Test: Apple Watch Series 4 - was kann die neue Smartwatch aus Kalifornien?

Anzeige: Die Uhr wurde mir netterweise von Apple für den Test zur Verfügung gestellt.

Seit zweieinhalb Monaten ist die neue Apple Watch Series 4 auf dem Markt. Genauso lange konnte ich sie mittlerweile testen und dabei habe ich die Uhr nicht geschont. Insbesondere die Schwachstelle der Datenerfassung bei Longruns bei der Watch Series 3 habe ich getestet (hier gehts zum Post) und die neue Watch auch mit auf meine Reise zum New York Marathon genommen. 

Ich möchte diesen Bericht mit meinem Fazit zur Apple Watch 3 beginnen. "Die Apple Watch Series 3 ist meiner Ansicht nach für Hobbyläufer ein netter Kompromiss. Und vor allem ein tolles Spielzeug. Wer eine Apple Watch hat und beim Laufen nicht unbedingt Runden messen oder vorab programmierte Intervalle ballern möchte, liegt mit der Uhr auf keinen Fall falsch. Denn neben einem schnellen GPS, leichtem Gewicht und einem schicken Design bietet die Uhr alles, was man zum reinen Laufen benötigt."

Doch hat sich an dieser Aussage etwas geändert und wenn ja, was? Als ich die neue Apple Watch Series 4 zum ersten Mal in den Händen gehalten habe dachte ich zunächst, dass sich eigentlich gar nicht so viel geändert hat. Aber nach zweieinhalb Monaten intensiver Nutzung hat sich diese Meinung doch deutlich geändert. Die neue Apple Watch ist erwachsener geworden. Gemeinsam mit dem kurz zuvor veröffentlichten neuen WatchOS 5 steht sie nämlich stark unter dem Motto Aktivität und Gesundheit und das hat Apple relativ unauffällig und trotzdem nicht weniger präsent implementiert. Während die groß angekündigte EKG-Funktion mangels Zulassung in der EU noch auf seine Einführung wartet, wird es in anderen Bereichen wesentlich besser spürbar und auch heute schon nützlich. Beginnen wir aber vorab mit dem Äußeren der Uhr und ein paar technischen Details, bevor wir zum sportlichen Teil übergehen.


Die äußeren Werte 


Im Vergleich zur Watch Series 3 ist die neue Apple Watch wesentlich rundlicher und rein optisch Schlanker geworden. Auch wenn sich die Abmessungen kaum Unterscheiden, wirkt die Uhr flacher und eleganter. Dabei sind die Displayabmessungen sogar von 38 auf 40mm bzw. 42 auf 44mm angewachsen. Und nicht nur das. Die Displays sind insgesamt auch größer geworden, denn der Displayrand ist geschrumpft und hat so Platz für mehr geschaffen, sodass das Display nun die Ränder besser ausnutzen kann.


Grafik: Apple

Das Gehäuse selbst wird in der vierten Generation nur noch in Aluminium oder Edelstahl ausgeliefert. Keramik wurde also von der Auswahlliste gestrichen. Dafür sind sowohl die Aluminium- als auch die Edelstahluhren in den Farbvarianten Silber, Space Grau (Aluminium) / Space Schwarz (Edelstahl) und Gold erhältlich. Wer wiederum viel Wert auf Individualisierung legt, der schafft das natürlich noch besser mit dem für ihn und zur Uhr passenden Armband. Und da hat Apple meiner Ansicht nach etwas ganz besonderes geschafft. Denn obwohl das Gehäuse von den Abmessungen und Radien her sein Äußeres ordentlich verändert hat, sind ALLE Armbänder älterer Apple Watches voll kompatibel mit der neuen Series 4. Wirkt vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so besonders und haut vielleicht zunächst gar nicht so vom Hocker, aber das hat mich mit der Zeit immer stärker begeistert. Gerade aus Kostengesichtspunkten ein riesiger Vorteil, denn für ein schickes Edelstahlband von Apple ist man schnell einen guten dreistelligen Betrag los. 

Die Unterseite ist mittlerweile komplett aus Keramik und Saphirglas. Das liegt einerseits daran, dass die LTE-Antennen nach unten gewandert sind und sich so der Empfang verbessern soll. Der Boden enthält aber noch eine viel größere Neuerung, die die Apple Watch endlich auch ohne Brustgurt zum Sporteln richtig attraktiv machen soll. Denn neben dem optischen Herzsensor hat die neue Apple Watch Series 4 auch einen elektrischen Herzsensor integriert, der der Natur der Sache geschuldet wesentlich genauer sein sollte. 


Die inneren Werte


Als Läufer kommt es für mich eher auf die Funktionalität an, deshalb fasse ich an dieser Stelle nur ein paar Daten vom Datenblatt zusammen, um euch die Sucherei zu ersparen 😉

Die neue Apple Watch gibt es mittlerweile nur noch mit 16 GB Speicher. Eine Unterteilung wie vorher als es die GPS-Edition nur mit 8 GB und die GPS+Cellular-Edition mit 16 GB gab, fällt also weg. Zudem ist die Watch ausgestattet mit dem neuen 64-Bit Dual-Core S4 Prozessor,  GPS, GLONASS, Galileo und QZSS, einem barometrischen Höhenmesser, Beschleunigungs- und Gyrosensoren sowie WLAN (802.11b/g/n 2,4 GHz), neuerdings auch Bluetooth 5.0, bis zu 18h Batterielaufzeit, watchOS 5 und Wasserdicht ist die Uhr auch noch bis 50 Meter.

Kommen wir aber zu dem für uns Läufer Relevanten Details. Der Mix aus optischen und elektronischen Herzfrequenzsensor macht meiner Ansicht nach wirklich den Brustgurt überflüssig. In verschiedenen Trainingseinheiten habe ich Watch 3 und 4, aber auch Watch 4 und Garmin Fenix 5 Plus gegeneinander antreten lassen, die ich stets mit Brustgurt nutze. Und dabei ließ sich feststellen, dass die Abweichungen der durchschnittlichen Herzfrequenzen zwischen Brustgurt bei der Fenix und elektrischem Herzsensor der neuen Apple Watch verschwindend gering waren. Das ist für mich ein echter Mehrwert.

Die Bedienung 


Ein genauso großer Mehrwert ist auch die verbesserte Digital Crown mit haptischem Feedback. Eine Funktion, von der ich vorher nicht wusste, dass ich sie brauchen würde. Im Alltag aber sehr angenehm und vor allem praktisch, wenn die Uhr nun fühl- und hörbar ein leises Ticken von sich gibt. Außerdem hieß es vorab, dass das Display nun unempfindlicher gegenüber Fingerabdrücken sein soll und das kann ich wirklich bestätigen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass es ein Unterschied wie Tag und Nacht ist. Denn so sauber wie jetzt, war mein Display (fast) noch nie.
Entsperren durch Drehen der Digital Crown

Die Bedienung des Displays mit feuchten Fingern bleibt weiterhin etwas tricky. Insbesondere zur Herausforderung wird es dann, wenn man die Uhr unter einem langärmlichen Shirt trägt, dass von Schweiß oder Regen nass geworden ist. Denn dadurch kann es auch ungewollt passieren, dass das Display Berührungen erkennt und so wurde vor kurzem mein 21km Traingslauf in der Nike-App bereits nach 18km beendet. Umgehen kann man das, indem man zum Beispiel die Training App von Apple benutzt und dann das Display gegen Feuchtigkeit sperrt. Entsperren lässt sich das dann wieder, wenn man die Digital Crown ein paar Sekunden dreht. 


Die Funktionen


Bei den bereits herstellerseitig installierten Funktionen hat Apple auch nachgelegt. Neben einer nun integrierten Sturzerkennung, die im Notfall den Rettungsdienst und hinterlegte Notfallkontakte informiert (habe die Funktion lieber nicht probiert - wollte nicht unnötig hinfallen 😉) gibt es in WatchOS 5 auch eine automatische Trainingserkennung. Theoretisch bräuchte ich also gar nicht mehr das Training auf der Watch starten, sondern die Watch fragt mich nach wenigen Minuten, ob ich die entsprechende sportliche Tätigkeit ausübe - also zum Beispiel outdoor Laufe - und wenn ich das bestätige, erscheint auf dem Display mein bisheriges Training. Das funktioniert in den meisten Fällen ganz gut, die ersten Paar hundert Meter gehen aber gern mal verloren. Und wer es genau nimmt, sollte das Training lieber manuell starten.

Außerdem kann ich Challenges gegen Freunde (wer mehr in einer Woche läuft) starten und in manchen sehr modernen Fitnessstudios auch meine Watch mit den vorhandenen Geräten koppeln. So sehen ich nach meinem Lauf auf dem Laufband direkt die Daten auch auf meiner Watch checken.

Rollende Pace und Kadenz sind jetzt auch in Training verfügbar (Foto: Apple)
Für mich als Läufer ist aber vor allem wichtig, dass es nun eine Lösung dafür gibt, dass die gemessenen Daten nach dreißig Kilometern und mehr nicht mehr vollkommen von der Realität abweichen. Die Herausforderung war nämlich, dass die Nike App nach sehr langen Läufen gern mal deutlich weniger Kilometer angezeigt hat, als ich gelaufen bin. Hinzu kam, dass die Trainingsapp von Apple mangels Funktionen für mich kaum gleichwertiger Ersatz für die Nike-App war. Mittlerweile wurde die App Training für Läufer u.a. um eine rollende Pace (Durchschnitt letzter Kilometer zusätzlich zu gesamter durchschnittlicher Pace) ergänzt. Und sie ist genau. Beim New York City Marathon standen beispielsweise am Ende 42,58km auf der Uhr. Also voll im Rahmen für ein Rennen, dass auf der Ideallinie gelaufen schon mindestens 42,2km+1% lang ist.

Weniger begeistert mich weiterhin die Tatsache, dass es keine vernünftige Spotify-App gibt. Apple Music ist für mich persönlich nicht der Hit und solange ich keine Playlists in Spotify für die Offline-Nutzung speichern kann, ist das für mich echt schwach. Das können selbst deutlich ältere Laufuhren der Konkurrenz. Zum Glück höre ich gern auch Podcasts und da bin ich mit der Podcast-App sehr gut versorgt.

Weiterhin kann man natürlich auch mit dem passenden Vertrag oder wenn Uhr und iPhone verbunden sind mit der Watch telefonieren, was ich beim Laufen nun ein paar Mal in "Notfällen" gemacht habe. Wenn mich Familienmitglieder angerufen haben, bin ich also auch mal rangegangen. Und das funktioniert echt gut. Einerseits ist die neue Watch etwas lauter als zuvor, sodass ich mein Gegenüber besser hören kann, andererseits hat Apple auch das Mikrophon verbessert, was dazu geführt hat, dass am anderen Ende der Leitung subjektiv nie jemand einen Unterschied zu einem normalen Handy merken konnte, wenn wir telefoniert haben.

Der Wechsel


Der Wechsel von der Watch Series 3 zu Watch Series 4 war Apple-typisch einfach und schnell erledigt, sodass ich wenige Minuten später schon loslegen konnten. Lediglich nach gut zwei Monaten musste ich die Watch einmal vom iPhone entkoppeln und aus dem Backup wiederherstellen, da es Übertragungsprobleme von Trainingseinheiten sowohl in der Nike- als auch er Apple-eigenen Trainings-App zum iPhone gab. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mir zwischenzeitlich ein neues Smartphone kaufen musste. Der Zeitaufwand hierfür war aber sehr gering und bisher war es nach einem acht Monaten Apple Watch-Nutzung meine einzige wirkliche technische Herausforderung. Ansonsten hatte ich nie Probleme mit den beiden Uhren.


Mein Fazit


Die Apple Watch war smart und bleibt smart. Das Angebot verschiedenster Apps, reicht von Fußballliveticker auf der Uhr bis zur angeleiteten Yoga-Stunde. Das muss nicht jeder mögen, aber sicher ist für jeden etwas dabei. Endlich konnte ich eine Apple Watch auch mal bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt testen (-4 Grad Celsius) und konnte auch nach zwei Stunden Laufen keinen Schwächen wie eine verkürzte Akkulaufzeit erkennen. 

Sehr erfreulich war für mich ebenfalls, dass die Probleme mit dem genauen Aufzeichnen langer Strecken - zumindest in der Training App - gelöst sind und meine gelaufenen Strecken nun vergleichsweise ziemlich genau abgebildet werden. Wünschenswert wäre noch eine direkt herstellerseitig integrierte Schlaftrackingfunktion. Vielleicht kommt das ja mit einem nächsten größeren Update von WatchOS.

Apple tut einiges, um die Uhr vor allem als gesundheitlichen Assistenten interessant zu machen und Funktionen wie die Ausgabe von Warnungen bei Auffälligkeiten der Herzfrequenz tun sicherlich ihren Teil, dass im Einzelfall Menschen schneller auf Probleme mit ihrem Herzen aufmerksam werden.

Der Mix aus Sportbegleiter, Fitnesstracker und Helferlein im Alltag lässt mich die Uhr gern rund um die Uhr tragen. Denn reine Laufuhren passen in meinem Fall oft wirklich gar nicht zum Outfit (Anzug auf Arbeit) und das umgeht das schlanke und hochwertige Design der Apple Watch sehr elegant. Und das ist für mich die größte Voraussetzung, wenn ich eine Uhr auch als Fitnesstracker verwenden will: Ich muss sie (fast) immer tragen können. Wenn ich nur den halben Tag tracken kann, brauche ich es auch gar nicht. 

Für mich sind aber vor allem die Lauffunktionen wichtig. Und hier würde ich mir am liebsten einen Mix aus Strava (Auswertbarkeit der Daten), Nike Run Club (Aufgeräumte und doch sehr komplette Displayansicht - nichts fehlt) und Training App (Funktionsumfang) wünschen. Sobald das verfügbar ist, schlägt die Apple Watch meiner Ansicht nach jede reine Laufuhr. Und das um Längen. Denn wenn ich eine Laufuhr mit smarten Funktionen haben will, bin ich schnell in ähnlichen und höheren Preissegmenten als die Apple Watch. Und dabei ist die Bedienung noch lange nicht so einfach wie bei der Uhr aus Cupertino.


Apple Watch Series 4: Preis ab 429€ (Stand 12/2018)

Das gefällt mir - oder auch nicht so:
+ größeres und besseres Display 
+ sehr einfache und intuitive Bedienung
+ Armbänder älterer Generationen weiter verwendbar 
+ gute Lautsprecher 
+ Telefonfunktion und Sturzerkennung kann Leben retten

- Akkulaufzeit leicht schwächer als bei der Apple Watch Series 3
- Cellular nur mit SIM-Karten von Telekom oder Vodafone (Stand 12/2018)
- nur mit iPhones kompatibel
Der optische Herzsensor bei der Arbeit


Ein letztes Mal Strand und Sonne dieses Jahr - Teneriffa Marathon


Sommer, Sonne, gute Laune. Wer mag das nicht!? Und dann auch noch bei einem Laufevent im November. Klingt fast zu schön um wahr zu sein. Auf jeden Fall aber nach einem vernünftigen Abschluss für meine Straßenlaufsaison 2018. Deshalb ging es für mich am 11. November 2018 beim 5. Maraton Santa Cruz de Tenerife an den Start.

Foto: Turismo de Tenerife

Die Idee für den Lauf kam bei mir im Juni auf, als ich zum Bluetrail auf Teneriffa war. Die Spannweite der Distanzen des Marathons auf Teneriffa reicht dabei vom kurzen 8 km-Lauf über die 21 km bis zum ganzen Marathon.
Da ich gerade mal eine Woche vorher noch beim New York Marathon an den Start gehen wollte, erschien mir der Halbmarathon ein vernünftiger Kompromiss zu sein, sorgte gleichzeitig aber auch ein wenig für Bauchschmerzen. Denn bereits eine Woche nach dem Major schon wieder 21 km zu laufen kann riesigen Spaß machen, andererseits aber auch zur unheimlich Qual werden. Zum Glück zerschlugen sich diese Bedenken recht schnell, da der New York Marathon mehr als entspannt für mich lief und die Beine so schon am nächsten Tag wieder locker flockig unterwegs waren.


Das Abenteuer beginnt


Foto: Turismo de Tenerife
Umso freudiger war ich also, als ich einen Tag vor dem Lauf am Samstag fit auf Teneriffa ankam. Die Startunterlagen bekommt man bereits ab Donnerstag in fußläufiger Nähe zum Startbereich nahe des Plaza de Espana. Der Lauf selbst ist wirklich gut organisiert und das macht sich auch am Renntag  bemerkbar. Neben genügend Toiletten, einem entspannten Start-Ziel-Bereich und wenig Hektik ist vor allem die kanarische Lebensfreude zu spüren. Musik, Tanz und gute Laune, das dominiert spürbar die Atmosphäre, sodass auch trotz frühen Aufstehens die Vorfreude auf das Event nicht zu kurz kommt. Immerhin beginnen HM und Marathon bereits um 8:30 Uhr - lediglich der 8 km-Lauf erst um 11:30 Uhr. Jedoch ist das auch bitter nötig. Denn bereits beim Start waren es dieses Jahr deutlich über 20 Grad und mit bestem Sonnenschein fühlen sich auch um die 25 Grad gegen 11 Uhr wie ein Tanz auf dem Vulkan an. Erst als sich später ein paar kleinere Wölkchen vor die Sonne schoben, wurde es
entspannter.

Die drei Distanzen selbst haben alle eine gemeinsame Basis - nämlich einen ca. 8km langem
Rundkurs durch die Innenstadt von Santa Cruz. Aber Achtung, Santa Cruz wirkt zwar gar nich soooo hügelig, ist es beim Laufen dann aber doch. Möchte man den Halbmarathon laufen, biegt man kurz vor dem Schluss der 8 km-Runde nicht rechts in Richtung Zielkanal ab, sondern links in Richtung Playa de Las Teresitas. Das schöne hieran ist, dass man noch einmal einige Kilometer den Blick über den Atlantik genießen kann. Vorbei an Tankanlagen und riesigen Schiffen des Hafens von Santa Cruz. Dieser Blick über das Meer hat aber auch seinen Preis, denn die nächsten gut sechs Kilometer geht es stets mit einer leichten Steigung und Gegenwind bergauf. Wie es immer so ist, geht es anschließen natürlich auch den Rest der Strecke wieder leicht bergab, lustigerweise aber ebenfalls mit Gegenwind. Und nicht nur das, denn auch wenn es bergab geht, heißt es nicht, dass man nach der langen Aufwärtspassage noch Körner für einen vernünftigen Spurt zum Ende hat. Das kann schlauchen. Und noch mehr schlaucht es natürlich, wenn man diese lange Runde noch ein zweites Mal laufen will, um den Marathon voll zu machen. Dieser ist definitiv nur was für harte Hunde. Deshalb habe ich auch größten Respekt vor allen Finishern, die sich dieser Herausforderung stellen. Dass der Gewinner dieses Jahr 2:35:34h für die 42,195 km gebraucht hat, sagt glaube ich einiges über den Marathon aus und bestätigt mir, dass die 21km für mich als kleine Mutti vollkommen ausreichend war. 😜

Hat man es dann nach dem sonnigen Lauf ins Ziel geschafft, warten Massage, Snacks und Getränke auf einen. Leider gibt es kein Bier im Ziel und auch wenn Coca Cola als Sponsor groß wirbt, findet man entlang der Strecke und im Ziel keinen Cola-Ausschank. Dafür werden entlang der Strecke genügend Becher gefüllt mit Iso-Drinks, Wasser und auch Orangenspalten gereicht. Gerade die Orangenspalten, die ich international sonst auch aus England und den USA kenne, genieße ich immer sehr. Denn diese Vertrage ich wesentlich besser als Äpfel und Bananen, wie man sie oft von deutschen Volksläufen kenne.

Fazit


Alles in allem ist die Reise nach Teneriffa zum Marathon ein richtiges Highlight für mich gewesen, denn Teneriffa ist extrem vielseitig. Gerade ein Start in Santa Cruz bietet die Möglichkeiten einer Städtereise kombiniert mit einer schnell erreichbaren, schönen Natur. Nahezu paradiesische Trails warten im Gebirge darauf entdeckt zu werden, genau wie Strände und Steilküsten. Dabei macht das Wetter auch mit. Denn selbst im tiefsten "Winter" sind in der Regel 15 Grad und mehr. Und auch der Atlantik bietet um die Kanaren herum ganzjährig um die 20 Grad an, was zum Schwimmen und Entspannen einlädt. Und vor allem kann man im Winter laut unserem lokalen Guide Cao beim Schwimmen im Atlantik durchaus den schneebedeckten Gipfel des Teide bestaunen. Mit dem habe ich übrigens noch eine Rechnung offen, denn ich war noch nie auf dem 3.718 m hohen Vulkan. Teneriffa, ich komme wieder! 😊


Für weitere Infos zum Marathon kommst du hier zur Seite des Maraton Santa Cruz de Tenerife


Impressionen vom Lauf


Foto: Turismo de Tenerife
Foto: Raquel Ceca


Die Laufsaison geht weiter!

Anzeige: Meine Teilnahme am Red Bull All In wird ebenso wie das Gewinnspiel netterweise von Red Bull unterstützt.

Du dachtest deine Laufsaison ist schon vorbei? Nichts da. Jetzt geht es erst richtig rund! 😉 Denn am 15. Dezember ist noch einmal Laufen angesagt. Die Red Bull All In Premiere steht auf dem Plan und damit ein Hindernislauf, der es in sich hat.
Foto: Red Bull

Am 15. Dezember warten auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf 15 ganz besondere Hindernisse auf dich. Denn auf der 2,5km lange Strecke möchten ganz nebenbei auch noch über 200HM überwunden werden. 😎 Klingt nicht nur spaßig, das wird es auch, da bin ich mir absolut sicher.

2,5km sind dir zu wenig? Kein Ding. Es gibt zwei K.O.-Runden und ein Finale. Wenn du schnell genug bist, gibt es also auch genug Wettkampf. Aber schnell sein ist nicht nur beim All In selbst gefragt. Das Teilnehmerfeld ist auf 500 Sportlerinnen und Sportler begrenzt. Und ich habe meinen Startplatz schon. Sicher dir also einen der 499 anderen Startplätze, bevor es zu spät ist.

Und da ich wenig lieber mache, als Startplätze zu verlosen (ich freue mich bei anderen ja auch drüber), kommt jetzt noch das Sahnehäubchen für dich.

Gewinne deinen Startplatz!


Gemeinsam mit Red Bull verlose ich einen Startplatz für die Premiere des Red Bull All In in Oberstdorf. Und so bist du im Lostopf..

1. Schreib unter dem Gewinnspielfoto einen kurzen Kommentar, warum du gern an Hindernisläufen teilnimmst und 2. gib den letzten 3 Fotos in meinem Instagramfeed ein ❤️, indem du auf Like drückst. Schon bist du im Lostopf. Das Foto findest du hier:




Anzeige | Du dachtest deine Laufsaison ist schon vorbei? Nichts da ‼️ Denn am 15. Dezember ist noch einmal #Laufen angesagt 😉 #RedBullAllIn steht auf dem Plan. 2,5 km laufen, 15 Hindernisse und vor allem geht’s die Heini-Klopfer-Skiflugeschanzen HOCH. Das ist doch mal was 😎 Ich bin dabei und freu mich schon einer der insgesamt 500 Starter zu sein. Mehr Plätze gibt’s nämlich nicht. Aber gemeinsam mit RedBull lade ich dich ein und verschenke 1 Startplatz. Wie du dabei sein kannst? 1️⃣ Kommentiere dieses Foto, warum du gern an Hindernisläufen teilnimmst und 2️⃣ gib den letzten 3 Fotos in meinem Feed ein Like. Das Gewinnspiel läuft bis zum 25.10.18. Es gelten bestimmte Bestimmungen, die du auf runwithlars.de findest. Den direkten Link findest du in meiner Bio. Ich freue mich mit dir gemeinsam an den Start zu gehen. 😊💪🏼
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Teilnahmebedingungen

1. Das Gewinnspiel wird von mir - Lars Sonnemann (Kontaktdaten siehe Impressum) - mit freundlicher Unterstützung von Red Bull veranstaltet und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram, außer, dass Instagram die Plattform für das Gewinnspiel stellt.
2. Zu Gewinnen gibt es einen Startplatz für das Red Bull All In Obstacle Race am 15. Dezember 2018. Anreise und ggf. Unterkunft sind nicht Bestandteil des Gewinnspiels.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 21.10.2018 und endet am 25.10.2018, 19:59 Uhr. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird zeitnah bekanntgeben. 
4. Teilnehmen darf, wer älter als 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. 
5. Um zu gewinnen, muss am Gewinnspiel wie oben beschrieben teilgenommen werden.
6. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem kann der Gewinn nicht überreicht werden. 
7. Wenn sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin nicht innerhalb 72 Stunden meldet, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der/die nächste Gewinner/in wird gezogen.
8. Eine Barauszahlung erfolgt nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
9. Änderungen oder ein kurzfristiger Abbruch des Gewinnspiels behalte ich mir als Veranstalter vor.
10. Im Rahmen des Gewinnspiels werden die Kontaktdaten der Gewinner zur Übermittlung an die Veranstalter des Red Bull All Ins erhoben, um die Startunterlagen zu erstellen. Diese werden nur so lange aufbewahrt, wie für das Gewinnspiel notwendig und anschließend gelöscht.

Viel Glück 😊

Foto: Red Bull



AfterShokz - zu Besuch auf der IFA Berlin


Enthält Werbung: Bezahlter Blogpost 

Die Kopfhörer von AfterShokz sind vor allem eines: Anders als alle anderen. Dank der Bone-Conduction-Technology wird der Ton nämlich nicht über den Gehörgang, sondern über die Knochen übertragen. Was im ersten Augenblick ungewöhnlich und vielleicht sogar unangenehm klingen mag, ist meiner Ansicht nach extrem praktisch und auch angenehmen.


Sogar so angenehm, dass ich meine TrekzAir seit mittlerweile mehr als einem Dreivierteljahr regelmäßig trage und sie mich auch des Öfteren im Marathontraining über mehrere Stunden lange Trainingseinheiten begleiten. Warum?

- die Ohren bleiben frei (großer Sicherheitsaspekt)
- es gibt keine lästigen Kabel
- die Kopfhörer rutschen nicht aus oder von den Ohren
- mehr als 6h Akkulaufzeit
- mit zwei Geräten parallel koppelbar

    Aber vor allem zählt für mich tatsächlich der Sicherheitsaspekt am meisten. Da die Ohren frei bleiben, können Umgebungsgeräusche problemlos wahrgenommen werden, sodass näher kommende Autos, etc. nicht erst beim Überholvorgang wahrgenommen werden, sondern man sich schon vorher darauf einstellen und ggf. ausweichen kann. Damit traue ich mich sogar auf dem Rennrad nebenbei Hörbücher zu hören. 😎

    Mehr dazu auch in meinem Erfahrungsbericht, den ihr hier findet.


    Neues von der IFA


    Anlässlich der vom 31. August bis 05. September 2018 stattfindenden IFA, der weltweit größten Messe für Consumer Electronics, durfte ich den Stand von AfterShokz in den Berliner Messehallen unter'm Funkturm besuchen.

    Hier gab es nicht nur die Trekz Titanium und das Spitzenmodell Trekz Air zu bestaunen, sondern auch ein besonderes Schmankerl, das zum Jahresende hin auf den Markt kommen soll: Die XTrainerz von OptiShokz. Das ist eine Sportbrille, die die Bone-Conduction-Technology integriert hat, sodass man  gar keine Kopfhörer mehr zusätzlich braucht, sondern direkt mit der Sportbrille Musik, Podcasts, etc. auf dem Rad, bei Laufen, im Fitness Studio und sonst wo hören kann. Mega!

    Und alle diese Produkte konnte man sich vor Ort von den netten Kolleginnen und Kollegen von AfterShokz in diversen Colorways zeigen lassen und direkt ausprobieren. Denn nur so bekommt man natürlich auch ein Gefühl dafür, wie die Kopfhörer tatsächlich sind.

    Jetzt aber das Highlight! Denn gemeinsam mit AfterShokz darf ich zwei Paar der Bluetooth-Kopfhörer Trekz Air im neuen Colorway Canyon Red verlosen. Und das ist dein Chance, schnapp sie dir! 😉

    Du willst die Kopfhörer haben? Hier ist deine Chance!


    Was du dafür tun musst? Besuche meinen Instagram Account und kommentiere bis zum 08. September 2018 um 19:59 Uhr unter dem Gewinnspielfoto, warum du gern ein Paar gewinnen möchtest und verlinke zwei Freunde, für die das Gewinnspiel spannend ist.

    Anzeige | Heute war ich auf der #IFA2018 am Stand von #AfterShokz und hab mir angeschaut, was derzeit auf dem Markt ist und was cooles Neues kommen wird 😎 Und da sind echt spannende Dinge bei, für Leute, die gern Musik, Hörbücher, etc. beim Sport hören, und keine Kompromisse in Sachen Sicherheit machen wollen. Hast du Bock das Gefühl von #BeOpen kennenzulernen? Dann hab ich ein Gewinnspiel für dich 😊🎁🎉 Denn gemeinsam mit #AfterShokz verlose ich zwei #TrekzAir im neuen Colorway #canyonred. Wie du gewinnen kannst? Ganz einfach. Kommentiere unter diesem Bild, warum du gern ein Paar gewinnen willst und verlinke zwei Freunde, für die das auch spannend ist 😊 That’s it 🤟🏼 einfach bis nächsten Samstag (8.9.18.) mitmachen. Viel Glück ☺️ Check gern auch die Story von @myaftershokz_de für ein Paar coole Impressionen. Übrigens: Es gelten bestimmte Bedingungen fürs Gewinnspiel (siehe Link in meiner Bio) • #newtech #newcolor #colorlaunch #BeOpen #myaftershokz #ShokzSquad #meetaftershokz
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    Die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel findest du ganz am Ende dieses Blogposts.

    Vorab noch der Hinweis, dass du die Trekz Air im brandneuen Colorway Canyon Red natürlich auch so erwerben kannst, wenn du das Gewinnspiel nicht abwarten möchtest oder leider nicht zu den glücklichen Gewinnern gehörst. Folge einfach diesem Link hier. (P.S. Ich bekomme hierfür keine Provision o.ä. Es soll dir nur die Suche nach dem Produkt erleichtern).


    Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel


    1. Das Gewinnspiel wird von mir - Lars Sonnemann (Kontaktdaten siehe Impressum) - mit freundlicher Unterstützung von AfterShokz veranstaltet und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram, außer, dass Instagram die Plattform für das Gewinnspiel stellt.
    2. Zu Gewinnen gibt zwei mal ein Paar der Bluetoothkopfhörer Trekz Air von AfterShokz.
    3. Das Gewinnspiel beginnt am 01.09.2018 und endet am 08.09.2018, 19:59 Uhr. Die Gewinner werden zeitnah bekanntgeben. 
    4. Teilnehmen darf, wer älter als 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. 
    5. Um zu gewinnen, muss am Gewinnspiel wie oben beschrieben teilgenommen werden.
    6. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem kann der Gewinn nicht überreicht werden. 
    7. Wenn sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin nicht innerhalb 14 Tage meldet, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der/die nächste Gewinner/in wird gezogen.
    8. Eine Barauszahlung erfolgt nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    9. Änderungen oder ein kurzfristiger Abbruch des Gewinnspiels behalte ich mir als Veranstalter vor.
    10. Die im Rahmen des Gewinnspiels notwendigen Daten werden nur zur Gewinnübergabe genutzt. Diese werden nur so lange aufbewahrt, wie für das Gewinnspiel notwendig und anschließend gelöscht.
    Viel Erfolg.



    250km von Hamburg nach St. Peter-Ording beim Reebok Ragnar Relay Wattenmeer


    Anzeige: Meine Teilnahme am Ragnar Relay Wattenmeer wurde netterweise von Reebok Germany unterstützt.

    2018 fand zum ersten Mal eine Reebok Ragnar Relay in Deutschland statt. Was in den USA schon längst Kult ist, versucht jetzt auch in Deutschland Fuß zu faßen. Und hat dabei für den Start eine ziemliche coole Strecke parat: Das Weltnaturerbe Wattenmeer.

    Foto: Reebok / Martha Gattringer

    Die Ragnar Staffelläufe gibt es nun seit bald 15 Jahren. Angefangen hat alles mit einem über 300 km langen Staffellauf von Logan nach Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Und mittlerweile gibt es fast 40 Rennen verteilt auf der ganzen Welt. 
    Bei Ragnar Wattenmeer führt die gut 250 km lange Strecke von Hamburg aus die Elbe Richtung Nordsee entlang und dort dann bis St. Peter-Ording. Sicher nichts für Landratten, denn zur Strecke gehört auch eine Fähre (um den Nord-Ostsee-Kanal zu queren). Vor allem aber geht es um viel Spaß und die Teamleistung. Denn ein Team besteht aus 10 Läufern und jedes Teammitglied läuft drei der insgesamt 30 Streckenabschnitten (sog. Legs), sodass am Ende ca. 20 bis 30 Kilometer in den Beinen jedes Läufers stecken.
    Außer man ist so verrückt sich zu einem Ultra-Team zusammenzuschließen. Dann halbiert sich die Teilnehmerzahl und die Kilomterzahl wird natürlich verdoppelt. 😅 
    Foto: Reebok / Martha Gattringer
    Für unser 10er-Team ging es am Freitag mit dem Dekorieren und Einrichten des Vans los. Denn unser Heim für die nächsten zwei Tage musste natürlich auch etwas hermachen. Also wurde bemalt und beklebt, was das Zeug hält und der Innenraum hergerichtet, damit man sich wohlfühlen kann. Neben Decken und Kissen bieten sich auch Nackenhörnchen super an. Denn Schlaf ist bei so einem Übernacht-Staffellauf absolut Mangelware und jede Minute Dösen oder vielleicht sogar Schlafen sollte genutzt werden. An Bequemlichkeit sparen? Kann man zwar machen, ist  aber kacke. 

    It's Race Day 😊🎉

    Foto: Reebok / Martha Gattringer

    Samstag. 6:45 Uhr. Mein Wecker klingelt. Bevor es zum Frühstuck geht, steht für Culli, Flo und mich noch ein kleiner Shakeout Run an. Da uns eine ganze Alsterrunde zu groß ist, geht es alternativ um die Binnenalster, sodass am Ende 4,5 km auf unseren Uhren stehen. 
    Da die Organisatoren von Ragnar versuchen, dass alle Staffel-Teams möglichst zeitgleich ins Ziel kommen, gibt es ein recht breites Band an Startwellen. Etwas gemütlichere Staffeln starten bereits um 10 Uhr, die Raketen zum Beispiel erst um 16 Uhr.
    Der Start für unser Team ist um 14 Uhr angesetzt und so haben wir noch Zeit für ein paar letzte Besorgungen, damit wir unterwegs nicht noch einmal anhalten und Essen, Getränke oder Snacks nachholen müssen. Genauso kann aber auch mit temporären "Tattoos" der Körper verziert werden, damit man zu einem echten Ragnarian wird.


    Auf geht's


    Pünktlich um 14 Uhr fällt der Startschuss am Hamburger Fischmarkt. Anita ist unsere erste Läuferin und beginnt mit einer 6,9km langen Etappe durch die Hamburger Innenstadt, bevor LauraFlori, Lou, Roland, Paula, Caro, Stefan und Culli folgen und ich als zehnter den Abschluss der ersten Etappe mache.
    Entlang der Strecke durch den wunderschönen Norden erleben wir Sonnenschein, Regen, Wind und tolle Natur. Felder, Flüsse, Wälder, alles dabei. Für mich begann das erste Leg mit eine Länger von 9,9 km gegen 20:20 Uhr und führte mich vom idyllischen Kollmar bis Glückstadt. Aus dem erhofften schönen Lauf an der Elbe lang dem Sonnenuntergang entgegen wurde aber nichts, da abends der Himmel wolkenverhangen war. Und nicht nur das, nach wenigen Minuten fing es auch (wie so oft in der kommenden Nacht) zu schütten an. Also machte ich das beste draus, genoss die Ruhe mit den Schafen entlang des Deichs und sah zu, wie es immer dunkler wurde.
    Foto: Reebok / Martha Gattringer

    Eigentlich ist es wie bei einer Party - du machst die Nacht durch und hast eine schöne Zeit mit Freunden


    Nachdem ich als zehnter Läufer durch war, ging es wieder von vorne los. In den folgenden Stunde sollte der Regen nicht weniger werden, im Gegenteil. Aber unserer Stimmung tat das keinen Abbruch. Wie sagte die Großmutter schon immer? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Und tatsächlich bin ich der Meinung, dass gerade dieses Wetter dem Rennen den Reiz gegeben hat. Es war nicht unbedingt gemütlich, aber es hat für eine gewisse Atmosphäre gesorgt. 

    Genauso wie die kleinen "Umwege" aka. Verfahren, weil zwei Leute in Fremden Terrain schnell drei Meinungen haben, wohin zu fahren ist. 🤣 Aber hey, die Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal bei Nacht ist schon beeindruckend. Genauso wie die vielen Regenbögen morgens kurz nach dem Sonnenaufgang an der friesischen Küste, als Regen und Sonnenstrahlen sich immer wieder abgewechselt haben. 

    Und sowieso, nach der all der Anstrengung durfte ich die letzte halbe Stunde der Schlussetappe durch St. Peter-Ording auch bei bestem Kaiserwetter laufen. So bleibt am Ende die Erinnerung an ein tolles Team, bei dem jeder einzelne im Team alles gegeben hat, wir als Team viel lachen und jeder auf jeden bauen konnte. Unter'm Strich war jeder glücklich. Die Anstrengung sorgte für Adrenalin im Körper nur noch mehr Aufregung und guter Laune. So muss das!


    Foto: Reebok / Martha Gattringer

    Haste Bock?


    Ich schon. Ich würde sofort wieder mitlaufen. Einfach weil es Spaß macht. Im Endeffekt ist so ein Übernacht-Staffellauf auch nicht groß anstrengender als eine Party, bei der man eine Nacht durchmacht. Da sind die Beine morgens auch etwas schwerer. Aufgrund des etwas schlankeren Teilnehmerfeldes überpaced man auch nicht so schnell. Und wer nicht überpaced, hat auch noch am Ende des Staffellaufs Körner übrig. Das ist cool. Und nicht nur das. Bei so einem Staffellauf ist der Spaß nicht schon vorbei, bevor er angefangen hat. Hast du schon einmal an einem Staffellauf teilgenommen? Vielleicht einer 5x5km- oder einer Marathon-Staffel? Dann weißt du, wie schnell der Spaß vorbei ist. Da lohnt es sich kaum die Sportklamotten anzuziehen. 😜 Außerdem wächst man als Team zusammen. Bei Wind und Wetter, Tag, Nacht und wieder am Tag auf engstem Raum für ein gemeinsames Ziel zusammen zu sein, das schweißt extrem zusammen. Außerdem ist nur als Team Großes ist Machbar. Würdest du es schaffen 100, 200 oder mehr Kilometer am Stück zu laufen? Ich nicht. Und weltweit kann das wohl auch nur eine Handvoll. Aber als Team ist es ein Leichtes, solch eine Leistung zustande zu bringen. Und wie cool ist das bitte, wenn du als Team einfach mal zum Meer läufst und dort chillen kannst? Einfach aufgrund dieser Tatsache siehst du auch mehr. Nämlich nicht nur die eigene Stadt, sondern ganz viele schöne Städte und Dörfer. Und ganz viel Natur mit den schönsten Landschaften. 

    25 km? So viel kann ich gar nicht laufen...


    Foto: Reebok / Martha Gattringer

    Denkst du! Mit einem vernünftigen Training ist oft mehr drin, als man für möglich hält. Und gerade die Ragnar Relays bieten den Vorteil, dass der eigene Anteil (beim Ragnar Wattenmeer also ca. 25 km p.P.) nicht am Stück, sondern in drei Etappen aufgeteilt wird. Und wenn man dreimal zwischen 5 und 16 km läuft, dann ist das wesentlich leichter und auch für Leute machbar, die vorher noch keinen Marathon oder Halbmarathon gelaufen sind. Wobei es natürlich auch nicht hinderlich ist, wenn man das kann.


    Worauf man achten sollte

    Gerade wenn ihr so einen Staffellauf wie wir in der Ferienzeit macht, kann es schon mal zu Engpässen bei den Vermietern von WoMos und Vans kommen. Also rechtzeitig buchen!

    Macht euch einen genauen Plan, was ihr benötigt. Ich nehme auf Reisen oftmals mehr mit, als ich brauch. Ist auf begrenztem Platz irgendwie doof. Also überlegt gut, was ihr tatsächlich braucht.
    Auf eins solltet ihr aber nicht verzichten: Genügend frische (trockene) Kleidung, Warnwesten und Stirnlampen/ Reflektoren. Das ist Gold wert.

    Apropos frische Kleidung. Wenn man 24h oder länger unterwegs ist, kann man einiges an Wetter mitnehmen. Checkt bis kurz vorher immer wieder den Wetterbericht und seid auf alles gefasst. Wie gesagt: Es gibt kein schlechtes Wetter - nur die falsche Kleidung.

    Zudem fordert der Körperr über eine Zeit von mehr als 24h eine ganze Menge Energie. Nur tut eurem Körper den gefallen und sorgt für genügend herzhaftes Essen. Für mich als Berliner ist es normal rund um die Uhr was zu essen bekommen. Das ist im tiefsten Schleswig-Holstein morgens um 4 Uhr nicht immer so leicht. Und nach 5 Bananen, zwei Äpfeln, einem Franzbrötchen, zwei Riegeln und so einigem mehr wollte mein Körper keinen Zucker mehr sehen. Zumindest nichts süßes. Und das, obwohl ich zwei Mal Abendessen zu mir genommen habe. Aber der Körper verbraucht echt eine Menge und das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich später mit leeren Tanks das letzte Leg gelaufen bin.

    Außerdem ist es weiße, sich die Laufpartner gut auszusuchen. Wir hatten super viel Spaß und eine schöne Zeit. Wenn starke Charaktere über längere Zeit auf engstem Raum zusammen sind, kann es aber auch mal Stress geben - wie in jedem Urlaub halt. Also wähle deine Teammitglieder weise.


    Hier findest du die Highlights des Rennen als Video.

    Und hier noch ein paar Impressionen vom Race (alle Fotos von Reebok / Martha Gattringer).