am 7. April 2019 an den Start gehen möchte - auch wenn das eine Absage meines Starts beim Berliner Halbmarathon bedeutete.

Foto: Pomodoro Produzioni

Der seit 1995 jährlich an einem Sonntag Ende März bzw. Anfang April in Rom ausgetragene Maratona Internazionale di Roma lässt an Sehenswürdigkeiten kaum etwas aus. Und bei in etwa 15 bis 20 Grad Celsius ist der Lauf auch temperaturmäßig eine gut machbare Herausforderung.

Die Startgebühr beträgt je nach Zeitpunkt der Anmeldung ca. 50 bis 100€, wobei Anmeldungen auch noch kurz vor dem Rennwochenende möglich sind. So kann man je nach Fitnesszustand auch spontan noch einen Frühjahrsmarathon laufen. Und da Rom immer eine Reise wert ist und mit den beiden Flughäfen Fiumicino (im Westen) und Ciampino (im Südosten) sowohl gut international als mit etwas Glück auch spontan noch preiswert erreichbar ist, sind die Hürden die Stadt zu besuchen meiner Erfahrung nach eher gering. Wobei natürlich ausnahmen die Regel bestätigen können. 😉

Startunterlagen abholen


Ist man endlich zum Lauf angemeldet, will man natürlich schnellstmöglich seine Startunterlagen abholen. Diese werden auf der Marathon Expo im RagusaOff, einer ehemaligen Werkstatt der öffentlichen Verkehrsbetriebe Roms von Donnerstag bis Samstag zur Abholung bereitgehalten. Wie bei den meisten Marathon-Messen sollte man auch hier nicht den Fehler machen und kurz vor knapp kommen. Ich war Samstagnachmittag da und stand einige Zeit in der Schlange vor der Tür, bevor mir Einlass gewährt werden konnte. Insbesondere Donnerstag und Freitag soll die Lage auf der Messe wesentlich entspannter sein. Insgesamt ist die Messer aber ausgezeichnet organisiert und lädt mit vielen interessanten Ausstellern zum Verweilen ein.
Wirklich gut ausgestattet ist auch der Startbeutel, der gleichzeitig auch als Kleiderbeutel für den Marathon selbst dient. Dieser ist mit ein einem schicken Laufshirt vom offiziellen Ausrüster arena im Design des Acea Maratona Internazionale di Roma, einer großen Packung Pasta, Getränken und Snacks gut gefüllt.
Aber auch hier gilt mal wieder: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn die Beutel mit den Shirts in deiner Größe aus sind, was am späten Samstagabend einfach mal der Fall sein kann, dann gibts auch mal eine Größe kleiner oder größer. Ein weiterer Grund also rechtzeitig die Startunterlagen
abzuholen.

Es wird ernst


Der Startschuss fällt am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr auf der Via dei Fori Imperiali vor dem Forum Romanum, mit dem Kolosseum im Rücken und dem Vittoriano vor Augen. Doch bevor man dort hinkommt, muss man leider noch einige Kilometer gehen. Unser Shuttle hatte uns leider an der Piazza Venezia herausgelassen. Das Problem ist nur, dass man von dort aus erst nach ca. 2km Fußmarsch zu den Trucks hinter dem Kolosseum kommt, bei denen man die Beutel abgeben kann. Ganz wichtig also immer aus Richtung Circo Massimo zu kommen, so sparst du dir unnötige Meter (in unserem Fall fast 2km). Als nächstes geht es dann um das Kolosseum über den einzigen offiziellen Eingang in die Startblöcke des Marathons. Hier kann sich deshalb gern mal ein kleiner Stau bilden, bis man den abgezäunten Bereich erreicht hat. Das bietet meiner Ansicht noch etwas Optimierungspotenzial.
Diese Strecke muss von der Kleiderbeutelabgabe bis zum Start gelaufen werden. (Quelle: Google Maps)

Auf dem Weg zum Startblock.
Hat man dann aber seinen Startblock erreicht, ist die Stimmung sehr ausgelassen. Dem konnte auch der leichte Regen am diesem Morgen keinen Abbruch tun. Als der Startschuss fiel, wurde leider auch der Regen stärker und so ging es bei Platzregen über die Piazza Venezia in Richtung Circo Massimo. Da viele Teilstücke der Strecke auf glattem Kopfsteinpflaster verlaufen und dieses nicht immer besonders eben verläuft, bilden sich bei Regen teilweise auch etwas größere und tiefere Pfützen, nasse Schuhe sind also kaum umgänglich. Vor allem sollte man aber acht geben auf die immer mal wieder vorhandenen Schlaglöcher. Aus Versehen in so eins reinzutreten kann schon schmerzhaft sein. Also immer ein Auge auf die Straße.

Insgesamt läuft es sich aber sehr angenehm auf der relativ flachen Strecke mit wenigen kleinen Steigungen. Nach einiger Zeit kam auch bei uns endlich die Sonne raus und dann war man wirklich dankbar für den Start um 8:30 Uhr. Denn um diese Zeit ist es in Rom noch relativ ruhig und man kann die von Sehenswürdigkeiten und schöner Architektur gesäumte Strecke voll genießen. Insbesondere auch die Etappen entlang des Tibers, später über die Via della Conciliazione in Richtung Petersplatz mit Blick auf den Petersdom oder auch bei Kilometer 35 über die Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe und später noch am Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona sind wirklich Highlights, bevor es zurück über die Piazza Venezia mit Blick auf das Vittoriano vorbei ein zweites Mal am Circo Massimo vorbeigeht und man anschließend nur noch das Kolosseum umrundet, bevor die Ziellinie wieder auf der Via dei Fori Imperiali vor dem Forum Romanum auf einen wartet.

Über die Via della Conciliazione mit Blick auf den Petersdom

Nachzielverpflegung


Hat man das Ziel endlich erreicht, wofür mit einem Zeitlimit von 7:00 Stunden genügend Zeit eingeräumt wird, warten nach den wunderschönen Medaillen gleich Obst, Wasser, Tee und alkoholfreies Bier darauf, uns Läufer erfrischen zu dürfen. Zudem erhält jeder Läufer eine Tüte mit weiteren Snacks und Getränken, bevor die nun vorgefahrenen Trucks mit den Kleiderbeuteln auf einen warten. Das ist super organisiert. Zudem findet man dann auch direkt die Zelte, in denen man sich massieren lassen und seinem Körper die erste Erholung gönnen kann. Obwohl ich spät gestartet bin und nicht gerade schnell war, waren die Schlangen nicht all zu lang und man schnell dran. Das war echt super! Mehr als 5 Minuten habe ich nämlich nicht gewartet.


Fun Run für Family & Friends


Leicht verwinkelter Streckenverlauf.
Gegen 9:00 Uhr kurz nach dem Start des Maratona Internazionale di Roma findet auf den ersten und letzten Kilometern der Marathonstrecke in wirklich schöner Nachbarschaft der 5 Kilometer lange Lauf Stracittadina statt. Da sich Rom gerade auch für einen Städtetrip mit Familie und Freunden lohnt, ist das sicher auch eine schöne Gelegenheit für Mitreisende etwas Marathonfeeling auf der Strecke zu schnuppern, ohne direkt den vollen Marathon laufen zu müssen. Das finde ich echt super!


Ein Wichtiger Hinweis zur Anmeldung:
Wer in Italien bei einem Marathon an den Start gehen will, braucht dafür die Zustimmung des italienischen Leichtathletikverbands FIDAL. Das geht für internationale Starter auf zwei verschiedene Wege. Bist du Mitglied eines Leichtathletikverbands, der der IAAF angehört, brauchst du lediglich eine Erklärung für ausländische Athleten ausfüllen und mit deinem Mitgliedsausweis bei der Anmeldung vorweisen. Alternativ kannst du aber auch die sog. RunCard erwerben, die derzeit 15€ kostet (Stand 23. April 2019), ein Jahr gültig ist und einen Versicherungsschutz für Läufe in Italien bietet. Damit dieses gültig ist, müsst ihr ein Zertifikat (Attest) hochladen. Hierfür ist eine Sporttauglichkeitsuntersuchung notwendig, die neben einer optischen Visite auch eine Urinuntersuchung, eine Spirografie (Lungenfukntionstest) und ein Ruhe- sowie Belastungs-EKG vorsieht.
"Standardattests" des Hausarztes, die bisher eigentlich auch immer durchgewunken wurden, wurden bei mir dieses Jahr ausdrücklich abgelehnt und das oben hinterlegte Attest gefordert. Hierfür solltet ihr mit ca. 100€ rechnen. Die meisten Sportärzte bieten auch die Möglichkeit an, solch eine Untersuchung mit einer Leistungsdiagnostik zu kombinieren., dann solltet ihr mit 150-200€ rechnen. Das ist dann aber selbstverständlich nicht mehr zwangsweise für die Teilnahme am Marathon notwendig.
Unabhängig davon ist eine regelmäßige Sporttauglichkeistuntersuchung meiner Ansicht nach aber auch bei auf den ersten Blick gesunden Menschen sinnvoll, da ein Marathon immer eine große Belastung für den menschlichen Körper ist.

Weitere Infos


Weitere Hinweise zum Marathon findest du direkt auch der Website des Veranstalters.
http://www.maratonainternazionalediroma.it

Solltest du Fragen zum Marathon haben, dann stell sie gern in einem Kommentar hier unter dem Blogpost.

Gewinne ein komplettes Laufoutfit von arena


arena und ich sind in den nächsten Monaten verstärkt gemeinsam unterwegs. Deshalb darf ich auch von März bis August diesen Jahres gemeinsam mit arena jeden Monat ein komplettes Laufoutfit (abwechselnd für Frauen und Männer) verlosen. Deshalb freue ich mich nun im April das erste Outfit für Frauen verlosen zu können.



Das Outfit besteht aus einem Shirt, einer Hose, einer Jacke und einen Multifunktionstuch (Abb. ähnlich), jeweils in Größe S.
Das Gewinnspiel selbst läuft über Instagram. Checke einfach das hier verlinkte Gewinnspielfoto.




Anzeige | Dieses Gefühl eine Startnummer in den Händen zu halten - einfach unbeschreiblich! Diese Mischung aus Vorfreude, positiver Nervosität und gerade beim Marathon auch Respekt und Demut vor dieser großen Herausforderung. 💪🏼🔥 Fast schon wie eine Sucht. 😄 Und Anfang des Monats war es wieder soweit, als ich zusammen mit @arenawaterinstinct beim 25. #RomaMarathon am Start sein konnte. Auf 👉🏼 www.RUNWITHLARS.de 👈🏼 findest du nun die wichtigsten Insides zum Lauf, wenn du auch mal in Rom über die 42,195 km an den Start gehen willst. Und zusätzliche habe ich gemeinsam mit #arenasportswear noch ein Gewinnspiel für euch am Start. 🎁🎉😊 Zu gewinnen gibt es diesen Monat ein komplettes Laufoutfit für Frauen in Größe S bestehend aus Hose, Shirt, Jacke und Multifunktionstuch (ähnlich Foto 2). Und so kannst du gewinnen.. 1️⃣ Folge @arenawaterinstinct 2️⃣ Verlinke hier in einem Kommentar deinen Laufbuddy 3️⃣ Und verrate mir gleichzeitig in diesem Kommentar, warum du ein neues Laufoutfit von @arenawaterinstinct gebrauchen könntest. Das Gewinnspiel läuft bis Freitag (26. April 2019 um 19:59 Uhr). Es gelten bestimmte Bedingungen siehe: http://www.runwithlars.de/2019/04/Rom-Marathon.html Viel Glück 😊 #arenarunningcrew (Fotos: Pomodoro Produzioni)
Ein Beitrag geteilt von Lars (@kulikeljudi) am



Zudem bekommst du mit dem Code LARSARENA-APRIL 20% Rabatt auf alle Laufsachen im Onlinestore von arena. Viel Spaß beim Shoppen!


Teilnahmebedingungen


1. Das Gewinnspiel wird von mir - Lars Sonnemann (Kontaktdaten siehe Impressum) - mit freundlicher Unterstützung von arena veranstaltet und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram, außer, dass Instagram die Plattform für das Gewinnspiel stellt.
2. Zu Gewinnen gibt ein Frauen-Laufoutfit bestehend aus einem Shirt, einer Hose, einer Jacke und einen Multifunktionstuch in Größe S.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 23.04.2019 und endet am 26.04.2019, 19:59 Uhr. Der/ die Gewinner/in wird zeitnah bekanntgeben. 
4. Teilnehmen darf, wer älter als 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. 
5. Um zu gewinnen, muss am Gewinnspiel wie unter dem Gewinnspielfoto beschrieben teilgenommen werden.
6. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem kann der Gewinn nicht überreicht werden. 
7. Wenn sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin nicht innerhalb 14 Tage meldet, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der/die nächste Gewinner/in wird gezogen.
8. Eine Barauszahlung erfolgt nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
9. Änderungen oder ein kurzfristiger Abbruch des Gewinnspiels behalte ich mir als Veranstalter vor.
10. Die im Rahmen des Gewinnspiels notwendigen Daten werden nur zur Gewinnübergabe genutzt. Diese werden nur so lange aufbewahrt, wie für das Gewinnspiel notwendig und anschließend gelöscht.

Viel Erfolg.