Radklassiker Eschborn-Frankfurt – die schönsten 100 km durch den Taunus

Anzeige - Die Reise (und damit auch dieser Blogpost) wurde von Alpecin Cycling unterstützt.

Zuerst einmal: Keine Sorge. Auch wenn man mich in den letzten Wochen bei weitem häufiger im Sattel als in den Laufschuhen gesehen hat, werde ich auch weiterhin Laufen. Und da im Herbst noch die Marathons in Berlin und Chicago auf dem Plan stehen, werde ich bald auch wieder anfangen mehr zu laufen. Radfahren macht mir mittlerweile aber fast genauso viel Spaß und das wird sich hoffentlich auch nicht mehr ändern.

Foto: Stefan Rachow // Alpecin

Umso glücklicher war ich deshalb, als das Team von Alpecin Cycling mich vor wenigen Wochen gefragt hat, ob ich nicht ihr Jedermann-Team zum Radklassiker Eschborn-Frankfurt begleiten möchte. WOW! Was für eine Möglichkeit. Gerade, da die Enttäuschung über die Absage des Velothons mich als Berliner immer noch ein bisschen traurig macht. Anstelle von Havelchaussee, Brandenburger Feldern und Siegessäule also Alte Oper, Großer Feldberg und Mammolshainer Stich dieses Frühjahr.


Team Alpecin – das Jedermann-Team



Neben den Radsportprofis im Team Katusha Alpecin untersützt Alpecin bereits seit 2007 ein Jedermann-Team für leidenschaftliche Hobbyradsportler, das Team Alpecin.
Dieses besteht aus Menschen, die eine große Leidenschaft für den Radsport haben und gern darüber in diversen sozialen Netzwerken berichten. Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich cool. Denn die Liebe zum Radsport ist meiner Ansicht nach kaum in Rennergebnissen, Zielzeiten oder Trainingskilometern abzulesen.
Damit die Mitglieder des Jedermann-Teams - für das man sich jedes Jahr auf‘s Neue bewerben kann - gut ausgestattet trainieren und an den Start gehen können, werden sie für die Zeit ihrer Mitgliedschaft komplett von Radtrikot bis Spitzenrad von Alpecin ausgestattet. Nähere Infos zum Jedermann-Team von Alpecin Cycling findest du hier.

Das Team Alpecin vor dem Start (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)

Der Radklassiker



Der seit 1962 ausgetragene Radklassiker Eschborn-Frankfurt beinhaltet neben dem in diesem Jahr 187,5 km (3.222 HM) langen Elite- und diversen Juniorenrennen auch drei sogenannte Jedermann-Rennen unter dem Namen Skoda Velotour. Hier haben Einsteiger wie Ambitionierte die Möglichkeit zwischen den Varianten Skyline (40 km, 350 HM - auch ohne Zeitmessung möglich), Express (87km, 1.450 HM) und Classic (100km, 1.700 HM) zu wählen.
Dabei führt jede Strecke zunächst von Eschborn aus ins wenige Kilometer entfernt liegende Frankfurt, wo man durch die Häuserschluchten der Bankenstadt heizt. Nach einer Runde um die Alte Oper geht es raus aus der Stadt in Richtung Taunus.
Bereits nach 31km trennt sich in Oberursel zum ersten Mal die Strecke, sodass die Fahrer der 40 km langen Skyline-Tour ohne große Anstiege zurück nach Eschborn rollen können.
Für die Fahrer der Express- und Classic-Tour geht es weiter in Richtung Großer Feldberg, wo ordentlich Höhenmeter gesammelt werden. Und davon gibt’s auf den beiden langen Strecken wirklich viele, insbesondere bei der 100er Strecke, die den Mammolshainer Stich beinhaltet. Doch dafür entschädigt die Strecke mit beeindruckenden Panoramen von Rapsfeldern, Wäldern und hübschen kleinen Dörfern. Und wen doch die Kräfte verlassen, der kann bei den Streckentrennungen bei Kilometer 31 und 79 auch kurzentschlössen „abkürzen“ und über die jeweils kürzere Strecke ins Ziel fahren.


Die Reise beginnt



Da der traditionell am 1. Mai stattfindende Radklassiker dieses Jahr auf einen Mittwoch fiel, begann meine Reise schon am Dienstag. Dank ICE-Sprinter bin ich in weniger als vier Stunden von Berlin in Frankfurt angekommen und von dort aus war Eschborn dann ein Katzensprung. Praktischerweise war die Startunterlagenausgabe direkt auf dem Gelände des Hotels untergebracht und so konnte ich direkt meine Bib abholen. Wirklich cool fand ich, dass der Startbeutel echt prall gefüllt war, denn das kenne ich von den meisten Laufevents in Deutschland nicht. Gefüllt war dieser mit Trinkflasche, Wasser, Apfelschorle, alkoholfreiem Bier, Red Bull und einem Bremslicht von Sigma.

Nachdem ich die Startnummer in den Händen hielt, ging es zum Bikefitting. Durch Alpecin hatte ich die Möglichkeit mit einem mega Rad von Canyon an den Start zu gehen. Shoutout an Sascha und das Team von Alpecin. Meiner Meinung nach ein echt geiles Gerät. Was meint ihr dazu?

Mein Bike für das Rennen

Um sicher mit dem Rad unterwegs sein zu können, stand anschließend eine kleine Ausfahrt mit dem Team an. Schön schon einmal den Mammolshainer Stich abchecken und dann über die letzten Kilometer der Rennstrecke zurück nach Eschborn. Und dieser Ausflug hatte es für mich als Flachlandtiroler schon ganz schön in sich. Denn als Berliner kann ich im Training relativ wenig Höhenmeter sammeln, weshalb ich schon ziemlich gespannt auf die 1.700 HM des Rennens war. Und als ich dann den legendären Mammolshainer Stich kennenlernen durfte, konnte ich ein erstes Gefühl dafür gewinnen, was mich am nächsten Tag 12 Kilometer vor dem Ziel erwarten würde. Denn bis zu 23% Steigung haben es echt in sich!

Zurück am Camper von Alpecin wurde dann der entspannte Ausklang des Abends mit Pasta und letzter Teambesprechung eingeläutet, bevor es ins Bett ging. Und da der Wecker um 5:45 Uhr klingeln sollte, wollte ich nicht zu spät schlafen gehen.


Blick von Mammolshain Richtung Frankfurt

Endlich Raceday



5:43 Uhr. Bevor der Wecker klingelte, stand ich schon im Bett. Die Nacht war mehr als schlecht. Aber ich bin on fire. Hab‘ Bock. Richtig Bock!
Deshalb schnell ins Outfit gehüpft, ab zum gemeinsamen Frühstück und die letzten Carbs getankt.

Der Start war für 8:45 Uhr angesetzt und gerade einmal 350 Meter von unserem Hotel entfernt. Damit wir ganz vorne aus unserem Startblock 2 starten konnten, ging es schon um 7:30 Uhr los zum Startbereich, da der Startblock ab 7:45 Uhr geöffnet war.
Noch eine Stunde Vorfreude. Und Zittern. Das aber weniger aufgrund der Aufregung, sondern weil es morgens doch noch recht frisch war und ich im Schatten stand. Zum Glück verging diese Stunde aber in entspannter Gesellschaft wie im Flug und mit dem Startschuss brachen die Dämme.

Voll Bock auf den Start! (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)
Durch die flache Strecke zu Beginn ging es gleich mit Vollgas Richtung Frankfurt und die erste Gruppe in ähnlichem Tempo war schnell gefunden. Ehrlich gesagt waren wir sogar so schnell unterwegs, dass ich von Frankfurt gar nicht viel mitbekommen konnte und wir die ersten 30 Kilometer hinter uns gebracht hatten, bevor ich so richtig auf Betriebstemperatur war. Das war aber auch nicht schlimm, denn für Sightseeing hatte ich weder Zeit noch Augen. Dafür ging es Laufrad an Laufrad über die Piste.


Hoch hinaus!



Und dann kam schon der Anstieg zum 879 Meter hohen Großen Feldberg, vor dem ich richtig Respekt hatte. Und auch noch habe. Allerdings hatte ich mir diesen doch noch wesentlich anstrengender vorgestellt und so kam es, dass ich mit wesentlich mehr Körnern als gedacht in die zweite Hälfte des Rennens gehen konnte. Und die war neben einigen kurzen Anstiegen vor allem durch viele Abwärtspassagen und Serpentinen geprägt, auf denen man mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwand richtig Gas geben und Minuten gut machen konnte, die man bergauf verloren hatte.

Dadurch kam auch der Mammolshainer Stich immer näher. Bei dem Anblick ist mir das Herz richtig in die Hose gerutscht. <<Ob ich das wohl schaffe oder mein Rad doch hochschieben muss? Egal, wat mutt, dat mutt. Tritt in die Pedale, Lars!>>
Doch das war richtig hart. Denn nach bald 90 Kilometern sind meine Beine doch schon recht müde gewesen. Zum Glück haben die Leute am Streckenrand für geile Stimmung gesorgt, was es ein kleines Bisschen erträglicher gemacht hat. Und sind wir doch mal ehrlich, vor den hübschen Mädels will sich doch keiner die Blöße geben.

Langsam waren meine Beine aber richtig kaputt. Zum Glück ging es nach weiteren zwei Kilometern Anstieg dann endgültig Richtung Ziel und nur noch bergab – und das dank Gefälle auch verdammt schnell. Endspurt. Da die Truppe mit der ich unterwegs war ziemlich entspannt und sicher gefahren ist, sind wir alle sicher im Ziel angekommen.

Durch das Ding. Medaille um den Hals. Bier in den Körper. Und das bei bestem Sonnenschein.

Eschborn-Frankfurt, wie geil bist du denn? Ich hatte und habe großen Respekt vor der Strecke. Vor allem aber habe ich richtig Bock hier noch einmal an den Start zu gehen. Immerhin habe ich jetzt eine Benchmark von 3:13h, die ich Unterbieten will. Nächstes Mal mit vernünftiger Vorbereitung, am besten ohne Marathontraining vorab. Und dann wird das Ding in unter drei Stunden gerockt.

Bis dahin schwelge ich aber gern in Erinnerungen und freue mich über die schönen Erlebnisse. In diesem Sinne: Vielen Dank noch einmal an das Team von Alpecin. Die beiden Tage mit euch waren ‘ne Mordsgaudi.

Bestes Wetter - beste Stimmung (Foto: Stefan Rachow // Alpecin)


Cäsar auf der Spur - Am Start beim 25. Rom-Marathon + Gewinnspiel

Anzeige - Dieser Blogpost wird von arena unterstützt.

Seit meiner ersten Reise nach Rom vor drei Jahren stand für mich fest: In dieser Stadt will ich irgendwann auch mal den Marathon laufen. Denn Rom ist eine der geschichtsträchtigsten sowie kulturell beeindruckendsten Städte der Welt. Deshalb musste ich nicht lange Überlegen, als arena ich fragte, ob ich dort bei der 25. Ausgabe am 7. April 2019 an den Start gehen möchte - auch wenn das eine Absage meines Starts beim Berliner Halbmarathon bedeutete.

Foto: Pomodoro Produzioni

Der seit 1995 jährlich an einem Sonntag Ende März bzw. Anfang April in Rom ausgetragene Maratona Internazionale di Roma lässt an Sehenswürdigkeiten kaum etwas aus. Und bei in etwa 15 bis 20 Grad Celsius ist der Lauf auch temperaturmäßig eine gut machbare Herausforderung.

Die Startgebühr beträgt je nach Zeitpunkt der Anmeldung ca. 50 bis 100€, wobei Anmeldungen auch noch kurz vor dem Rennwochenende möglich sind. So kann man je nach Fitnesszustand auch spontan noch einen Frühjahrsmarathon laufen. Und da Rom immer eine Reise wert ist und mit den beiden Flughäfen Fiumicino (im Westen) und Ciampino (im Südosten) sowohl gut international als mit etwas Glück auch spontan noch preiswert erreichbar ist, sind die Hürden die Stadt zu besuchen meiner Erfahrung nach eher gering. Wobei natürlich ausnahmen die Regel bestätigen können. 😉

Startunterlagen abholen


Ist man endlich zum Lauf angemeldet, will man natürlich schnellstmöglich seine Startunterlagen abholen. Diese werden auf der Marathon Expo im RagusaOff, einer ehemaligen Werkstatt der öffentlichen Verkehrsbetriebe Roms von Donnerstag bis Samstag zur Abholung bereitgehalten. Wie bei den meisten Marathon-Messen sollte man auch hier nicht den Fehler machen und kurz vor knapp kommen. Ich war Samstagnachmittag da und stand einige Zeit in der Schlange vor der Tür, bevor mir Einlass gewährt werden konnte. Insbesondere Donnerstag und Freitag soll die Lage auf der Messe wesentlich entspannter sein. Insgesamt ist die Messer aber ausgezeichnet organisiert und lädt mit vielen interessanten Ausstellern zum Verweilen ein.
Wirklich gut ausgestattet ist auch der Startbeutel, der gleichzeitig auch als Kleiderbeutel für den Marathon selbst dient. Dieser ist mit ein einem schicken Laufshirt vom offiziellen Ausrüster arena im Design des Acea Maratona Internazionale di Roma, einer großen Packung Pasta, Getränken und Snacks gut gefüllt.
Aber auch hier gilt mal wieder: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn die Beutel mit den Shirts in deiner Größe aus sind, was am späten Samstagabend einfach mal der Fall sein kann, dann gibts auch mal eine Größe kleiner oder größer. Ein weiterer Grund also rechtzeitig die Startunterlagen
abzuholen.

Es wird ernst


Der Startschuss fällt am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr auf der Via dei Fori Imperiali vor dem Forum Romanum, mit dem Kolosseum im Rücken und dem Vittoriano vor Augen. Doch bevor man dort hinkommt, muss man leider noch einige Kilometer gehen. Unser Shuttle hatte uns leider an der Piazza Venezia herausgelassen. Das Problem ist nur, dass man von dort aus erst nach ca. 2km Fußmarsch zu den Trucks hinter dem Kolosseum kommt, bei denen man die Beutel abgeben kann. Ganz wichtig also immer aus Richtung Circo Massimo zu kommen, so sparst du dir unnötige Meter (in unserem Fall fast 2km). Als nächstes geht es dann um das Kolosseum über den einzigen offiziellen Eingang in die Startblöcke des Marathons. Hier kann sich deshalb gern mal ein kleiner Stau bilden, bis man den abgezäunten Bereich erreicht hat. Das bietet meiner Ansicht noch etwas Optimierungspotenzial.
Diese Strecke muss von der Kleiderbeutelabgabe bis zum Start gelaufen werden. (Quelle: Google Maps)

Auf dem Weg zum Startblock.
Hat man dann aber seinen Startblock erreicht, ist die Stimmung sehr ausgelassen. Dem konnte auch der leichte Regen am diesem Morgen keinen Abbruch tun. Als der Startschuss fiel, wurde leider auch der Regen stärker und so ging es bei Platzregen über die Piazza Venezia in Richtung Circo Massimo. Da viele Teilstücke der Strecke auf glattem Kopfsteinpflaster verlaufen und dieses nicht immer besonders eben verläuft, bilden sich bei Regen teilweise auch etwas größere und tiefere Pfützen, nasse Schuhe sind also kaum umgänglich. Vor allem sollte man aber acht geben auf die immer mal wieder vorhandenen Schlaglöcher. Aus Versehen in so eins reinzutreten kann schon schmerzhaft sein. Also immer ein Auge auf die Straße.

Insgesamt läuft es sich aber sehr angenehm auf der relativ flachen Strecke mit wenigen kleinen Steigungen. Nach einiger Zeit kam auch bei uns endlich die Sonne raus und dann war man wirklich dankbar für den Start um 8:30 Uhr. Denn um diese Zeit ist es in Rom noch relativ ruhig und man kann die von Sehenswürdigkeiten und schöner Architektur gesäumte Strecke voll genießen. Insbesondere auch die Etappen entlang des Tibers, später über die Via della Conciliazione in Richtung Petersplatz mit Blick auf den Petersdom oder auch bei Kilometer 35 über die Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe und später noch am Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona sind wirklich Highlights, bevor es zurück über die Piazza Venezia mit Blick auf das Vittoriano vorbei ein zweites Mal am Circo Massimo vorbeigeht und man anschließend nur noch das Kolosseum umrundet, bevor die Ziellinie wieder auf der Via dei Fori Imperiali vor dem Forum Romanum auf einen wartet.

Über die Via della Conciliazione mit Blick auf den Petersdom

Nachzielverpflegung


Hat man das Ziel endlich erreicht, wofür mit einem Zeitlimit von 7:00 Stunden genügend Zeit eingeräumt wird, warten nach den wunderschönen Medaillen gleich Obst, Wasser, Tee und alkoholfreies Bier darauf, uns Läufer erfrischen zu dürfen. Zudem erhält jeder Läufer eine Tüte mit weiteren Snacks und Getränken, bevor die nun vorgefahrenen Trucks mit den Kleiderbeuteln auf einen warten. Das ist super organisiert. Zudem findet man dann auch direkt die Zelte, in denen man sich massieren lassen und seinem Körper die erste Erholung gönnen kann. Obwohl ich spät gestartet bin und nicht gerade schnell war, waren die Schlangen nicht all zu lang und man schnell dran. Das war echt super! Mehr als 5 Minuten habe ich nämlich nicht gewartet.


Fun Run für Family & Friends


Leicht verwinkelter Streckenverlauf.
Gegen 9:00 Uhr kurz nach dem Start des Maratona Internazionale di Roma findet auf den ersten und letzten Kilometern der Marathonstrecke in wirklich schöner Nachbarschaft der 5 Kilometer lange Lauf Stracittadina statt. Da sich Rom gerade auch für einen Städtetrip mit Familie und Freunden lohnt, ist das sicher auch eine schöne Gelegenheit für Mitreisende etwas Marathonfeeling auf der Strecke zu schnuppern, ohne direkt den vollen Marathon laufen zu müssen. Das finde ich echt super!


Ein Wichtiger Hinweis zur Anmeldung:
Wer in Italien bei einem Marathon an den Start gehen will, braucht dafür die Zustimmung des italienischen Leichtathletikverbands FIDAL. Das geht für internationale Starter auf zwei verschiedene Wege. Bist du Mitglied eines Leichtathletikverbands, der der IAAF angehört, brauchst du lediglich eine Erklärung für ausländische Athleten ausfüllen und mit deinem Mitgliedsausweis bei der Anmeldung vorweisen. Alternativ kannst du aber auch die sog. RunCard erwerben, die derzeit 15€ kostet (Stand 23. April 2019), ein Jahr gültig ist und einen Versicherungsschutz für Läufe in Italien bietet. Damit dieses gültig ist, müsst ihr ein Zertifikat (Attest) hochladen. Hierfür ist eine Sporttauglichkeitsuntersuchung notwendig, die neben einer optischen Visite auch eine Urinuntersuchung, eine Spirografie (Lungenfukntionstest) und ein Ruhe- sowie Belastungs-EKG vorsieht.
"Standardattests" des Hausarztes, die bisher eigentlich auch immer durchgewunken wurden, wurden bei mir dieses Jahr ausdrücklich abgelehnt und das oben hinterlegte Attest gefordert. Hierfür solltet ihr mit ca. 100€ rechnen. Die meisten Sportärzte bieten auch die Möglichkeit an, solch eine Untersuchung mit einer Leistungsdiagnostik zu kombinieren., dann solltet ihr mit 150-200€ rechnen. Das ist dann aber selbstverständlich nicht mehr zwangsweise für die Teilnahme am Marathon notwendig.
Unabhängig davon ist eine regelmäßige Sporttauglichkeistuntersuchung meiner Ansicht nach aber auch bei auf den ersten Blick gesunden Menschen sinnvoll, da ein Marathon immer eine große Belastung für den menschlichen Körper ist.

Weitere Infos


Weitere Hinweise zum Marathon findest du direkt auch der Website des Veranstalters.
http://www.maratonainternazionalediroma.it

Solltest du Fragen zum Marathon haben, dann stell sie gern in einem Kommentar hier unter dem Blogpost.

Gewinne ein komplettes Laufoutfit von arena


arena und ich sind in den nächsten Monaten verstärkt gemeinsam unterwegs. Deshalb darf ich auch von März bis August diesen Jahres gemeinsam mit arena jeden Monat ein komplettes Laufoutfit (abwechselnd für Frauen und Männer) verlosen. Deshalb freue ich mich nun im April das erste Outfit für Frauen verlosen zu können.



Das Outfit besteht aus einem Shirt, einer Hose, einer Jacke und einen Multifunktionstuch (Abb. ähnlich), jeweils in Größe S.
Das Gewinnspiel selbst läuft über Instagram. Checke einfach das hier verlinkte Gewinnspielfoto.




Anzeige | Dieses Gefühl eine Startnummer in den Händen zu halten - einfach unbeschreiblich! Diese Mischung aus Vorfreude, positiver Nervosität und gerade beim Marathon auch Respekt und Demut vor dieser großen Herausforderung. 💪🏼🔥 Fast schon wie eine Sucht. 😄 Und Anfang des Monats war es wieder soweit, als ich zusammen mit @arenawaterinstinct beim 25. #RomaMarathon am Start sein konnte. Auf 👉🏼 www.RUNWITHLARS.de 👈🏼 findest du nun die wichtigsten Insides zum Lauf, wenn du auch mal in Rom über die 42,195 km an den Start gehen willst. Und zusätzliche habe ich gemeinsam mit #arenasportswear noch ein Gewinnspiel für euch am Start. 🎁🎉😊 Zu gewinnen gibt es diesen Monat ein komplettes Laufoutfit für Frauen in Größe S bestehend aus Hose, Shirt, Jacke und Multifunktionstuch (ähnlich Foto 2). Und so kannst du gewinnen.. 1️⃣ Folge @arenawaterinstinct 2️⃣ Verlinke hier in einem Kommentar deinen Laufbuddy 3️⃣ Und verrate mir gleichzeitig in diesem Kommentar, warum du ein neues Laufoutfit von @arenawaterinstinct gebrauchen könntest. Das Gewinnspiel läuft bis Freitag (26. April 2019 um 19:59 Uhr). Es gelten bestimmte Bedingungen siehe: http://www.runwithlars.de/2019/04/Rom-Marathon.html Viel Glück 😊 #arenarunningcrew (Fotos: Pomodoro Produzioni)
Ein Beitrag geteilt von Lars (@kulikeljudi) am



Zudem bekommst du mit dem Code LARSARENA-APRIL 20% Rabatt auf alle Laufsachen im Onlinestore von arena. Viel Spaß beim Shoppen!


Teilnahmebedingungen


1. Das Gewinnspiel wird von mir - Lars Sonnemann (Kontaktdaten siehe Impressum) - mit freundlicher Unterstützung von arena veranstaltet und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram, außer, dass Instagram die Plattform für das Gewinnspiel stellt.
2. Zu Gewinnen gibt ein Frauen-Laufoutfit bestehend aus einem Shirt, einer Hose, einer Jacke und einen Multifunktionstuch in Größe S.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 23.04.2019 und endet am 26.04.2019, 19:59 Uhr. Der/ die Gewinner/in wird zeitnah bekanntgeben. 
4. Teilnehmen darf, wer älter als 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. 
5. Um zu gewinnen, muss am Gewinnspiel wie unter dem Gewinnspielfoto beschrieben teilgenommen werden.
6. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem kann der Gewinn nicht überreicht werden. 
7. Wenn sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin nicht innerhalb 14 Tage meldet, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der/die nächste Gewinner/in wird gezogen.
8. Eine Barauszahlung erfolgt nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
9. Änderungen oder ein kurzfristiger Abbruch des Gewinnspiels behalte ich mir als Veranstalter vor.
10. Die im Rahmen des Gewinnspiels notwendigen Daten werden nur zur Gewinnübergabe genutzt. Diese werden nur so lange aufbewahrt, wie für das Gewinnspiel notwendig und anschließend gelöscht.

Viel Erfolg.



Review: Die Garmin Fenix 5 Plus im Test

Anzeige - Die Uhr wurde mir netterweise von Garmin zur Verfügung gestellt.

Darf es etwas mehr sein? Das könnte gut das Motto der mit Technik randvoll gepackten Sportuhr sein, die ich in der Saphir Edition testen konnte. Wie sich die Garmin Fenix 5 Plus* im Test in den letzten dreieinhalb Monaten geschlagen hast, liest du hier...

Garmin Fenix 5 Plus am Handgelenk

Die Garmin Fenix 5 Plus Sapphire Edition Premium Multisport GPS Watch - wie sie bei Garmin offiziell heißt - kommt nicht nur mit einem High-End-Namen, sondern auch mit einem High-End-Funktionsumfang daher. Denn neben den reinen Sportfunktionen einer Multisport GPS-Uhr hat die Fenix 5 Plus ein Navigationssystem integriert, spielt nach Wunsch Musik von Spotify und bietet mit Garmin Pay auch noch die Möglichkeit kontaktlos in Läden zu bezahlen. 


Aber zunächst back to the roots.

Garmin Fenix 5 Plus in der Schachtel
Wie es bei einer Sportuhr nunmal so ist, kommt es in erster Linie auf die Sportfunktionen an. Und auf diese Kernkompetenz der Uhr fokussiert sich dieser Artikel hier - insbesondere auf den Laufsport. Denn dass Garmin seit Jahren Sportuhren entwickelt und die Fenix 5 Plus als Smartwatch ganz tief im Herzen aus dieser Richtung kommt, das spürt man an allen Ecken und Enden - vor allem in Sachen Bedienung.

Vorab möchte ich euch aber einen kleinen Auszug der zur Verfügung stehende Sportmodi der Uhr nicht vorenthalten: Laufen, Trail Run, Laufband, Hallenbahn, Wandern, Bergsteigen, Radfahren, Indoor Rad, MTB, Schwimmbad, Freiwasser, Triathlon, Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, SUP, Rudern, Indoor-Rudern, Kajak, Golfspielen, GehenSwimRun, Yoga, Cross-Trainer, Stepper, uvm.

Ich glaube da ist echt für jeden was dabei. Denn im Zweifelsfall kann man auch noch seine eigene Sportart unter Sonstiges anlegen.

Gehäuse und Bedienung


Damit die Uhr gut geschützt ist, befindet sie sich in einem 47mm-Gehäuse aus faserverstärktem Polymer, die Rückseite wiederum ist aus Metall und die Lünette aus Edelstahl. Dieser stabile
Materialmix schlägt wiederum mit einem Gewicht von 86g zu Buche - was fast dem Zweieinhalbfachen des Gewichts der Apple Watch 4 beträgt, mit der ich sonst oft trainiere. Wer beim Gewicht etwas abspecken will, kann zur 10g leichteren Fenix aus Titan greifen, die dann allerdings mit ca. 400€ mehr auch deutlich teurer ist.

Das Display selbst ist durch eine Saphirglasscheibe extrem Stabil und hat bei mir über die Monate hinweg keinen einzigen Kratzer abgekriegt - was übrigens nicht an meiner schonenden Umgangsweise lag, sondern tatsächlich vielmehr aufgrund der wünschenswert guten Qualität. Dafür gibt es einen wirklich dicken Daumen hoch von mir.


Neben der regulären 5 Plus mit 47mm-Gehäuse bietet Garmin auch eine etwas kleinere Variante mit dem Namen 5S Plus, die ein 42mm Gehäuse besitzt und die etwas größere Variante 5X Plus mit 51mm Gehäuse an.

Weitere Individualisierungsmöglichkeiten bestehen in Sachen Armband, welches sich dank des sogenannten QuickFit-System extrem einfach innerhalb von Sekunden wechseln lässt. Hier bietet Garmin neben den Silikonarmbändern auch welche aus Leder, Edelstahl und Titan an, sodass man die Uhr auch in der Freizeit oder elegant zum Businessoutfit kombinieren kann. Denn so eine hochwertige Smartwatch will man sicher nicht nur zum Sport tragen.

Garmin Fenix 5 Plus Test

Die Bedienung der Fenix 5 Plus funktioniert mittels fünf Knöpfen am Rand der Uhr, die insbesondere beim Training wichtige Funktionen wie Start/Stopp, Runde, Licht ein etc. ausfüllen. Insbesondere hierfür sind sie auch wirklich praktisch, denn bekanntermaßen funktionieren die meisten Touchscreens bei Feuchtigkeit (Schweiß, Regen, etc.) nicht besonders gut. Hinzu kommt, dass man beim Laufen und speziell Intervallen doch recht fokussiert sein muss, wenn man parallel die Uhr mittels Touchgesten steuern will. Allerdings wäre ein Touchscreen für die Alltagstauglichkeit meiner Ansicht nach doch ein starker Gewinn. Denn viele Funktionen sind in den verschachtelten Menüs der Fenix 5 Plus sehr versteckt und wären so sicher leichter aufzufinden und zu bedienen. Selbst Wochen später habe ich immer wieder neue Funktionen entdeckt. Zudem hat die Uhr offensichtlich auch keine extra fettabweisende Schicht auf dem Display, sodass sich Fingerabdrücke, etc. sehr gut darauf halten. Insgesamt fuchst man sicher aber auch in die Bedienung der Uhr ein genießt insbesondere beim Sport die einfache Bedienung mittels Knöpfen, die dadurch selbst blind möglich ist.

Lauffunktionen


Was die Lauffunktionen angeht, ist die Garmin Fenix 5 Plus tadellos. Neben einer einfachen Trainingsfunktion, die Entfernung, Zeit, Puls, Strecke, etc. aufzeichnet, stehen noch diverse weitere Funktionen zur Verfügung. So zum Beispiel ein Intervallmodus, bei dem man Aufwärmen- und Auslaufphasen, Intervallart nach Zeit oder Strecke und auch die Pausen nach Zeit oder Strecke definiert und anschließend von der Uhr sehr gut durchs Training geführt wird. Genauso kann man auch Zeit- oder Distanzziele anlegen, um diese zu erreichen oder direkt virtuell gegen ein vorheriges Training antreten. So kann man sogar gegen sich selbst auf der Lieblingstrecke antreten. Das hat mich das ein oder andere Mal auch auf den letzten Kilometern noch gepusht. Sämtliche Trainings- und Rennmodi haben mich vollends überzeugt. Denn diese sind nicht nur umfänglich, sondern auch gut umgesetzt und dank Höhenmesser ist man auch in den Bergen gut aufgehoben. Viel mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen, als ein großes Lob.

Die Fenix 5 Plus als Smartwatch


Etwas kleiner fällt mein Lob hingegen für die Alltagstauglichkeit als Smartwatch aus. Zwar lässt sich die Fenix 5 Plus auch mit privaten Fotos als Zifferblatt individualisieren oder als Activity Tracker benutzen, doch die meisten Funktionen sind meiner Ansicht nach wenig intuitiv. Um ein Foto zum Beispiel als Zifferblatt einzustellen, muss ich extra die Garmin Face It-App herunterladen, dann das Bild erstellen, bei Garmin hochladen und anschließend kann ich es auf der Uhr installieren. Das funktioniert bei "richtigen" Smartwatches einfacher und sieht auch noch besser aus. Denn mit einer Auflösung von 240x240 Pixeln auf 1,2" Bilddiagonale kann man ziemlich gut Pixel zählen.

Genauso wenig intuitiv war das Speichern von Musik von Spotify oder dem eigenen Computer mittels Garmin Express vom PC aus. Nach einigen Übungsschritten hatte ich die Musik endlich auf der Uhr und wenn Uhr und Kopfhörer verbunden waren, war es super praktisch beim Laufen, insgesamt aber doch zu umständlich und langsam, als dass man gern und regelmäßig seine Playlists auf der Uhr überträgt und auch mal wechselt. Zudem hatte ich immer mal wieder Probleme damit, dass sich einmal gekoppelte Kopfhörer und die Uhr wiederfinden. Das trat leider nacheinander mit drei verschiedenen Kopfhörern so auf.

Genauso hatte ich immer wieder Probleme damit, den Wetterbericht auf der Uhr zu checken. Einzig und allein die Push-Benachrichtigungen von meinem Smartphone wurden sauber auch auf der Uhr wiedergegeben.


Trainieren mit der Garmin Fenix 5 Plus


Garmin Fenix 5 Plus Brustgurt
So sieht der Brustgurt aus
Das Training selbst war gut möglich. GPS war schnell gefunden und überwiegend genau. Besonders hervorheben möchte ich, dass sich Uhr und Brustgurt (ich hatte den HRM-Run Herzfrequenz-Brustgurt von Garmin für ca. 100€ im Test) sich selbständig, schnell und damit problemlos verbunden haben und so das Training schnell starten konnten. Eine Autopause lässt sich ebenfalls einfach einstellen und erleichtert Trainingsstopps an roten Ampeln etc. Und ist die Einheit dann absolviert, lassen sich die Einheiten gut auf dem Smartphone oder Computer auswerten. Die Synchronisation zu Strava lief auch immer tadellos.

Besonders loben möchte ich den Akku, der bei drei Trainingseinheiten mit einem Gesamtumfang von ca. 50-60km pro Woche auch die ganze Woche lang gehalten hat, ohne schlapp zu machen. (Ich habe die Uhr allerdings nur tagsüber und nicht beim Schlafen getragen)


Mein Fazit zur Garmin Fenix 5 Plus im Test


Alles in allem hatte ich viel Spaß beim Test der Garmin Fenix 5 Plus* und möchte sie beim Training eigentlich nicht mehr missen. Mit der Uhr hat Garmin optisch einen echten Leckerbissen geschaffen, der nicht nur beim Sport durch sein edles Design glänzt. Mir persönlich gefällt sie auch eine Nummer kleiner sehr gut (Fenix 5S Plus mit 42mm), da sie sich dann noch etwas dezenter unter dem Ärmel des Sakkos verstecken lässt.

Jedoch ist der Preis von 799€ (UPE des Herstellers) schon eine Ansage. Und das lässt sich mit dem (nicht zwangsweise notwendigen) Brustgurt nochmal schnell auf 900€ steigern. Und angesichts dieses Preises lohnt sich meiner Meinung nach auch der Blick nach links und rechts. Denn wenn man nicht zwangsweise von morgens  bis abends alle Daten tracken muss, dann macht sich auch die Kombination aus reiner Sportuhr und reiner Smartwatch oder gar "normaler" Uhr im Alltag ganz gut.


Werbung - hier kannst du die Garmin Fenix 5 Plus direkt kaufen:


Garmin Fenix 5 Plus Test Review Tenerife Marathon
Gleich nach drei Tagen bin ich mit der Fenix 5 Plus von Garmin meinen ersten Halbmarathon gelaufen


ALL IN OR NOTHING - dabei beim ersten Red Bull All In

Anzeige: Meine Teilnahme am Red Bull All In wurde netterweise von Red Bull unterstützt.

Am 15. Dezember 2018 war es so weit - zum weltweit ersten Mal fand an diesem Wochenende das Red Bull All In auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze im bayrischen Oberstdorf statt, ein Obstacle Race mit 15 Hindernissen auf gerade einmal 2,5km Streckenlänge verteilt. Doch dass OCRs relativ wenig mit "normalen" Läufen zu tun haben und 2,5km nicht gleich 2,5km sind, wurde mir relativ schnell klar.
Mit Culli im Ziel
Denn für OCRs braucht man Power. Und diese nicht nur in dem Beinen, sondern im ganzen Körper. Umso größer war also mein Respekt vor den Hindernissen, da ich oft lieber draußen laufen gehe, als irgendwie im Kraftraum zu schwitzen. Wie eigentlich immer beim Laufen stand auch beim All In der Spaß an der Freude im Vordergrund für mich. Und das konnte auch nicht durch die bis zum -15 Grad Celsius am Morgen getrübt werden. Klar gibt es schöneres als die Vorstellung bei solchen Temperaturen relativ früh im Rennen Wadentief durch einen Eisbach zu waten, aber während des Rennens war es dann doch nur halb so kalt.

Und egal ob Hürdenlauf bergauf die Zuschauertribüne hoch, wie Tarzan von Seil zu Seil schwingen, 200m die Schanze hochlaufen oder Wurfübungen, die den weiteren Rennverlauf beeinflussen - Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer sind überall gefragt und das sorgt für eine Menge Spaß. Ich musste zwar mehr als nur einmal feststellen, was für einen heftigen Kurs Red Bull in Oberstdorf aufgebaut hat, denn auch die OCR-Weltelite wollte beim All In auf ihre Kosten kommen und Grenzen ausloten können. Am Start über die drei Ausscheidungsrunden waren nämlich nicht nur Amateure wie ich, sondern auch Profis aus aller Welt.
Culli beim Jeep Climb
Dadurch war auch das Zuschauen bei den Finals der Frauen und Männer mehr als nur spannend. Alles in allem also ein mehr als gelungenes Event. Insbesondere auch weil für mich als Berlin die Berge immer etwas besonderes sind. Und wenn sich während des Rennens auch noch die Sonne seinen Weg durch die Gipfel und Baumwipfel erkämpft und bei strahlend blauem Himmel das Thermometer langsam von -15 auf -5 Grad steigt, dann ist das auch für Naturliebhaber ein echtes Schmankerl.




Test: Apple Watch Series 4 - was kann die neue Smartwatch aus Kalifornien?

Anzeige: Die Uhr wurde mir netterweise von Apple für den Test zur Verfügung gestellt.

Seit zweieinhalb Monaten ist die neue Apple Watch Series 4* auf dem Markt. Genauso lange konnte ich sie mittlerweile testen und dabei habe ich die Uhr nicht geschont. Insbesondere die Schwachstelle der Datenerfassung bei Longruns bei der Watch Series 3 habe ich getestet (hier gehts zum Post) und die neue Watch auch mit auf meine Reise zum New York Marathon genommen. 

Ich möchte diesen Bericht mit meinem Fazit zur Apple Watch 3 beginnen. "Die Apple Watch Series 3 ist meiner Ansicht nach für Hobbyläufer ein netter Kompromiss. Und vor allem ein tolles Spielzeug. Wer eine Apple Watch hat und beim Laufen nicht unbedingt Runden messen oder vorab programmierte Intervalle ballern möchte, liegt mit der Uhr auf keinen Fall falsch. Denn neben einem schnellen GPS, leichtem Gewicht und einem schicken Design bietet die Uhr alles, was man zum reinen Laufen benötigt."

Doch hat sich an dieser Aussage etwas geändert und wenn ja, was? Als ich die neue Apple Watch Series 4 zum ersten Mal in den Händen gehalten habe dachte ich zunächst, dass sich eigentlich gar nicht so viel geändert hat. Aber nach zweieinhalb Monaten intensiver Nutzung hat sich diese Meinung doch deutlich geändert. Die neue Apple Watch ist erwachsener geworden. Gemeinsam mit dem kurz zuvor veröffentlichten neuen WatchOS 5 steht sie nämlich stark unter dem Motto Aktivität und Gesundheit und das hat Apple relativ unauffällig und trotzdem nicht weniger präsent implementiert. Während die groß angekündigte EKG-Funktion mangels Zulassung in der EU noch auf seine Einführung wartet, wird es in anderen Bereichen wesentlich besser spürbar und auch heute schon nützlich. Beginnen wir aber vorab mit dem Äußeren der Uhr und ein paar technischen Details, bevor wir zum sportlichen Teil übergehen.


Die äußeren Werte 


Im Vergleich zur Watch Series 3 ist die neue Apple Watch wesentlich rundlicher und rein optisch Schlanker geworden. Auch wenn sich die Abmessungen kaum Unterscheiden, wirkt die Uhr flacher und eleganter. Dabei sind die Displayabmessungen sogar von 38 auf 40mm bzw. 42 auf 44mm angewachsen. Und nicht nur das. Die Displays sind insgesamt auch größer geworden, denn der Displayrand ist geschrumpft und hat so Platz für mehr geschaffen, sodass das Display nun die Ränder besser ausnutzen kann.


Grafik: Apple

Das Gehäuse selbst wird in der vierten Generation nur noch in Aluminium oder Edelstahl ausgeliefert. Keramik wurde also von der Auswahlliste gestrichen. Dafür sind sowohl die Aluminium- als auch die Edelstahluhren in den Farbvarianten Silber, Space Grau (Aluminium) / Space Schwarz (Edelstahl) und Gold erhältlich. Wer wiederum viel Wert auf Individualisierung legt, der schafft das natürlich noch besser mit dem für ihn und zur Uhr passenden Armband. Und da hat Apple meiner Ansicht nach etwas ganz besonderes geschafft. Denn obwohl das Gehäuse von den Abmessungen und Radien her sein Äußeres ordentlich verändert hat, sind ALLE Armbänder älterer Apple Watches voll kompatibel mit der neuen Series 4. Wirkt vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so besonders und haut vielleicht zunächst gar nicht so vom Hocker, aber das hat mich mit der Zeit immer stärker begeistert. Gerade aus Kostengesichtspunkten ein riesiger Vorteil, denn für ein schickes Edelstahlband von Apple ist man schnell einen guten dreistelligen Betrag los. 

Die Unterseite ist mittlerweile komplett aus Keramik und Saphirglas. Das liegt einerseits daran, dass die LTE-Antennen nach unten gewandert sind und sich so der Empfang verbessern soll. Der Boden enthält aber noch eine viel größere Neuerung, die die Apple Watch endlich auch ohne Brustgurt zum Sporteln richtig attraktiv machen soll. Denn neben dem optischen Herzsensor hat die neue Apple Watch Series 4 auch einen elektrischen Herzsensor integriert, der der Natur der Sache geschuldet wesentlich genauer sein sollte. 


Die inneren Werte


Als Läufer kommt es für mich eher auf die Funktionalität an, deshalb fasse ich an dieser Stelle nur ein paar Daten vom Datenblatt zusammen, um euch die Sucherei zu ersparen 😉

Die neue Apple Watch gibt es mittlerweile nur noch mit 16 GB Speicher. Eine Unterteilung wie vorher als es die GPS-Edition nur mit 8 GB und die GPS+Cellular-Edition mit 16 GB gab, fällt also weg. Zudem ist die Watch ausgestattet mit dem neuen 64-Bit Dual-Core S4 Prozessor,  GPS, GLONASS, Galileo und QZSS, einem barometrischen Höhenmesser, Beschleunigungs- und Gyrosensoren sowie WLAN (802.11b/g/n 2,4 GHz), neuerdings auch Bluetooth 5.0, bis zu 18h Batterielaufzeit, watchOS 5 und Wasserdicht ist die Uhr auch noch bis 50 Meter.

Kommen wir aber zu dem für uns Läufer Relevanten Details. Der Mix aus optischen und elektronischen Herzfrequenzsensor macht meiner Ansicht nach wirklich den Brustgurt überflüssig. In verschiedenen Trainingseinheiten habe ich Watch 3 und 4, aber auch Watch 4 und Garmin Fenix 5 Plus gegeneinander antreten lassen, die ich stets mit Brustgurt nutze. Und dabei ließ sich feststellen, dass die Abweichungen der durchschnittlichen Herzfrequenzen zwischen Brustgurt bei der Fenix und elektrischem Herzsensor der neuen Apple Watch verschwindend gering waren. Das ist für mich ein echter Mehrwert.

Die Bedienung 


Ein genauso großer Mehrwert ist auch die verbesserte Digital Crown mit haptischem Feedback. Eine Funktion, von der ich vorher nicht wusste, dass ich sie brauchen würde. Im Alltag aber sehr angenehm und vor allem praktisch, wenn die Uhr nun fühl- und hörbar ein leises Ticken von sich gibt. Außerdem hieß es vorab, dass das Display nun unempfindlicher gegenüber Fingerabdrücken sein soll und das kann ich wirklich bestätigen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass es ein Unterschied wie Tag und Nacht ist. Denn so sauber wie jetzt, war mein Display (fast) noch nie.
Entsperren durch Drehen der Digital Crown

Die Bedienung des Displays mit feuchten Fingern bleibt weiterhin etwas tricky. Insbesondere zur Herausforderung wird es dann, wenn man die Uhr unter einem langärmlichen Shirt trägt, dass von Schweiß oder Regen nass geworden ist. Denn dadurch kann es auch ungewollt passieren, dass das Display Berührungen erkennt und so wurde vor kurzem mein 21km Traingslauf in der Nike-App bereits nach 18km beendet. Umgehen kann man das, indem man zum Beispiel die Training App von Apple benutzt und dann das Display gegen Feuchtigkeit sperrt. Entsperren lässt sich das dann wieder, wenn man die Digital Crown ein paar Sekunden dreht. 


Die Funktionen


Bei den bereits herstellerseitig installierten Funktionen hat Apple auch nachgelegt. Neben einer nun integrierten Sturzerkennung, die im Notfall den Rettungsdienst und hinterlegte Notfallkontakte informiert (habe die Funktion lieber nicht probiert - wollte nicht unnötig hinfallen 😉) gibt es in WatchOS 5 auch eine automatische Trainingserkennung. Theoretisch bräuchte ich also gar nicht mehr das Training auf der Watch starten, sondern die Watch fragt mich nach wenigen Minuten, ob ich die entsprechende sportliche Tätigkeit ausübe - also zum Beispiel outdoor Laufe - und wenn ich das bestätige, erscheint auf dem Display mein bisheriges Training. Das funktioniert in den meisten Fällen ganz gut, die ersten Paar hundert Meter gehen aber gern mal verloren. Und wer es genau nimmt, sollte das Training lieber manuell starten.

Außerdem kann ich Challenges gegen Freunde (wer mehr in einer Woche läuft) starten und in manchen sehr modernen Fitnessstudios auch meine Watch mit den vorhandenen Geräten koppeln. So sehen ich nach meinem Lauf auf dem Laufband direkt die Daten auch auf meiner Watch checken.

Rollende Pace und Kadenz sind jetzt auch in Training verfügbar (Foto: Apple)
Für mich als Läufer ist aber vor allem wichtig, dass es nun eine Lösung dafür gibt, dass die gemessenen Daten nach dreißig Kilometern und mehr nicht mehr vollkommen von der Realität abweichen. Die Herausforderung war nämlich, dass die Nike App nach sehr langen Läufen gern mal deutlich weniger Kilometer angezeigt hat, als ich gelaufen bin. Hinzu kam, dass die Trainingsapp von Apple mangels Funktionen für mich kaum gleichwertiger Ersatz für die Nike-App war. Mittlerweile wurde die App Training für Läufer u.a. um eine rollende Pace (Durchschnitt letzter Kilometer zusätzlich zu gesamter durchschnittlicher Pace) ergänzt. Und sie ist genau. Beim New York City Marathon standen beispielsweise am Ende 42,58km auf der Uhr. Also voll im Rahmen für ein Rennen, dass auf der Ideallinie gelaufen schon mindestens 42,2km+1% lang ist.

Weniger begeistert mich weiterhin die Tatsache, dass es keine vernünftige Spotify-App gibt. Apple Music ist für mich persönlich nicht der Hit und solange ich keine Playlists in Spotify für die Offline-Nutzung speichern kann, ist das für mich echt schwach. Das können selbst deutlich ältere Laufuhren der Konkurrenz. Zum Glück höre ich gern auch Podcasts und da bin ich mit der Podcast-App sehr gut versorgt.

Weiterhin kann man natürlich auch mit dem passenden Vertrag oder wenn Uhr und iPhone verbunden sind mit der Watch telefonieren, was ich beim Laufen nun ein paar Mal in "Notfällen" gemacht habe. Wenn mich Familienmitglieder angerufen haben, bin ich also auch mal rangegangen. Und das funktioniert echt gut. Einerseits ist die neue Watch etwas lauter als zuvor, sodass ich mein Gegenüber besser hören kann, andererseits hat Apple auch das Mikrophon verbessert, was dazu geführt hat, dass am anderen Ende der Leitung subjektiv nie jemand einen Unterschied zu einem normalen Handy merken konnte, wenn wir telefoniert haben.

Der Wechsel


Der Wechsel von der Watch Series 3 zu Watch Series 4 war Apple-typisch einfach und schnell erledigt, sodass ich wenige Minuten später schon loslegen konnten. Lediglich nach gut zwei Monaten musste ich die Watch einmal vom iPhone entkoppeln und aus dem Backup wiederherstellen, da es Übertragungsprobleme von Trainingseinheiten sowohl in der Nike- als auch er Apple-eigenen Trainings-App zum iPhone gab. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mir zwischenzeitlich ein neues Smartphone kaufen musste. Der Zeitaufwand hierfür war aber sehr gering und bisher war es nach einem acht Monaten Apple Watch-Nutzung meine einzige wirkliche technische Herausforderung. Ansonsten hatte ich nie Probleme mit den beiden Uhren.


Mein Fazit


Die Apple Watch* war smart und bleibt smart. Das Angebot verschiedenster Apps, reicht von Fußballliveticker auf der Uhr bis zur angeleiteten Yoga-Stunde. Das muss nicht jeder mögen, aber sicher ist für jeden etwas dabei. Endlich konnte ich eine Apple Watch auch mal bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt testen (-4 Grad Celsius) und konnte auch nach zwei Stunden Laufen keinen Schwächen wie eine verkürzte Akkulaufzeit erkennen. 

Sehr erfreulich war für mich ebenfalls, dass die Probleme mit dem genauen Aufzeichnen langer Strecken - zumindest in der Training App - gelöst sind und meine gelaufenen Strecken nun vergleichsweise ziemlich genau abgebildet werden. Wünschenswert wäre noch eine direkt herstellerseitig integrierte Schlaftrackingfunktion. Vielleicht kommt das ja mit einem nächsten größeren Update von WatchOS.

Apple tut einiges, um die Uhr vor allem als gesundheitlichen Assistenten interessant zu machen und Funktionen wie die Ausgabe von Warnungen bei Auffälligkeiten der Herzfrequenz tun sicherlich ihren Teil, dass im Einzelfall Menschen schneller auf Probleme mit ihrem Herzen aufmerksam werden.

Der Mix aus Sportbegleiter, Fitnesstracker und Helferlein im Alltag lässt mich die Uhr gern rund um die Uhr tragen. Denn reine Laufuhren passen in meinem Fall oft wirklich gar nicht zum Outfit (Anzug auf Arbeit) und das umgeht das schlanke und hochwertige Design der Apple Watch sehr elegant. Und das ist für mich die größte Voraussetzung, wenn ich eine Uhr auch als Fitnesstracker verwenden will: Ich muss sie (fast) immer tragen können. Wenn ich nur den halben Tag tracken kann, brauche ich es auch gar nicht. 

Für mich sind aber vor allem die Lauffunktionen wichtig. Und hier würde ich mir am liebsten einen Mix aus Strava (Auswertbarkeit der Daten), Nike Run Club (Aufgeräumte und doch sehr komplette Displayansicht - nichts fehlt) und Training App (Funktionsumfang) wünschen. Sobald das verfügbar ist, schlägt die Apple Watch meiner Ansicht nach jede reine Laufuhr. Und das um Längen. Denn wenn ich eine Laufuhr mit smarten Funktionen haben will, bin ich schnell in ähnlichen und höheren Preissegmenten als die Apple Watch. Und dabei ist die Bedienung noch lange nicht so einfach wie bei der Uhr aus Cupertino.


Apple Watch Series 4: Preis ab 429€ (Stand 12/2018)

Das gefällt mir - oder auch nicht so:
+ größeres und besseres Display 
+ sehr einfache und intuitive Bedienung
+ Armbänder älterer Generationen weiter verwendbar 
+ gute Lautsprecher 
+ Telefonfunktion und Sturzerkennung kann Leben retten

- Akkulaufzeit leicht schwächer als bei der Apple Watch Series 3
- Cellular nur mit SIM-Karten von Telekom oder Vodafone (Stand 12/2018)
- nur mit iPhones kompatibel


Werbung - hier kannst du die Apple Watch direkt kaufen:



Der optische Herzsensor bei der Arbeit