Test: Sennheiser CX Sport In-Ear Sportkopfhörer


Anzeige: Die Kopfhörer wurden mir freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Im Frühjahr stellte Sennheiser seine neuen In-Ear Bluetooth-Kopfhörer CX Sport vor, die ich mittlerweile zwei Monate lang auf Herz und Nieren testen konnte. Und dabei wurde es für die Kopfhörer auch feuchtfröhlich. 😉

Wie es der Name schon verrät, liegt der Fokus der Sennheiser CX Sport-Kopfhörer auf einer aktiven Anwendung. Egal ob Workout im Fitnessstudio oder Laufrunde im Wald, die CX Sport versprechen mehr Spaß beim Training durch brillanten klang.
Packt man die Kopfhörer aus, so fallen einem neben den Kopfhörer auch gleich eine Reihe Adapter für verschiedene Ohrgrößen und eine kleine Tasche zum sicheren Aufbewahren und Transportieren der Kopfhörer in die Hände. Unter anderen gibt es Ohradapter in vier verschiedenen Größen (XS-L) und die sogenannten Ear-Fins für den sicheren Sitz im Ohr in drei Größen (S-L).


Zahlen, Daten, Fakten


Der Blick ins Datenblatt verrät, dass die CX Sport mit Bluetooth 4.2 ausgestattet sind, eine Reichweite von 10m besitzen, zwei Geräte gleichzeitig gekoppelt sein können, die Kopfhörer 15 Gramm wiegen, eine Schnellladefunktion dafür sorgt, dass 10 Minuten laden für eine weitere Stunde Musikgenuss reicht und der Audio Codec Qualcomm apt-X für besten Sound sorgt.

Übersetzt für's Training bedeutet das ...

... dass die Kopfhörer extrem leicht sind. Das Tragegefühl ist sehr angenehm und die Kopfhörer selbst sind vom Gewicht her kaum zu spüren.

... dass eine Verbindung mit meinem Smartphone und parallel zu meiner Smartwatch (hier geht's zum Test der Apple Watch 3) problemlos möglich ist und ich so beim Sport auch einfach nur meine Uhr brauche, um Musik zu hören. Vorher aber nicht unnötig neu das Gerät koppeln muss.

... dass der Akku gute sechs Stunden hält. Teilweise bin ich auch noch leicht drüber gekommen.


Auspacken und los gehts


Will man loslegen, fällt zuerst auf, dass am Verbindungskabel zwischen den beiden Ohrstöpseln zwei größere Elemente befestigt sind. Das eine ist die Fernbedienung zum Starten und Stoppen der Musik etc. Das andere beinhaltet den Akku. Dadurch sind die Ohrstöpsel selbst sehr klein und leicht, sodass sie grundsätzlich gut in den Ohren liegen. 
Außerdem liegt den Kopfhörern ein Clip bei, damit man die Kopfhörer am Shirt befestigen kann. Hierdurch lassen sich unschöne Bewegungsgeräusche, die über das Kabel übertragen werden, stark reduzieren, sodass sie für mich in der Testphase nicht mehr wahrnehmbar waren und keine störenden Geräusche auftraten. 

Die Tonqualität ist für meinen Geschmack sehr gut. Auch der Bass ist angenehm, wenn auch In-Ear-typisch eher etwas dezenter. Ich bin zwar kein absoluter Hifi-Experte, aber der Ton klingt sehr klar und präzise. Dadurch läuft man auch nach zwei oder drei Stunden noch motiviert beim Longrun. Hierbei gefällt mir vor allem, dass es beim Tragen zu einen Druckstellen kommt oder die Kopfhörer unbequem werden. Einzige Herausforderung für mich war, dass ich auch nach längerem Suchen keine passende Kombination vorn Ohradaptern und Ohrfinnen gefunden habe, sodass die Kopfhörer leider alle paar Kilometer aus den Ohren rutschen. Das ist für mich leider ein ordentlicher Minuspunkt. 

Besonders hervorheben muss ich aber, dass die Kopfhörer extrem robust sind. Sennheiser gibt an, dass die CX Sport Spritz- und Regenwassergeschützt sind. Ich bin noch einen Schritt weitergegangen und habe die CX Sport (aus Versehen) mitgewaschen. Aber kein Problem, die Musik hört sich hinterher immer noch so gut wie vor dem Waschgang an. Probiert das aber bitte nicht mit euren Kopfhörer aus. 😉

Und natürlich kann man die CX Sport auch als Headset zum Telefonieren verwenden. Das nutze ich aber nicht beim Sport.

Fazit


Für derzeit ca. 129€ (Stand August 2018) erhält man mit den Sennheiser CX Sport-Kopfhörern ein vernünftiges Paar Bluetooth-Kopfhörer, die einfach Spaß machen. Neben einem schlichten Design und einer tollen Verarbeitung punkten die Kopfhörer bei mir vor allem durch eine gute Akkulaufzeit von sechs Stunden und der extremen Robustheit. Kopfhörer die sogar einen Waschgang überleben, sollte mit Regen und sehr schweißtreibenden Workouts keine Probleme haben.



#2018in2018 - Jetzt wird's ernst


In vielen Teilen der Republik hat der Juli einen Hitzerekord nach dem anderen gejagt, viele schöne Sonnenstunden parat gehalten, dabei das Training aber manchmal auch ein wenig zur Qual werden lassen. Wie die BZ berichtete, war Berlin im Juli auch noch die wärmste Region Deutschlands.

Aber hey, das sind doch keine Gründe das Training schleifen zu lassen! Denn zu Beginn des Monats waren es noch 11 Wochen bis zum Berlin Marathon und lag damit mitten in der heißen Trainingsphase mit stundenlangen Trainingseinheiten und schönen Intervalltrainings.

Doch der Juli begann mit einem schönen Kurztrip zum ersten Trailbloggercamp in Mayrhofen im Zillertal. Hier war Zeit, um bei ganz schön anstrengend Trailruns die Schönheit der Natur und der Berge zu genießen. Vor allem aber auch viele lustige Stunden mit den Jungs zu haben.
Mit Patrick, Sebi und Culli beim Trailbloggercamp

Außerdem hatte ich nach anderthalb Jahren endlich mal wieder Zeit und Lust mit Freunden Fußball zu spielen. Und hinterher wusste ich wieder, warum ich anderthalb Jahre nicht spielen war - weil es leider (auch wenn ich leidenschaftlich gern Spiele) kaum in meinen Trainingsplan passt und ich dem Sport aufgrund der Verletzungsgefahr aus dem Weg gehe. Denn wie es so sein sollte, habe ich mich kurz vor Schluss auch verletzt. 🤦🏼‍♂️Grundsätzlich nichts schlimmes, aber mit lädiertem großen Zeh läuft es sich einfach doof. Oder besser gesagt erstmal gar nicht.

Mit Laufbuddy Björn im Startbereich der abgesagten ARCN 2018
Zum Glück konnte ich eine Woche später wieder ins Training einsteigen. Nur leider hätte ich mir leider gar nicht so einen Stress machen müssen. Denn mein kleines großes Ziel war die Adidas Runners City Night am Ku'Damm, die kurzfristig aufgrund einer Unwetterwarnung des DWDs abgesagt werden musste. Satz mit X, wie man so schön sagt.. Aber was soll's, Spaß ist was ich draus mache. Und deshalb gab's am nächsten Tag anstelle der 60 Minuten Auslaufen einfach einen 25 km Tempodauerlauf. Das ist doch auch eine schöne Alternative.

Warum erzähle ich euch aber das ganze? Weil ich unter'm Strich mit dem Juli sehr zufrieden bin. Trotz einer Woche Trainingsausfall war ich 210 km laufend unterwegs. Damit bin ich jetzt nach sieben Monaten bei 1.053km und auf einem guten Weg zu meinem Ziel #2018in2018. 😊🎉
Wie lief der Juli bei dir? Lass es mich doch in einem Kommentar wissen. Gemeinsam erreichen wir unsere Ziele 💪🏼

Wenigstens konnte man im Juli schön die Sonne genießen 😊



Test: Apple Watch Serie 3 - was taugt die Smartwatch als Fitness- und Laufuhr?

Anzeige: Die Uhr wurde mir netterweise von Apple für den Test zur Verfügung gestellt.

Eine Smartwatch als Laufuhrersatz? Eigentlich nur schwer vorstellbar. Ich habe es trotzdem ausprobiert und in den letzten viereinhalb Monaten über 600 Laufkilometer mit der Apple Watch Series 3 gesammelt.


Klar, eine Laufuhr ist eine Laufuhr und eine Smartwatch eine Smartwatch. Das sollte man meiner Ansicht nach vorab bei den Erwartungen trennen und bei der Nutzung im Sinn haben. Aber eine Smartwatch bietet in der Regel auch einige Vorteile. Zum Beispiel was die Optik und damit die Alltagstauglichkeit angeht. Und das besonders, wenn man die Uhr auch als Fitness-/ Activity-Tracker verwenden möchte. 

Die äußeren Werte


Hierunter zählen für mich Materialien, Aussehen, Tragekomfort und Alltagstauglichkeit. 
Die Apple-Watch gibt es in zwei Größen - mit 38 und 42mm Gehäuse - damit für größere und kleinere Handgelenke gleichermaßen etwas dabei ist. Außerdem kann der Käufer zwischen den Materialien Aluminium, Edelstahl und Keramik für das Gehäuse und Silikon, Nylon, Edelstahl und Leder für das Armband wählen. Bei so viel Auswahl dürfte für jeden etwas dabei sein. Und nach kurzer Zeit habe ich den Vorteil genoßen, dass sich die Armbänder in Sekundenschnelle tauschen lassen. Zum Laufen Silikon (das lässt sich so leicht vom Schweiß reinigen), zum Anzug gern auch mal etwas optisch Hochwertigeres.
Damit auch bei den Armbändern schmalere und breitere Handgelenke problemlos das für sich passende Gegenstück finden und die Watch bequem sitzt, werden bei den sogenannten Sportarmbändern aus Silikon gleich Bänder in zwei Längen mitgeliefert. Die Looparmbänder hingegen, die sich an einem Stück um den Arm wickeln, sind eh nicht an die vorgegebenen Lochabstände gebunden und können stufenlos an das Handgelenk angepasst werden.
Das Aussehen selbst wirkt aufgrund seiner hochwertigen Material sehr edel. Anscheinend sogar so hochwertig, dass ich regelmäßig Kollegen bei mir in der Bank sehen, die auch Apple Watches zum Anzug tragen. Klares Plus, denn manche Kunstoffklotze von Laufuhr eignen sich eher weniger auch auf Arbeit und in der Freizeit getragen zu werden. Schade, wenn man auch den Rest des Tages seine Bewegung aufzeichnen möchte.


Die inneren Werte 


Jetzt wird es erst richtig spannend. Die Apple Watch Series 3 ist ausgestattet mit GPS und GLONASS, einem Dual-Core Prozessor, einem barometrischen Höhenmesser, 8 GB internen Speicher. Beschleunigungs- und Gyrosensor sowie gehärtetem Ion-X Glas. WLAN (802.11b/g/n 2,4 GHz), Bluetooth 4.2, bis zu 18h Batterielaufzeit, watchOS 4 und Wasserdicht ist die Uhr auch noch bis 50 Meter.

So liest sich zumindest das Handbuch. Was bedeutet das aber für mich als Läufer?

Die Apple Watch Series 3 hat meiner Erfahrung nach nie Problem dabei GPS zu finden. Im Gegenteil, die Uhr war manchmal schneller bereit zum Laufen als ich, denn lange Wartezeiten gibt es nicht. Dafür dauert es am Anfang manchmal, bis der optische Sensor die Herzfrequenz darstellt und die angegebenen Werte sind naturbedingt ja auch gewissen "Schwankungen" ausgesetzt, die ein optischer Herzfrequenzmesser nunmal so mit sich bringt. Alternativ ist es aber möglich einen Brustgurt per Bluetooth zu koppeln. Der optische Sensor schaltet sich dadurch ab und die gemessene Herzfrequenz wird wesentlich genauer ermittelt. Im Vergleich mit dem TomTom Spark 3 weichen die Ergebnisse des optischen Sensors aber nur minimal um ein bis drei Schläge pro Minuten ab und bei den Durchschnittswerden am Ende eines Laufes sind kaum Unterschiede auszumachen.

Die Konfiguration ist in wenigen Minuten erledigt
Gelaufen wird mit einer App. Entweder der Training-App aus dem Hause Apple selbst, oder aber mittels einer Drittanbieterapp wie der NRC-App von Nike oder auch Runtastic. Das hat seine Vorteile, denn wenn einem das Design oder die Funktionen der einen App nicht zusagen, kann man eine andere nutzen. Andererseits bietet meiner Erfahrung nach bisher keine dieser Apps die Möglichkeit, auf Basis der Daten des integrierten Barometers Unwetterwarnungen herauszugeben. Das finde ich schade! Wenn die Technik an Board ist, kann man die gern auch nutzen. Und man muss natürlich ehrlich sein, es ist eine Smartwatch mit den Funktionen einer Smartwatch. Eine Laufuhr wiederum ist rein aufs Laufen fokussiert und das merkt man. Dazu aber mehr unter dem Punkt Bedienung.

Der Akku hielt in meinem Test je nach Benutzungsintensität immer zwischen anderthalb und zwei Tagen. Ein Longrun über drei Stunden kostete 25-30% Akkuleistung. Wer gleichzeitig dazu Musik hört, bei dem wird der Stromverbrauch deutlich höher liegen. Da ich aber keine 100km-Ultras laufen, komme ich damit super zurecht. Einzig und allein saugt die Kopplung mit dem iPhone ganz schön am Akku des iPhones. Aber auch das muss man nicht immer dabei haben. Beim Laufen einfach die Watch dabei haben und sobald Apple Watch und iPhone wieder verbunden werden, werden die Laufdaten automatisch synchronisiert.

Besonders gern nutze ich tatsächlich die Möglichkeit, Musik beim Laufen zu hören, ohne ein Handy o.ä. mitzuschleppen. Bei 8 GB internen Speicher ist genügend Platz vorhanden, einige Alben und Playlists von Apple Music auf dem iPhone mit der Uhr zu teilen und so beim Lauf einfach nur die Kopfhörer aufzusetzen. Je weniger Gepäck, desto besser 😊

Eingangs erwähnte ich ich zudem das schnell gefundene GPS-Signal, was natürlich super ist. Leider ist mir aber aufgefallen, dass die aufgezeichnete Strecke mit diversen Apps immer länger ist als z.B. mit Laufuhren von TomTom oder Garmin (bin mehrmals mit zwei Uhren gleichzeitig gelaufen). Mir ist bewusst, dass die mittels GPS ermittelten Ergebnisse niemals zu 100% korrekt sind, aber i.d.R. ist die Strecke mit der Apple Watch immer 1% weiter als "normal" mit anderen Geräten. Das sollte man bei der Freude über die Leistung mit einkalkulieren, um im Wettkampf nicht enttäuscht zu sein.

Die Bedienung


Die Bedienung selbst ist intuitiv und macht Spaß. Die Uhr wird mittels Touchscreen, drehbarer Digital Crown und Seitentaste gesteuert, was überwiegend sehr gut funktioniert. Bei schwitzigen Fingern gerate ich aber manchmal an meine Grenzen. Beim Intervalltraining muss ich nämlich die einzelnen Intervalle über eine Geste auf dem Touchscreen stoppen und neu starten. Und das konnte hin und wieder zu einer feuchtfröhlichen Herausforderung werden.

Die Auswertung der Läufe wiederum kann in Kurzform auf der Uhr selbst oder aber ausführlich in der entsprechenden App (in meinem Fall der NRC-App) vorgenommen werden. Im Internet findet man auch Anleitungen zum Export in Strava. Daran sollte es also nicht scheitern.

Die Funktionen 


Hier bietet die Apple Watch Series 3 als Smartwatch natürlich eine ganze Reihe mehr an Funktionen, als reine Laufuhren integriert haben. Andererseits aber auch einiges weniger. Klingt widersprüchlich? Ist aber so..
Denn als Smartwatch bietet die Apple Watch die Möglichkeit, aus dem App-Store hunderte Apps herunterzuladen. Sei es eine App für Yoga, mit dem Wetterbericht, mit den Fußballergebnissen und Live-Tickern, für Atemachtsamkeitsübungen, zur Navigation oder eine Radio-App. Damit kann keine Laufuhr der Welt mithalten.

Die Uhr versucht regelmäßig zur Bewegung zu animieren
ABER, es gibt nun einmal ein kleines aber, Funktionen und Bedienung einer Laufuhr sind laufspezifisch natürlich viel ausgeprägter. Ich bin viel mit der NRC-App gelaufen und die bietet Problemlos die Möglichkeit vorab Ziele zu Kilometerumfängen oder Zeiträumen einzustellen und auch ein Intervalltraining ist mit dem Modus Tempo möglich. Aber das
funktioniert mit einer reinen Laufuhr natürlich genauer. Ich kann vorab zum Beispiel keine Intervalle und Pausen programmieren, sondern muss mein Training zu 100% im Kopf haben. Und auch eine einfache Funktion Runden zu messen gibt es nicht. Geschweige denn einen eigenen Knopf für Start und Stopp. Ebenfalls lassen sich keine Grenzen für Geschwindigkeit oder Pulsfrequenz festlegen, bei deren Verlassen die Uhr einen warnt. Und auch ein Nachhause-Funktion, die den Sportler mittels Kompass oder Routenfunktion automatisch nachhause führt, sucht man bei der Apple Watch vergeblich.

Gleichwohl kann man auf der Watch aber ein Navi einstellen und versuchen sich darüber zu navigieren. Vor allem aber kann man mit der Watch telefonieren. Und sofern man die Apple Watch Series 3 in der Cellular-Version hat (derzeit mit der Telekom und Vodafone nutzbar - Juli 2018), kann man mit der Watch sogar telefonieren, OHNE dass man extra ein Handy braucht. Und das hat meiner Ansicht nach einen riesigen Vorteil für die eigene Sicherheit. Meiner Ansicht nach also ein dicker Pluspunkt.

Zudem beherbergt die Uhr von Hause aus die App Aktivität. Ein Fitness-Tracker, der spielerisch zur Bewegung animieren soll und mich bei meinem Bürojob regelmäßig in Bewegung bringt. Denn es gibt einen blauen Ring für das Stehziel, einen grünen Ring für ein Bewegungsziel in Minuten und einen roten Ring für ein definiertes Kalorienziel.
Ziel ist es, diese Ringe täglich zu schließen. Das funktioniert, in dem man an mindestens 12 Stunden am Tag für mindestens eine Minuten steht/sich in aufrechter Position befindet (für den blauen Ring), sich am Tag mindestens 30 Minuten bewegt (für den grünen Ring) und Summe X an Kalorien für den Tag verbraucht. Sofern man die Ziele erreicht, kann man digitale Abzeichnen sammeln.
Zudem sieht man Schritte und Treppen, die man am jeweiligen Tag erklommen hat.

An Lob wird nicht gespart 😊
Ich merke zwar selber, wenn ich mich nicht ausreichend bewege oder zu lange gesessen habe, aber so eine App motiviert mich ehrlich gesagt noch einmal mehr. Und da kommt der Typ für Zahlen, Daten und Fakten wieder in mir durch, der seine Ziele erreicht wissen will.

Für alle Multisport-Fans, hat die App Training noch ein Schmankerl parat. Denn diese Unterstützt nicht nur das Aufzeichnen von Läufen, sondern auch von folgenden Funktionen: Rad Outdoor, Gehen Outdoor,  Laufen Outdoor, Gehen Indoor, Laufen Indoor, Rad Indoor, Crosstrainer, Rudergerät, Stepper, Beckenschwimmen und Freiwasser. Zudem lässt sich die Watch in einigen Fitnessstudios mit den Geräten koppeln und sich so direkt Fitnesssdaten austauschen. Also ein wahres Multitalent.

Mein Fazit


Die Apple Watch Series 3 ist meiner Ansicht nach für Hobbyläufer ein netter Kompromiss. Und vor allem ein tolles Spielzeug. Wer eine Apple Watch hat und beim Laufen nicht unbedingt Runden messen oder vorab programmierte Intervalle ballern möchte, liegt mit der Uhr auf keinen Fall falsch. Denn neben einem schnellen GPS, leichtem Gewicht und einem schicken Design bietet die Uhr alles, was man zum reinen Laufen benötigt.

Klar, wer bisher eine Sportuhr hatte und ein Fan der leichten Bedienung mit X Knöpfen am Gehäuse ist, der wird sich mit der Apple Watch ggf. etwas schwer tun. Und auch für Trailläufer in Gebirgen oder auf unbekannten Terrain bietet sich eine reine Laufuhr vermutlich eher an. Aber Punkten kann Apple insbesondere aufgrund der hohen Qualität und den schönen "Spielereien" für den Alltag. Denn wer kann schon mit seiner Laufuhr das Licht zuhause ein- und ausschalten oder Siri bitten Mama/Papa/Schwester/Bruder/Tante/Onkel anzurufen, wenn man sich beim Laufen verletzt hat und nicht mehr zurückkommt? 😉 Wer sich eine Smartwatch holen und diese auch zum Laufen nutzen möchte, macht hiermit auf keinen Fall etwas falsch. Und mein bisherige Laufuhr lag in den letzten Monaten fast immer in der Schublade, weil ich bei meinen Laufeinheiten super mit der Apple Watch zurechtkomme.



+ schnelles GPS
Gewicht je nach Version mit 26,7 - 34,9 Gramm sehr leicht
super leicht wechselbare Armbänder für wechselnde Anlässe
zusätzliche Apps für (fast) jede Lebenslage

- Bedienung beim Laufen durch den Touchscreen etwas schwer und nicht blind möglich
mehr reine Lauffunktionen wie ein im Voraus programmierbares Intervalltraining wären wünschenswert 
mit einem Preis ab 369€ für eine Smartwatch ok, aber nicht unbedingt ein Schnäppchen
manchmal größere Abweichungen der mittels GPS getrackten Strecke



Mit dem Einsatz im Winter bei Temperaturen im Minusbereich habe ich bisher keine Erfahrungen.


In allen Lebenslagen am Start



Hoch in die Berge - das Trailbloggercamp 2018


Anzeige: Da das Trailbloggercamp netterweise durch verschiedene Partner unterstützt wurde, enthält dieser Blogpost auch deren Namen, insofern also Werbung. 😉

Anfang Juli war es endlich soweit, das erste Trailbloggercamp stand an. Gemeinsam mit sechs weiteren (Lauf-)Bloggern sollte es ein spannendes Laufwochenende in den österreichischen Alpen werden. Und nach meinen ersten "richtigen" Trailrunningerfahrungen beim Bluetrail auf Teneriffa hatte ich richtig Bock darauf.
Mayrhofen Trail Running Laufen Zillertal Bloggercamp
Fotos: Ruben Elstner

Nachdem es Freitagmorgen um 7 Uhr in Potsdam losging, hatten wir um kurz nach 15 Uhr unser Ziel erreicht: Das Elisabeth Hotel im Zillertaler Mayrhofen, welches uns für die kommenden zwei Nächte beherbergen sollte. Nach einem kleinen Snack folgte die erste Besprechung mit allen Sportlern und die Vorstellung einiger neuer Produkthighlights von On Running, Source Outdoor, Skins, Oakley, Sennheiser und LUMA Enlite, die uns an dem Wochenende unterstützen sollten. Außerdem war auch Andreas Lackner - Geschäftsführer des Tourismusverbands von Mayrhofen - vor Ort und stellte uns einige Highlights seiner Heimat vor, die wir an diesem Wochenende kennenlernen würden. Zuvor wollten aber Carbs für den langen Lauf am Samstag geloaded werden 😉 Und nicht nur irgendwie, sondern bei einem edlen 8-Gänge-Menü. Mittlerweile waren auch Berglauflegende Markus Kröll und der Sportexperte Andreas Eder am Start, die uns das Wochenende über begleiteten und von denen wir noch einiges lernen konnten. Nach einem wunderbaren Abendessen ging es aber nicht wie man denken könnte sofort auf ein Paar Bier an die Bar, nein, es wurde sportlich. Was denn auch sonst bei einem Camp, bei dem sich alles ums Traillaufen dreht!?


Nach dem Essen sollst du ruh’n oder 1000 Schritte tun


Wir entschieden uns für Zweiteres und so ging es gegen 22 Uhr nochmal einige Kilometer mit unseren neuen ACTIVE LED-Stirnlampen von LUMA die Ziller entlang. Ehrlich gesagt steckt mir so ein langer Anreisetag doch immer ganz ordentlich in den Beinen. Aber so ein kleiner Lauf lockert die Beine und umso besser konnte ich schlafen, nachdem wir noch circa 30 Minuten laufen waren. Zu lange durfte es aber auch nicht werden, dann für den nächsten Morgen mussten wir gut ausgeruht und voller Energie sein, wenn wir beim Trailrun mit Markus Kröll richtigen Spaß haben wollten.

Auf in die Berge


Und so ging es Samstagfrüh bei Regen los in die Berge. Markus Kröll führte uns auf unseren neuen Cloudventure Peak von On einen Teil der Strecke des Red Bull Almauftriebs den Brandberg hinauf. Das war nichts für schwache Beine, denn auf den nächsten 10 km ging es über 1.200m hinauf zum Kolmhaus, dass uns mit alkoholfreiem Weißbier, Limonaden und Radler Erfrischung für die nächsten Kilometer und Stärkung in Form einer Suppe bot. Zum Glück hatten wir von Source Outdoor einige Trinkflaschen und -blasen mit am Start, denn bis wir zurück am Hotel waren, sollte noch einige Zeit vergehen. Erfreulicherweise kam auf der zweiten Hälfte unsere Ausfluges in Richtung Dorf zurück aber auch endlich die Sonne heraus und so konnten wir den Lauf über die kleinen Pfade richtig genießen. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausende Worte, deshalb genießt selbst die Atmosphäre, die selbst Bilder kaum einfangen können... 😊

Nach einem zweiten kleinen Run am Nachmittag, konnten wir uns dann endlich im hoteleigenen Wellnessbereich mit Dampfad, Sauna, Whirlpool, etc. ein wenig erholen, bevor der Abend noch einmal lehrreich wurde. Denn Andreas Eder sprach mit uns über Themen der Trainingssteuerung, Regenration und Taktik und behandelt auch das ein oder andere kleine Wehwehchen bei manchen von uns. Wir diskutierten über den Sinn des pulsgesteuerten Trainings, wie Faszienrollen ihren Zweck bestmöglich erfüllen und unter welchem Umständen Kinesiotapes helfen können. Das war nicht nur richtig spannend, sondern hilft mir sicherlich auch bei meinen zukünftigen Trainingseinheiten.

Noch einmal hoch hinaus


Wie es leider immer so ist, vergeht die Zeit bei den schönsten Erlebnissen viel zu schnell. Nachdem der Samstag gefühlt im Zeitraffer vergangen war, ging es am Sonntagmorgen gleich wieder früh los, damit wir noch genügend Zeit hatten, um den Filzenkogl (2.227m) zu besteigen. Und das war eindrucksvoll!

Die Trails dort hin sind erste Sahne. Ein schöner Mix aus weichem Erdboden, Felsen und leicht durchziehenden Wurzeln. Dabei bieten die Auf-/Abstiege wunderschönste Aussichten und nicht nur das, sie sind offensichtlich auch ein absoluter Geheimtipp. Kein Witz, auf dem über 10km langen Abstieg kam uns nur EIN EINZIGER Läufer entgegen. Kann man das glauben!? Ein einziger Läufer. Aber dieser wusste sicherlich, was er schönes genießen konnte. Mit einem kleinen Zwischenstopp für ein Almdudler ging es zurück in Richtung Hotel, bevor wir uns schon wieder auf die Heimreise machen musste. Im Gepäck hatten wir ca. 40km schönste Trails, 2.000m Aufstieg und noch mehr schöne Eindrücke.

Leider vergeht so ein Wochenende immer viel zu schnell. Kaum ist man richtig angekommen, geht es auch schon wieder heim. Aber ich weiß, dass ich definitiv wiederkommen werde. Spätestens in 2019. Wieso? Da findet nämlich zum ersten Mal der Ultraks in Mayerhofen statt. Aber psst, das bleibt vorerst noch unter uns 😉

Noch ein paar mehr Impressionen:

Fotos: Ruben Elstner

Und wir wären kein Bloggercamp, wenn wir nicht auch ein Video bei YouTube hätten. 😉


#2018in2018 - Ein ganzes halbes Jahr


Gefühlt ist der letzte Lauf bei eisigen Temperaturen gerade erst ein paar Wochen her und so schnell ist schon wieder die erste Hälfte des Jahres 2018 vergangen. Vor allem aber ist das Medaillenboard um mehr als ein halbes Dutzend Medaillen reicher...

Lichtenauer Wasserlauf Medaille
Mit der Medaille im Ziel des Lichtenauer Wasserlaufs - Foto: maximilianleitenbauer.com

Begonnen hat der Juni mit einem schönen 7,5 km-Lauf in meiner Heimat Lichtenrade. Bei angenehm frischen Temperaturen und feuchter Luft gab es für mich einen persönlichen Streckenrekord mit 30:06 Minuten. Hinzu kam meine erste Berglauferfahrung beim Bluetrail auf Teneriffa, von dem ich hier berichtet habe, sowie der Lichtenauer Wasserlauf entlang der Spree sowie der Urban Trail in Spandau letzte Woche. Vier Medaillen in einem Monat gibt's für mich echt nicht oft.

Außerdem begann Ende Juni die heiße Phase meiner Marathonvorbereitung. Mittlerweile sind es keine drei Monate mehr bis zum Berlin Marathon am 16. September. Also volle Kraft voraus, Longruns ballern und dabei die Natur genießen.

Lichtenrader Meile Laufen
Bei der Lichtenrader Meile

Fazit


Mit dem Monat Juni ist die erste Jahreshälfte abgelaufen. 181 Tage sind bisher vergangen und dabei konnte ich 838,7 km von 1.000,7 km erreichen. Will heißen, dass mir derzeit 162 km auf dem Weg zu #2018in2018 fehlen. Einerseits ärgert mich das, weil das bald die Kilometerleistung eines ganzen Monats ist. Andererseits beginnt dieses Laufjahr gerade erst so richtig für mich. Die Marathons in Berlin und New York City stehen noch an und auf dem Weg dorthin werde ich noch unzählige Kilometer fressen. Mal sehen wie viele und wann ich das Minus wieder herausgeholt habe.
Im Endeffekt steht ja auch die Freude am Laufen an erster Stelle und die Freude kommt derzeit alles andere als zu kurz. Jeder Kilometer ist ein Genuss. Und ist mir mal doch nicht ganz so nach laufen, dann findet sich immer eine Alternative. Sei es auf dem Rad oder ein schöner Spaziergang.

Wie lief deine erste Jahreshälfte sportlich? Verrate es mir doch in einem Kommentar 😊

Laufstrecke auf Fuerteventura